Mama liebt „Grey´s Anatomy“: Serie rettet Ungeborenem das Leben

Darüber, wie realistisch Krankenhaus-Serien sind, lässt sich (kaum) streiten. Zur Eigendiagnose und für Behandlungs-Tipps sind sie weniger geeignet. Unbedingt gilt hier: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren ECHTEN Arzt oder Apotheker!“

Nun ja, aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Denn eine rührende Geschichte aus Dubai zeigt, dass „medizinisches“ Binge-Watching durchaus auch sein Gutes haben kann.

Denn dank ihrer Grey´s Anatomy-Sucht konnte eine Mama tatsächlich ihr ungeborenes Baby retten.

Wie das?

Mama Doaa Saleh war mit einem kleinen Mädchen schwanger. In der 20. Schwangerschaftswoche erfuhr sie, dass ihr Baby unter einem seltenen und lebensbedrohlichen Herzfehler litt. Wenn die kleine Nadine überhaupt lebend zur Welt kommen würde, müsse sie direkt nach der Geburt drei Herz-OPs über sich ergehen lassen, hieß es. Würde dann aber trotzdem starke „Defizite“ haben, wegen denen sie nicht älter als 30 Jahre werden würde.

Auf Instagram hat jetzt Mama Dooa diese Geschichte mit der Öffentlichkeit geteilt:

„Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben so geweint zu haben, und ich habe Kriege erlebt.“

Aber dann erinnerte sie sich ganz plötzlich an eine bestimmte Szene ihrer absoluten Lieblingsserie Grey´s Anatomy. „Aus dem Nichts sprang mir diese Szene in den Sinn, die Vision von rosa Lichtern im Mutterleib, die Musik der Szene…“ In der Szene wurde ein Baby noch im Mutterleib an seinem Herzen operiert.

(Für alle Hardcore-Fans: Dr. Deluca führte in Staffel 14, Episode 22 die lebensrettende Operation durch.)

 

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Von dieser Szene beflügelt, begann Doaa zu recherchieren.

Und fand im 11.000 Kilometer weit entfernten US-Staat Ohio einen Kardiologen, der auf Anfrage sofort bereit war, Dooa und ihrem Mann Ali zu helfen.

So schnell wie möglich machten sich die beiden auf den Weg ins Congenital Heart Collaborative am Rainbow Babies & Children’s Hospital in Cleveland.

 

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Ob die OP das Baby retten würde? Das konnte ihnen niemand garantieren.

Doch es gelang tatsächlich, die kleine Nadine durch einen „fetalen Valvuloplastie-Eingriff“ zu retten. Die Ärzte führten mithilfe von Ultraschall eine winzige Nadel durch den Bauch der Mutter in das Herz des Fötus. Dort wird die festsitzende Herzklappe geöffnet und korrigiert.

20 Minuten dauerte die Operation. Für Dooa und Ali fühlten sich diese Minuten sicher an wie Ewigkeiten.

Doch tatsächlich: Heute lebt die kleine Nadine vollkommen gesund mit ihrer Familie in Kanada.

 

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Dieser „Erfolg“ kam auch dem Grey´s Anatomy-Cast zu Ohren.

Im Fernsehen hinterließen sie einen Gruß für ihren wohl größten Fan Dooa. Die konnte ihr Glück kaum fassen – zum zweiten Mal: „Als Greys Anatomy-Fan der ersten Stunde, hätte ich nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet, dass unsere Geschichten zusammenkommen und wir eines Tages von Dr. Deluca höchstpersönlich überrascht werden.“

 

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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