Lebertransplantation: „So hart musste mein Baby ums Überleben kämpfen“

Wenn das Baby endlich da ist, ist das Glück für uns Mamas perfekt. Eigentlich. Denn leider kommen nicht alle Kinder gesund zur Welt. Bei einigen sind es nur Kleinigkeiten, die nicht in Ordnung sind. Bei anderen steht das kleine Leben schon nach ein paar Tagen wieder auf dem Spiel. Sowie bei Maries* Sohn. Die Ärzte sagten der Neu-Mama nach wenigen Tagen, dass ihr Baby eine Lebertransplantation braucht, um zu überleben. Ihre dramatische Geschichte lest ihr hier:

Die Ärzte sagten mir, dass mein Sohn eine Lebertransplantation braucht

„Als mein Sohn 2018 auf die Welt kam, musste er schon mit zwei Tagen zum ersten Mal an seinem Zwölffingerdarm operiert werden. Während der OP stellte sich heraus, dass mein Kleiner mehrere Fehlbildungen hat, und das Schlimmste: Die Ärzte sagten, dass er eine neue Leber braucht.

Für mich ist eine Welt zusammengebrochen! Trotzdem habe ich nie aufgegeben und war immer für meinen Sohn da. In den ersten drei Monaten hat mein Mann uns im Krankenhaus auch unterstützt, dann hat er sich immer mehr distanziert. Neben der Sorge um meinen Sohn habe ich mich jetzt auch noch einsam gefühlt. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden und hatte das Gefühl, als hätte sich die ganze Welt gegen mich verschworen. Ich war einfach nur noch leer, bin oft in Tränen ausgebrochen und habe gedacht, dass ich das alles einfach nicht schaffe.

Meine Mama spendete einen Teil ihrer Leber

Aber für meinen Sohn habe ich weitergekämpft. Es war eine harte Zeit für uns beide. Am 5. Dezember 2018 bekam mein Sohn die dringend benötigte Lebertransplantation. Meine Mama hat ihm einen Teil ihrer Leber gespendet, und die OP ist gut verlaufen.

Müde Mama wünscht sich Auszeit

„Ich habe gedacht, ich schaffe das alles nicht.“
Symbolfoto: Bigstock

Meine Erleichterung hielt allerdings nicht lange an: Nach ein paar Tagen bekam ich abends gegen 21:30 Uhr einen Anruf aus dem Krankenhaus: Mein Sohn hatte eine Thrombose im Bauch und musste sofort notoperiert werden. Mein Noch-Ehemann und ich sind in die Klinik gefahren und haben unseren Kleinen bis zur Tür des OP-Saals begleitet.

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Nur eine zweite Lebertransplantation konnte meinen Sohn retten

Wieder habe ich diese Leere in mir gespürt, weil ich wahnsinnige Angst hatte, mein Kind zu verlieren. Ich bin dann wieder nach Hause gefahren, und um 2:20 Uhr kam der Anruf – die Thrombose konnte nicht entfernt werden. Als der Arzt sagte, dass mein Sohn wieder eine neue Leber bräuchte, habe ich mich gefühlt wie in einem schlechten Film. Die Ärzte sagten mir, dass ich mit dem Schlimmsten rechnen müsste. Aber ich konnte und wollte einfach nicht glauben, dass mein kleiner Schatz im Sterben lag.

Ich habe gehört, was der Arzt mir gesagt hat, aber ich wollte es nicht wahrhaben. Und tief in meinem Inneren sagte mir irgendetwas, dass mein Sohn es schaffen wird. Er hat spezielle Medikamente bekommen, die ihn am Leben hielten. Es war unglaublich hart, ihn so zu sehen, wie er da lag, im künstlichen Koma. Er war doch erst sechs Monate alt! Ich habe an seiner Seite gekämpft, ihm immer wieder Mut zugesprochen. Immer wieder habe ich zu ihm gesagt: „Du schaffst das! Du bist doch Mamis kleiner Kämpfer! Ich brauche dich und will dich nicht verlieren. Wir schaffen das zusammen!“

Maries Sohn brauchte eine zweite Lebertransplantation

Die zweite Lebertransplantation rettete dem Kleinen das Leben.
Symbolfoto: Bigstock

Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben – und dann passierte das Wunder

Am 18. Dezember wurde eine passende Leber für meinen Sohn gefunden und er konnte endlich operiert werden. Die Ärzte und auch die Familie, niemand konnte glauben, dass er es tatsächlich geschafft hat.

Heute geht es meinem Sohn gut. Er nimmt zu und braucht etwas länger als andere Kinder, aber wir haben Zeit. Man sollte einfach nie aufgeben im Leben – ganz egal, wie schwer es auch sein mag, und wie sehr man kämpfen muss.“

Liebe Marie, vielen Dank, dass Du Deine bewegende und auch mutmachende Geschichte mit uns geteilt hast. Wir wünschen Dir und Deinem kleinen Kämpfer alles Gute!

*richtiger Name ist der Redaktion bekannt

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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