Kreißsaal zu voll: Kind stirbt im Bauch der Mutter

Manchmal gibt es Meldungen, die sind so furchtbar, dass einem beim Lesen direkt die Tränen kommen. In einer Hamburger Klinik erlebte eine Schwangere am Wochenende einen absoluten Alptraum, wie die Hamburger Morgenpost berichtet: Weil der Kreißsaal zu voll und das Personal unterbesetzt war, ist ihr kleiner Junge kurz vor der Geburt in ihrem Bauch gestorben. Und das, obwohl die Schwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt völlig normal verlaufen ist, und das Baby gesund war.

Zwei Fehlgeburten mussten Neslihan Kasap und ihrem Mann schon erleben. Umso mehr haben sich die beiden gefreut, dass bei der dritten Schwangerschaft alles in Ordnung war. Sie verlief ganz normal, und der kleine Junge war gesund. Wie alle werdenden Eltern konnten es die beiden kaum erwarten, ihr Baby endlich in den Armen zu halten.

„Sie wurden im Kreißsaal völlig allein gelassen

Am errechneten Termin fuhren Neslihan und ihr Mann am Freitag ins Hamburger Marienkrankenhaus, wurden aber wieder nach Hause geschickt, weil es noch nicht so weit war. In der Nacht platzte dann die Fruchtblase, Neslihan Mann rief in der Klinik an und gab Bescheid, dass sie sich auf den Weg machen.

Beim ersten CTG war alles normal, es gab keine Auffälligkeiten. Um 7 Uhr morgens wurde Neslihan in den Kreißsaal verlegt. Begleitet wurde sie von ihrem Mann und ihrer Mutter, eine Ärztin oder Hebamme war nicht dabei. „Sie wurden völlig allein gelassen. Niemand kam, um mal nachzusehen, ob alles in Ordnung ist“, sagt Aygül Yilmaz, Neslihans Schwester.

Auch beim nächsten CTG zwei Stunden später waren die Werte des Babys in Ordnung. Bis zum dritten CTG um 12 Uhr mittags waren die drei wieder allein im Kreißsaal, auch diesmal zeigte der Wehenschreiber keine Auffälligkeiten.

Schwangere mit Babybauch

Neslihan Schwangerschaft war gut verlaufen, die werdende Mama freute sich auf ihr Baby.
Symbolfoto: Bigstock

Kreißsaal voll: Trotz Problemen wurde eine andere Geburt vorgezogen

Wenig später bekam Neshilan plötzlich Blutungen. Sie spürte Bewegungen, die ihr komisch vorkamen, und die Wehen wurden so stark, dass sie sie fast nicht mehr aushalten konnte. Laut ihrer Schwester ist ihr Mann mehrmals zu den Schwestern gelaufen und hat um Hilfe gebeten. Aber es passierte – nichts. Ganz im Gegenteil: Um 14:45 Uhr soll sogar noch eine andere Geburt vorgezogen worden sein, Neslihan musste den Kreißsaal wieder verlassen!

„Die Station war total überfüllt und es gab zu wenig Personal, um die Gebärenden angemessen zu betreuen“, erzählt die geschockte Aygül. „Meine Schwester wurde in ein normales Zimmer verlegt, wo sie sich vor Schmerzen nur noch gekrümmt hat.“

Das CTG zeigte keine Herztöne mehr

Erst um 16 Uhr wurde das nächste CTG geschrieben, und die Eltern erlebten den absoluten Alptraum: Es waren keine Herztöne des Babys mehr zu hören. Erst jetzt reagierten die Ärzte, ordneten einen Notkaiserschnitt an. Aber es war zu spät: Der kleine Junge war im Bauch seiner Mutter gestorben.
Die Hebamme wickelte ihn in ein Handtuch und legte ihn neben die geschockte Mutter. Aygül Yilmaz erzählt, dass das Baby ganz lila gewesen sei. „Meine Schwester kriegt dieses Bild gar nicht mehr aus dem Kopf.“ Neslihan und ihrem Mann gehe es sehr, sehr schlecht.

Klinik will nichts dazu sagen

Das Hamburger Marienkrankenhaus will aktuell übrigens nichts zu dem Vorfall sagen: „Unabhängig von allen Einzelfragen möchten wir den Eltern unser tiefes Mitgefühl aussprechen“, so der Sprecher des Krankenhauses. „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir Presseanfragen aktuell nicht beantworten können. Derzeit werden alle relevanten Vorgänge intern sorgfältig überprüft, da wir sehr an einer Aufklärung interessiert sind.“

Wir möchten den trauernden Eltern an dieser Stelle unser tiefes Mitgefühl aussprechen. Es kann sich wohl niemand vorstellen, was sie gerade durchmachen müssen.

Habt ihr auch die Erfahrung gemacht, dass die Kreißsäle zu überfüllt sind oder das Personal zu überlastet ist? Oder war bei euch alles in Ordnung?

Wiebke Tegtmeyer
Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Nach meinem Bachelor in Medienkultur an der Uni Hamburg, einem Volontariat zur Online-Redakteurin und einigen Jahren Erfahrung als (SEO-)Texterin bin ich nach meiner zweiten Elternzeit bei Echte Mamas gelandet. Hier kann ich als SEO-Redakteurin meine Leidenschaft für Texte ausleben, und auch mein Herzensthema Social Media kommt nicht zu kurz. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung von der Schwangerschaft über die Stillzeit bis hin zum Babybrei beschäftigt. Und wenn ihr auf der Suche nach einem Vornamen für euer Baby seid, kann ich euch garantiert passende Vorschläge liefern. Außerdem nutze ich die Bastel-Erfahrungen mit meinen beiden Kindern für einfache DIY-Anleitungen. Wenn der ganz normale Alltags-Wahnsinn als 2-fach Mama mich gerade mal nicht im Griff hat, fotografiere ich gern, gehe meiner Leidenschaft für Konzerte nach oder bin im Volksparkstadion zu finden.

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Linda
Linda
Antworten  *Sonne*
3 Monate zuvor

Wow Danke!!!

Es ist so wichtig, dass wie Frauen darüber sprrchen, was uns in den Kreissäälen im ach so fortschrittlichen Deutschland mit seun3m Vorzeigegesundheitssystem angetan wird und das um 21. Jahrhundert!

Es traumatisiert uns ein Leben lang, noch Jahre später fühlt man sich wie zurückversetzt in die ausgelieferten, beschämrnden und verletzenden Momente.

Ich bin sehr dankbar, dass dein erstes Kind überlebt hat und gesund ist! Das freit mich sehr für euch!

Linda
Linda
3 Monate zuvor

Unser Kreissaal in Freiburg 2ar vor fünf Jahren überfüllt. Vier Gebährende in der Austreibungsphase in drei Kreissäälen. Ich musste unter Wehen dreimalig den Raum wechseln.

Ich sende Neslihan und ihrem Mann aus tiefstem Herzen unendlich viel Kraft und ganz viel Liebe!!!
Die Geburtshilfe ist ein völlig vernachlässigter Klinikbereich mit unzureichend ausgwbildetem Personal. Und einer absolut nicht nachvollziehbaren Verpönung von Hausgeburtshebammen.

Ich kenne in D keine Frau die eine schlimme Hausgeburt hatte und leider keine die nicht eine traumatisierende Klinikgeburt hatte.

Vany
Vany
8 Monate zuvor

Ich wurde auch stundenlang komplett alleine gelassen November 20. Es war die Hölle! Zudem durfte der Mann ja erst ab Kreißsaal dabei sein. Mir wäre es so viel besser gegangen, wäre ich bei ihm auf dem Flur geblieben!

Es ist eine absolute Katastrophe, was hier überall abgeht! Wann wacht die Regierung endlich auf? Wenn die Kinder alle verrecken, weil es keine Geburtsstationen und keine Antibiotika mehr gibt und die Kassen komplett leer sind, weil keine Steuerzahler mehr da sind? Die denken alle sehr kurzsichtig. Echt traurig

Vera Carlotta
Vera Carlotta
11 Monate zuvor

Ja haben wir, wir haben eine private Hebamme, die unsere Tochter unser 2. Kind gesund und munter auf die Welt half.
Unser Sohn wurde im Krankenhaus geboren, schon da war Personal Not.

Sandra
Sandra
Antworten  *Sonne*
11 Monate zuvor

Liebe Sonne, es tut mir so, soooo leid, was du erleben musstest. Ich bekam Gaensehaut beim lesen. Du bist eine so starke und kluge Frau, darauf kannst du mega stolz sein! Deine Intuition hat einfach immer gestimmt! Dich wird so schnell nichts umhauen. Alles, alles Liebe für dich und deine Familie! Ganz liebe Grüße, Sandra

Sarah
Sarah
1 Jahr zuvor

Ich bin grundsätzlich absolut kein Freund von Krankenhäusern. Ich esse dort wenig bis gar nichts, mir wird dort oft völlig unnötig schlecht und ich fühle mich im Allgemeinen unwohl.
Aus dem Grund hatte ich eine Hausgeburt. Und es war Klasse. 1:1 Betreuung, gewohnte Umgebung, Geburtspositionen nach meinem Wunsch, hatte -trotz Corona-Maßnahmen – meinen Mann und meine Mutter dabei. Sonst nur die Hebamme, die ich in meiner Schwangerschaft kennengelernt habe.
Habe mich so geborgen gefühlt, es war fast romantisch.
Alles ohne Medikamente, Brauch man gar nicht wenn man sich frei bewegen und auch Mal ein Bad nehmen kann.
Würde ich jeder Frau empfehlen, bei der es medizinisch möglich ist.

Saby
Saby
Antworten  *Sonne*
1 Jahr zuvor

Wow ein echt schockierendes Erlebnis. Deine Geschichte hat mich total mitgerissen. Toll das du doch noch alles so gut überstanden hast und es dich hat wachsen lassen!

Jessica
Jessica
1 Jahr zuvor

Meine Tochter wurde 34+0 SSW ohne Vorwarnung geboren,ich kam mit den Krankenwagen weil die Fruchtblase geplatzt war, es war mein erstes Kind und ich war total überfordert mit der Situation. Ich wurde behandelt als würde ich ein reifes Kind gebären.
Der Vater wurde nach Hause geschickt…dauert noch.
Und ich war allein, sehr oft und sehr lange.
Schwestern sah ich nur ganz kurz.
Die mich zb in den Kreissaal brachten am wehenschreiber anschlossen…ich wurde mit 9 cm in den Kreissaal gebracht, trotzdem hielt es niemand für nötig bei mir zu bleiben. Als dan die Presswehen kamen hatte ich Todesangst, ich wollte nicht pressen, es ist zu früh, es fühlte sich nicht richtig an.
An Ärzte kann ich mich nur erinnern als sie unter der Geburt mâckerten ,nicht noch ein Dammriss.
Ich freute mich nicht über mein Kind ,ich dachte nur .. Gott stinkt die.
Dafür wurde sie mir weg genommen und ohne einen Ton mitgenommen.
Darüber daß sie auf die neo kommt ,und wie lange ect
Bin heute hat meine Mutter eine bessere Bindung zu meinen Kind
Meine liebe wurde überschattet von Angst und Überforderung

Ellamama
Ellamama
1 Jahr zuvor

Liebe *Sonne*, deine Erfahrungen wie du sie hier schilderst machen mich so traurig! Ich bin fassungslos wie schlecht Frauen behandelt werden, unter Schwangerschaft, während und nach der Geburt! Man fühlt sich da einfach so machtlos, weil man ja so wie so schon in so einer sensiblen Lage ist und ist den Launen der Menschen die einem da durch helfen sollen ausgesetzt. Ich bin froh, dass du es trotzdem nochmal versucht hast und schönere Erfahrungen machen durftest.

Mandy
Mandy
1 Jahr zuvor

Ich habe auch keine schönen Erfahrungen gemacht mit dem Marienkrankenhaus🥹

Henrjette
Henrjette
1 Jahr zuvor

Echt gut gemacht, dass Sie das einmal alles aufgeschrieben haben und öffentlich gemacht haben.
Da haben Sie sehr viel durchgemacht und ausgehalten und dann sogar noch weitere Kinder bekommen!
Hut ab!

Desi
Desi
Antworten  *Sonne*
1 Jahr zuvor

Liebe Sonne,deine Geschichte hat mich zutiefst berührt. ich möchte dir sagen, wie unendlich leid es mir tut, dass du an so einem wichtigen Tag so vielen Menschen begegnet bist, die es nicht gut mit dir meinten und dich nicht ernst genommen und abgewertet haben.
Umso mehr freut es mich, dass dich deine furchtbare Erfahrung nicht davon abgehalten hat, noch anderen Kindern das Leben zu
schenken. Du bist eine starke Frau und hast meinen allergrößten Respekt!

Alles Liebe
Desi (seit 2 Wochen Mama von Schlumpf Nr. 2)

*Sonne*
*Sonne*
1 Jahr zuvor

Als ich mit 17 Jahren erfuhr dass ich schwanger bin , hatte ich keine Angst davor wie mein Leben mit Kind sein wird, oder das ich meine Jugend verpasse sondern ich hatte Angst vor der Geburt.
Da ich keine Bekannten in meinem Alter hatte die schon ein Kind bekommen haben , versuchte ich mich durch Bücher wälzen zu erfahren womit ich bei der Geburt rechnen muss.
Da noch das aber nicht schlauer machte fragte ich halt die ältere Generation wir schmerzhaft ich mir das vorstellen muss , wie der Ablauf ist usw leider bekam ich immer nur zur Antwort “ was rein geht , kommt auch raus“ , “ es ist noch keins drin geblieben“ , “ Ich bin 2 Stunden später wieder zur Arbeit“, usw… Aber keine Erzählung wie es sich angefühlt hat, welches Gefühl es ausgelöst hat als das Baby da war ( OTon meiner Mutter…Alle Neugeborenen sehen erstmal aus wie ein Pfund Gehacktes, da ist nix schönes dran)

Der Geburtsvorbereitungskurs würde mir mehrfach als reine Geldmacherei erklärt und das dieses „rumgehechel“ genauso gut beim Spülen geübt werden könnte wobei das eh nur eine Modeerscheinung aus dem Fernsehen wäre und Schwachsinn sei.

Also meldete ich mich zu keinem Kurs an, und wartete auf Tag X

Als ich im etwa 7 Monat dem Arzt sagte das ich enorme Schmerzen auf der rechten Rippenhälfte hätte seitdem mein Baby sich scheinbar im Bauch in queerlage gestreckt hat, meinte er dass du normal und ich wäre schon arg empfindlich, und das ich da wohl durch müsse. Also riss ich mich zusammen wenn ich zur Toilette ging, wenn ich mich hinlegte, wenn ich mich umdrehen oder aufstehen wollte. Ich hätte bei fast jeder minimalen Bewegung heulen können, und Verstand nicht wie andere das aushalten und warum ich so wehleidig bin.
Egal wie groß der Schmerz war , ich sagte nichts, weil es mir peinlich war so ein Jammerlappen zu sein.

Als ich 4 Tage vor Termin Wehen bekam und mich am Kreißsaal meldete mit den Worten das die Wehen im Abstand von 4 Minuten kommen, lächelte die Hebamme merkwürdig herablassend und meinte das ich erstmal in den CTGRaum soll und warten soll bis sie käme.
Als der Kindspapa nach etwas über einer halben Stunde nach ihr suchte um ihr zu sagen das die Abstände auf einmal sehr unregelmäßig wären aber die Wehen von der Intensität schlimmer wären, meinte sie , das sie es schon am der Tür gewusst hätte dass ich die 4 Minuten nur ausgedacht hätte und ich nicht meinen sollte das es schneller geht , nur weil ich Aufmerksamkeit auf mich lenken würde. Nachdem sie ziemlich grob bei halb angezogener Hose meinen Muttermund untersuchte, meinte sie ich sollte auf Station gehen und in 2 Stunden zum CTG kommen.
Gesagt…getan… Und wieder ins Zimmer geschickt mit den Worten, das sich die Wehen noch nicht so stark anfühlen könnten wir ich es ihr weismachen wollte, und das es mindestens noch 12 Stunden dauern würde bis man von richtiger Wehentätigkeit sprechen könnte.

Etwa eine Stunde später, bin ich nochmal hin und sagte ihr dass ich Schmerzen habe (auch in den Rippen bei den Wehen, schlimmer als beim umdrehen etc)
kam sie mit einem Einlauf, den ich bekam, weil ich wahrscheinlich eine Verstopfung mit Wehen verwechseln würde und der eh vor der Geburt sein müsse, und sie den jetzt verabreicht, damit ich beschäftigt bin und nicht aus lauter Langeweile dauernd vorm Kreissaal auftauchen würde.
Es würde wie vorher erklärt noch viele Stunden dauern und mein Muttermund wäre auch erst 5cm offen.

Ich fühlte mich wie eine jämmerliche Versagerin, und fragte mich wie ich das alles durchstehen soll, wenn ich jetzt schon an Ende war.

Dem Kindspapa erklärte man er würde angerufen wenn ich so weit wäre, und das er ruhig nach Hause fahren sollte, und er sich keine Gedanken machen muss, weil das mit der Geburt in dieser Nacht eh nix würde.
Er sagte dass er mich entscheiden lässt ob ich ihn brauche oder nicht, aber weil ich nicht schon wieder das Weichei sein wollte, sagte ich ihm das ich klar käme und er ruhig fahren sollte, das er ja in der Nacht eh nix für mich tun könnte.

Er war weg, und ich musste in mein Zimmer mich ins Bett legen, obwohl ich lieber irgendwo gestanden hätte, weil ich dir wegen erträglicher fand als im liegen, aber ich sollte halt nicht rum zicken, schließlich hätte die Hebamme genug Ahnung was gut ist für eine Geburt, und was nicht.

Also folgte ich brav den Anweisungen und fing an Hass auf mich selbst zu entwickeln, weil ich mich lächerlich machte mit meinem gejammer.
So lag ich dann weitere 2 Stunden im Bett und versuchte jede Wehe lautlos vorbei gehen zu lassen. Zwar hatte ich das Gefühl dass die Wehen mit immer weniger Zeit zum Luftholen ließen, aber das bildete ich mir bestimmt nur ein, weil ich mich drauf konzentrierte, schließlich war es erst kurz nach Mitternacht und die Hebamme sagte dass es bis morgens gegen 7 dauern würde bis ich das nächste Mal ans CTG und eventuell in den Kreißsaal könnte.

Irgendwann schnelle eine ältere Dame die auf meinem Zimmer war nach der Schwester. Als diese das Zimmer betrat sagte die Frau zu ihr das es Zeit würde mich in den Kreissaal zu bringen, da ich ansonsten das Kind im Zimmer bekommen würde, und sie nicht mehr ruhig bleiben könnte, weil es eine Frechheit wäre das man mich wieder aufs Zimmer geschickt hätte. ( Sie hatte ja mitbekommen wie mein Aufenthalt bisher verlaufen war.)

Die Schwester rief darauf hin die Hebamme zu mir, damit diese erstmal den Muttermund kontrolliert, und mir eventuell etwas Paracetamol genehmigt, damit ich ruhiger werde und die fahren im Zimmer dann schlagen könnten.

Na toll, ich war wohl doch nicht lautlos bei den Wehen und die Dame könnte wegen mir nicht schlafen. Was war ich doch für eine jämmerliche Erscheinung.

Die genervte Hebamme mache auch nicht Mal die Mühe meinem Slip ein Stück runter zu ziehen, sie schob mit rollenden Augen meinen Slip zur Seite, grätschte mitten in der Wehe gefühlt ihre Hand bis zum Anschlag in mich hinein, und …. Wurde ganz schnell… Ich wurde mit dem Bett in den Kreissaal neben das Geburtsbett geschoben und sollte möglichst liegend hinüber rutschen.

Sie verkabelte mich mit CTG und ging mit dem Worten das sie meinen Mann anrufen würde.

Der war Recht schnell da, und Verstand genauso wenig wie ich was genau los war , das ich auf einmal doch schnell in den Kreißsaal sollte.

Meine Panik wuchs und schlug mir auf den Magen. In der Sekunde als ich sagte dass mir schlecht wird, ko**te ich im hohen Bogen den Kreissaal voll.

Mein Mann rief sofort nach der Hebamme und sagte ihr was passiert sei, worauf hin sie mich regelrecht anschrie warum ich nicht eher was gesagt hätte, und das sie auch noch andere Dinge zu erledigen hätte als den Fußboden zu wischen und sie es eine Frechheit findet das ich noch nicht Mal versucht hätte es zurück zu halten.

Bähm, das hatte gesessen. Ich war so schockiert und mittlerweile seelisch am Boden, das meine Wehen auf einmal weg waren. Es kann keine mehr und laut Hebamme war das meine Schuld, weil ich mit hängen und würgen erreichen wollte das ich bemittleidet werde und im Mittelpunkt stehe.

Wieder tastete sie nach dem Muttermund, allerdings ganz sanft, und ranzte mich an, das ich mich nicht so verkrampften soll bei der Untersuchung. Dieses passierte aber automatisch nachdem sie die ersten Male grob und schmerzhaft in mir rumgewühlt hat. Woher sollte ich wissen dass sie es diesmal vorsichtig macht? Wiedermal mein Fehler…

Als sie fertig gemeckert hatte zog sie sich zügig die Handschuhe aus und rief den Arzt an, das er sofort kommen sollte.
Unsere Frage was los sei wurde komplett überhört und sie ließ und alleine um im Zimmer nebenan Papiere aus zu füllen.
Es dauerte eine gefühlte ewigkeit bis der Arzt kann und zwischenzeitlich hatten auch die Wehen wieder eingesetzt.
Der Arzt kam, schaute aufs CTG, rüttelte an meinem Bauch und forderte mich auf meinen Kopf auf die Brust zu legen und meinem oberKörper Richtung Beine zu schieben, die Blitzartig in die Beinablagen gehoben wurden von ihm und der Hebamme. Ich sollte passen wenn er das Startzeichen gab, aber weil ich in dieser Position heftigste Schmerzen in der Rippengegend hatte und deswegen meinem Oberkörper reflexartig aufrichtete, kann er deutlich neben mich und drückte meinem Oberkörper mit aller Gewalt in Richtung Knie.
Ich bekam kaum Luft, schrie vor Rippenschmerz und wurde ohnmächtig.
Als ich wieder zu mir kam lag der Arzt auf meinem Bauch und versuchte das Baby Richtung Ausgang zu schieben , während die Hebamme zum Dammschnitt ansetzte und ein weiterer Arzt direkt nach dem Schnitt die Saugglocke ansetzte und meinen Sohn so auf die Welt holte.
Mein Mann saß geschockt neben mir und sagte immer wieder ..er ist ganz blau, er ist ganz blau…
Während man meinen Bauch durchknetete damit die Plazenta sich endlich auf dem Weg macht, legte der eine Arzt schon die Betäubung wegen der Naht vom Dammschnitt zurecht, und betäubte direkt als die Plazenta raus war. Er wartete nicht mal 1 Minute und fing an zu nähen. Als ich zuckte, als die Nadel einstach meinte er das ich das gar nicht stören könnte, weil er es betäubt hätte, aber ich sagte ihm bei jedem Stich das ich es merke.
Seine Antwort… Egal ob Taub oder nicht, die Hälfte hätte ich geschafft, und den Rest würde ich ja wohl auch noch aushalten. Es wäre Blödsinn jetzt nochmal nach zu spritzen.

Nachdem ich versorgt war und mein Baby endlich kennen lernen durfte schlief ich in dieser Nacht wie ein Stein, aber wurde irgendwann durch einen heftigen Schmerz in den Rippen geweckt.
Morgens bei der Visite erzählte ich dies der diensthabenden Ärztin, die mich genauer untersuchte und feststellte das ich zwei gebrochene Rippen hatte.
Der eine stammt aus der Schwangerschaft, den hat mir wohl mein Sohn zugefügt. Soetwas passiert wohl sehr, sehr selten klärte man mich auf und der andere könnte entstanden sein als der Arzt mich so zusammen quetschte bis ich Ohnmächtig wurde.
Ob er tatsächlich daher kommt oder vielleicht schon 2 Stunden vorher entstand ist nicht nachvollziehbar und deswegen auch nicht dem Arzt nach zu weisen.
Fest steht nur, das der andere Bruch älter ist, da man schon die ersten heilungsmerkmale erkennen konnte.

Tja was soll ich sagen, ich bin trotz allem noch drei mal Mutter geworden. Kind 2 kann im selben Krankenhaus zur Welt, aber mit netter Betreuung. Kind 3+4 in der neuen Geburtsklinik , in wundervoller Atmosphäre und netten sowie liebevoll umsorgenden Hebammen.

Ob ich das Trauma der ersten Geburt überwunden habe? Ich denke dass man soetwas nur überwinden und vergessen kann.

Warum ich trotzdem wieder schwanger wurde?
Weil ich wußte, das nicht ich ein Jammerlappen war, sondern leider auf die falschen Menschen traf und wußte, das ich bitte wieder einfach still bin, sondern darauf bestehen ernst genommen zu werden.

Ein verdammt länger Text zu und ich weiß nicht ob ihn je jemand lesen wird, aber in mir hat es ein Stück zerstörte Seele geheilt.
Es ist das erste Mal dass ich die ganze Geschichte erzählt habe.
Und es tut gut die getan zu haben.

Für alle die es bis hier hin geschafft haben…. Ein gesundes langes Leben und immer einen Menschen an eurer Seite der euch hört!

Michaela
Michaela
2 Jahre zuvor

Ich hatte 5 Schwangerschaften und statt 6 Kinder nur 3 an der Hand.
Meine Zwillinge damals hatten keine Überlebenschance in der 10 ssw und ich musste sie schweren Herzens gehen lassen.
Aber meine Tochter 2021 ich glaube einfach das es niemals hätte soweit kommen sollen.
2009 bekam ich meine Tochter – ich bekam bei 40+4 was zum Wehenauslösen darauf folgenden Tage voller Schmerzen aber sonst nix. Bei 41 wieder ins KH wieder Einleitung und dann Wehenstürme.
Nach fast 24 Stunden Wehen war die Maus dann da und ich wurde ohne Einverständnis geschnitten und musste genäht werden.
Danach wurde ich nur noch engepammt das ich zu dumm sei zum richtigen Stillen und hab mich dann selbst entlassen.
2010 verlor ich meine Zwillinge an FFTS.
Wurde darauf schnell wieder schwanger ( war immer eine entspannte Schwangere die noch gerne bis zur Frist vollzeit Arbeiten gegangen ist)mit Püppi Nr.2 bei 40 +4 sie in Querlage gedreht ab ins KH mit Hoffnung Facharzt könnte sofort eine äußere Wendung vollziehen. Naja der Arzt wollte erst Golf fertig spielen 5 Stunden später als er dann da war lag Püppi mit dem Po nach unten.
Mittlerweile wusste man das ich keine eigenen Wehen entwickeln kann und riet mir aufgrund der Ausgangssituation zum KS.
Ich weiß nichts mehr davon, denn ich kollabierte auf dem Tich durch einen anaphylaktischen Schock aufgrund einer Allergie gegen ein Mittel gegen Übelkeit zuvor.
2015 wurde ich nach langen Versuchen wieder schwanger diesmal auf alles vorbereitet wollte dennoch versuchen meinen Sohn normal zur Welt zu bringen.
Nichts zu machen nach 5 Tagen gaben die Ärzte auf Geburtsstillstand.
Aber ich hatte einen Nlasensprung und grünes Fruchtwasser also KS.
Tja ich spürte die Schnitte und die gaben mirdo starkes Zeug das ich komplett weg war – de wurden hektisch und mein Mann musste denn Kreißsaal sofort verlassen.
Trotz zig US selbst in 3 D hatte kein Arzt erkannt das mein Sohn die Nabelschnur 4 mal um denn Hals hatte und dazu hatte er noch einen Knoten in der Nabelschnur.
Er hätte ebe normale Geburt wohl niemals überlebt und ich wahrscheinlich auch nicht.
Unerwartet wurde ich Ende 2020 nochmal mit meiner dritten Püppi schwanger nach anfänglicher Skepsis wurde ich optimistisch und mein FA war voll zufrieden mit der Entwicklung.
Zu der Zeit hat ich enorme Probleme mit meinem alten Arbeitgeber und Sodbrennen des Grauens – mein Kreislauf machte sich oft selbstständig. Mitten in der Corona Pandemie.Ich bekam im Mai eine Novovirus Infektion und mir ging es so schlecht aber ich dürfte weder das KH noch denn FA betreten weil man Angst hatte ich könne die anderen anstecken.
Zu der Zeit war mein Blutdruck kaum noch durch Medikamente zu kontrollieren und ich war voller Wassereinlagrungen.
2 Wochen später war ich wieder gesund ( in der 27+4 ssw) und mein nächster FA Termin war dran – so schnell war ich noch nie im Krankenhaus wie an diesem Tag.
Präeklampsie aber man tat nichts außer Blutdruck messen, Ctg, Urin kontrollieren, Tabletten erhöhen und wiegen.
Draußen waren es mittlerweile Juni und unerträglich warm in dem alten Krankenhaus. Meine Bettnachbarin schnarcht die ganze Nacht lang, es ab kein funktionierendes Internet in dem ganzen Haus, der Hubschauber Landesplatz die vor dem Fenster und nur die Worte sie müssen nun im Krankenhaus bleiben.
In der Hoffnung wir schaffen es is zu 32 besser bis zur 34 oder gar 36 Woche.
Ich war am Ende meiner Kräfte niemandem interessierte sich für mich und das ich einfach nur fix und fertig war.3 Tage nach Ankunft ist meine kleine Püppi im Bauch über Nacht für immer eingeschlafen.
Ich verlangte noch am selben Tag denn Ks man musste mich während der OP in Vollnarkose legen was man vorher mir verweigert hatte ( Vollnarkose) die Spinalanesthäse konnte nicht richtig gelegt werden deswegen ( ich war so am zittern fast nackt, aufgelöst und am Ende meiner Kräfte noch für ne SA still halten) .
Ich lag danach noch 5 Tage im Krankenhaus wo sich kein Schwein um mich gesichert hat ich war einfach nur eine von vielen Patienten und wegen der angeblichen Corona Regeln dort dürfte weder die Sternenfotografie zu uns noch meine anderen Kinder um sich von ihrer Schwester verabschieden zu können.
Nur eine junge Schwester in Ausbildung war für mich da die anderen nur damit müssen nun versuchen zu leben.
Ich bin innerlich zerbrochen seid diesem Moment es ist nun fast 1 Jahr her und ich habe davon Traumen erlitten, eine Angstneurose, Ptbs und ich vermisse meine Tochter so sehr.
Und diese eine bescheuerte Ärztin zu mir nur so Na wenn ich gewusst hätte wie schlimm es ist hätten sie wir gleich geholt und der andere Typ von Art ne das Lebt nicht mehr wollen sie heute noch denn Ks oder morgen suchen sie aus.
Ich könnte nochmal schwanger werden meint mein FA aber nur als Risiko und noch warten aber ich weiß bis jetzt immer noch nicht ob ich das nochmal kann und ich denke ständig ich kann doch nicht einfach meine Tochter ersetzen.
Mein FA möchte mich Ach nicht bei der Klage gegen meinen alten Arbeitgeber unterstützen da ich vermute das dieser enorme Stress meine Präeklampsie ausgelöst hat.

Katrin
Katrin
2 Jahre zuvor

Das tut mir so leid für euch, mir sind echt die Tränen gekommen bei manchen Kommentaren. Wünsche allen, alles Gute für die Zukunft und nie wieder ähnliche Dinge.

Naz
Naz
2 Jahre zuvor

Mir tut das so leid ich wünsche den Eltern die so etwas durchmachen müssen viel Kraft! Ich weiß nicht wie ich das verkraftet hätte.

Ich habe zum Glück eine sehr gute Betreuung im Krankenhaus Dachau- Frauenklinik gehabt. Bei mir bestand der Verdacht einer Schwangerschaftsvergiftung. Während der Schwangerschaft habe ich viel Ödeme und sehr hohen Blutdruck bekommen, als dann auch zum Ende der Schwangerschaft der Urin sehr viel Eiweiß hatte und der Blutdruck mit Tabletten nicht mehr runter ging musste die Einleitung in der 39. Woche gemacht werden, ich habe keine Wehen bekommen. Am nächsten Tag gleich in der Früh wurde wieder Blut abgenommen zwei Stunden später kam die Oberärztin und meinte ich solle sofort meinen Mann anrufen wir müssen in den OP das Kind muss sofort geholt werden die Blutwerte seien sehr schlecht geworden. Leider aufgrund von corona durfte mein Mann nur zur Geburt im Krankenhaus Anwesend sein. Ich wurde sofort vorbereitet und in den OP gebracht eine Vollnarkose musste gemacht werden, da die Werte so schlecht waren, dass die Narkoseärztin mir gesagt hat sie kann es nicht verantworten wenn da was passiert daher keine Spiralanästesie. Ich kann nicht sagen was für eine Angst ich um mein Kind hatte ich habe so sehr gebetet, dass sie es schaffen soll falls es einer sein soll dann sie. Ich wollte nicht aus dieser Narkose sonst aufwachen.

Nachdem ich aufwachte erfuhr ich das alles gut war zum glück und natürlich war meine erste frage wie es meiner Tochter ging, sie wurde gleich zu ihrem Vater ins Kreißsaal gebracht, da ich sie leider nicht empfangen konnte.

Sandy
Sandy
2 Jahre zuvor

Ich habe vor 7 Monaten mein erstes Kind bekommen. Es begann mit einem plötzlichen Blasensprung zu Hause, 3 Wochen vor ET. Wir fuhren ins Krankenhaus, wo wir unglaublich lieb von einer Hebamme aufgenommen wurden. Wir sollten abwarten ob die Wehen einsetzen, was leider nicht passierte. Somit bekam ich nach 6 Stunden ein wehenförderndes Medikament. Ganz plötzlich setzten Wehenstürme ein, ich konnte nicht mehr veratmen, bekam kaum noch Luft und meine Werte gingen unter die Decke. Die Wehen dauerten bis zu 20 Minuten ohne Pause, dann 1 Minute Pause und wieder 20 Minuten Wehe. Der Wehenschreiber konnte die Stärke der Wehen nicht mehr darstellen. Als endlich eine Hebamme kam (eine andere als vorher) nach der wir zuvor fast 1 Stunde lang geklingelt und gerufen hatten, gab sie mir einen Wehenhemmer, einfach so, ohne etwas zu sagen. Wir stellten es fest, als mein Mann das Medikament googelte, welches sie mir angehängt hatte. Und dann waren die Wehen weg. Komplett.
Später erfuhr ich, dass eigentlich in dem Moment in dem die Wehenstürme einsetzten, sofort ein Not KS hätte gemacht werden müssen um mein Kind und mich nicht zu gefährden.
Wieder wurden wir alleine gelassen, fragten immer wieder, ob das so richtig sei, bekamen keine Antwort. Nachdem ich bestimmt 4 Stunden lang keine einzige Wehe gehabt hatte, begann ich plötzlich unkontrolliert zu bluten. Das Blut lief mir an den Beinen hinab, ich zitterte am ganzen Körper und wurde zwischenzeitlich bewusstlos. Endlich wurden wir von den Hebammen beachtet. Ergebnis: MuMu geöffnet, aber der Kopf noch zu weit oben und kaum Presswehen. Das CTG zeigte nur noch schwache Herztöne, das Kind war in Gefahr.
Also wurde eine sofortige Geburt veranlasst, für einen KS war es zu spät, das hätte zu lange gedauert. Ohne große Erklärung wurde die Geburtszange geholt, ich musste immer weiter pressen, ohne Presswehen, man schrie mich an, wenn ich meinen Sohn nicht in den nächsten Minuten zur Welt brächte, würde er sterben und endlich bekam die Ärztin (die in Jeans aus dem Bett von zu Hause geholt wurde) den Kopf meines Sohnes zu fassen und zog ihn, unterstützt durch mein Pressen, ziemlich brutal mit der Zange heraus. Er war blau als er zur Welt kam, schrie nicht und atmete nur schwach. Trotzdem wurden wir (nachdem ich über 1 Stunde genäht und versorgt werden musste) auf die Station verlegt. Ich sprach die Schwestern mehrfach an, dass mit meinem Kind etwas nicht stimmen könnte, weil er so komisch atmete, aber wurde immer eher belächelt und als übervorsichtige Erstlingsmutter abgestempelt. Erst etwa 12 Stunden nach seiner Geburt kam endlich eine Kinderkrankenschwester, welche den Ernst der Lage erschloss und wieder ging plötzlich alles ganz schnell, seine Verlegung mit Blaulicht in die Kinderklinik, während ich noch dort bleiben und auf meine Papiere warten musste. Mir wurde erzählt, mein Sohn käme auf die Intensivstation und müsse beatmet werden.
Als das Notfall Team meinen Sohn verkabelt und mit Schläuchen übersäht im Inkubator weg brachte und ich ihm nur hinterher sehen konnte und nicht wusste in welcher Verfassung ich ihn wieder sehen würde und ob er überhaupt noch leben würde, brach ich mitten im Flur zusammen und weinte. Ich wurde von allen Schwestern ignoriert, bis eine Frau aus der Verwaltung mich „fand“, fragte was passiert sei und im Schwesternzimmer lautstark herum brüllte wie es sein könne, dass dort alle Kaffee tränken , während draußen im Flur eine frisch gebackene Mutter zusammen geklappt war. Daraufhin bequemte sich eine Schwester, mich in mein Zimmer zu bringen und mir ein Glas Wasser zu holen.
Als ich endlich 4 Stunden später selbst in der Kinderklinik ankam (Nachdem ich mich selbst entlassen hatte), stellte sich die Geschichte mit der Beatmung als Quatsch heraus, es ging ihm zwar sehr schlecht, aber er lag auf der Kinderstation, zwar mit Überwachungskabeln übersäht, aber er atmete selbstständig.
In den ersten Nächten in der Klinik wurde ich darauf vorbereitet , dass mein Sohn reanimationspflichtig werden könne und man ihn dann intubieren und auf die Intensiv verlegen müsse. Unser Zimmer war voll mit Tubusschläuchen und einem Gerät zum anschocken, falls es nötig werden sollte.
Letztlich hatte er eine Sepsis und eine Gelbsucht und wir mussten 11 Tage in der Klinik bleiben. Sein Herz schlug Gott sei Dank die ganze Zeit, nicht regelmäßig und zu schwach, aber er musste nicht reanimiert oder beatmet werden. Hätte man meinen Sohn rechtzeitig direkt nach Geburt verlegt, hätte man ihm diese Tortur dennoch ersparen können. Vor allem die Sepsis rührte daher, dass man meinen Sohn viel zu lange in der offenen Fruchtblase hatte liegen lassen.

Zusätzlich möchte ich sagen, dass ich den Einsatz der Geburtszange an sich, nicht verurteile, denn dies war der einzige Weg um das Leben meines Kindes und auch meines zu retten. Aber ich verurteile die Tatsache, dass es überhaupt dazu kam, dass dies nötig wurde, denn hätte man sich eher um uns gekümmert und uns nicht Stunden lang alleine dort liegen lassen, hätte man wesentlich früher bemerken können, dass es uns beiden sehr schlecht ging.
Die Hebamme welche für mich zuständig war zwischenzeitlich, saß übrigens im Schwesternzimmer und trank Kaffee als mein Mann panisch um Hilfe bat und kam erst etwa 20 – 30 Minuten nachdem er mehrfach auf dem Flur um Hilfe geschrien hatte aus dem Schwesternzimmer.

In der Kinderklinik wurden wir dagegen liebevoll betreut, alle Schwestern waren super lieb, kümmerten sich mit Hingabe um meinen kranken Sohn und hatten auch immer ein paar aufmunternde Worte für mich übrig.

Heute ist er 7 Monate alt und man merkt ihm von seinem schweren Start kaum noch etwas an. Nur die Kopfverformung welche durch die Geburtszange ausgelöst wurde, wird möglicherweise bleiben, ist aber inzwischen nur noch bei genauem Hinsehen zu erkennen.

Insgesamt haben wir riesiges Glück gehabt und ich bin sehr dankbar dafür. Eine Freundin, welche nur kurz nach mir ihren Sohn im selben Krankenhaus zur Welt brachte hatte einen ähnlichen Geburtsverlauf wie ich, aber leider wurde ihr das Glück, welches wir hatten, verwehrt. Ihr Sohn war bereits tot als er mit der Zange geholt wurde, bei ihr hatte man zu lange gewartet.

Lisa
Lisa
2 Jahre zuvor

Bei meiner ersten Schwangerschaft ist meine Tochter unter Geburt gestorben. Wir mussten einleiten, da meinen Werte schlechter wurden. Ich habe ein Jahr später erfahren, dass ich die 4fache Menge des wehen einleitenden Medikaments bekommen haben als heute erlaubt ist. Während der Geburt war ich alleine mit meinem Freund, da die Hebammen Übergabe hatten. Eine Hebamme kam in letzter Sekunde herein geeilt und „fing“ sie gerade noch auf.
Meine zweite Tochter war 2 Wochen Über Termin. Als ich zur Einleitung (geplant mit Termin) kam, hieß es, es wäre zu gefährlich einzuleiten, da nachts garkeine Hebamme auf Station sein würde (Level 1 Krankenhaus, Berlin) . So wurde ich im Krankenwagen ins nächste Krankenhaus gebracht und dort direkt mit Kaiserschnitt entbunden, da in der Nacht wenig Personal da war und ein Not Kaiserschnitt vermieden werden sollte.

sollte ich noch einmal schwanger sein, ist meine größte Angst die Situation im Krankenhaus. Habe von mehreren Frauen nun gehört, die allein entbunden haben oder in letzter Sekunde verlegt wurden.

Anna
Anna
2 Jahre zuvor

Komisch komisch. 2017. Selbes Krankenhaus.

Ich wurde in der 36 Woche wegen Bel ins nahegelegene Krankenhaus geschickt. KS Planung.
Dieses Krankenhaus schickt mich aber wegen schlechter Herztöne ins Marienkrankenhaus.
Wochenende. Total unterbesetzt.
Montags wurde ich guten Gewissens entlassen. Es sei alles in Ordnung.

Mittwochs in mein wunschkh keine Herztöne mehr…. 36+3
Erstmal los geheult. Nachhause. Abends im KH abgerufen das ich meinen Sohn via KS entbinden möchte. Donnerstag morgen hin und KS bekommen.

Dezember 18 eine AS gehabt in der 10 Woche.
November 19 eine gesunde Tochter geboren. Da wir nicht wussten was passiert war bei unserem Sohn hatte ich bei unserer Tochter alle zwei Wochen Termin und ASS genommen. Ich hatte richtige Angst. Und bekam bei 38+4 einen Wunschks.

Melanie
Melanie
2 Jahre zuvor

Ich hab es bei zwei Geburten erlebt, das der Kreisaal voll war und das Personal überlastet.
Mein zweites Kind habe ich im Flur geboren, weil die Hebamme meinte er kommt noch nicht. Ich aber klar äusserte das er kommt.
Ich hatte lange mit der Situation zu kämpfen, da ich mich ausgeliefert gefühlt hatte.
Zum Glück waren meine Babys gesund.
Aber bei einer anderen Mutter musste das Neugeborene verlegt werden.
Mein drittes Kind hab ich in einem anderen Krankenhaus geboren, da war während der gesamten Geburt eine Studentin an meiner Seite. Die Geburt dauerte aber auch nur 71 Minuten.
Ich verstehe nicht das es nicht möglich ist bei grossem Ansturm mehr Personal aufzubieten. Bei uns im Geburtshaus ist das so möglich, das Hebammen auf Rufbereitschaft sind.

Andrea
Andrea
4 Jahre zuvor

Meine Geschichte ist sehr ähnlich. Auch mein Sohn starb vorm Kreißsaal während der Geburt- weil ich weggeschickt wurde. Weil ich nicht am CTG hing bekam es auch keiner mit. Allerdings hat man bei mir nicht „ungeklärte Todesursache“ angekreuzt sondern „IUFT“, wahrscheinlich um die Staatsanwaltschaft rauszuhalten. Ich hab zumindest keine andere Erklärung…

Jule Salz
Jule Salz
4 Jahre zuvor

Ich war die 13. für 2 Hebammen und musste wieder gehen. Obwohl ich vor der Anreise ins Krankenhaus 2 mal mit der diensthabenden Hebamme telefonierte sagte mir niemand, dass voll ist u wir wieder gehen müssen. Voller Schmerzen. Jeder Ruckler wie ein Stich zusätzlich. Und Angst welche Schmerzen verursacht u zum Wehenstopp führte.
Das Schlimmste war, dass wir nicht gleich gehen durften. Sie müssten zur Absicherung eine MuMu U machen (u ein CTG?). Wozu ewig Keine/r Zeit hatte. 5 Stunden lang!

Ich saß die 5 schlimmsten Stunden dort fest. Bodenlos. Auf einer Liege im Pausenraum der Hebammen. Mit meinem Mann, der Angst bekam. Ohne Hebamme od irgendwem. Festgeschnallt. Bewegung wäre schmerzlindernd, geburtsförderlich u psychisch befreiend gewesen. Unmöglich! Füße in der Luft SEHR SEHR schmerzhaft- völlig unnötigerweise. Es gibt auch kabellose CTG Geräte.
Es hätte eine leichte kurze Geburt werden können. Ich fand die Ruhe u das Allein sein gut. Aber wozu muss ich dann ins Krankenhaus welches mir unnötig Schmerzen zu fügte (zB MuMu geht i Stehen ohne Wehe, wollte aber
im unerträglich schmerzhaften Liegen bei Wehen, das scheiß CTG Kabel kärkerte mich ein u drückte schmerzhafter als der Babykopf.) Ohne das „auf dem Baby sitzen müssen“ hätte es bestimmt halb so lange gedauert!
Die Verlegung war dann zum Glück nicht so schlimm! Das Laufen war so hilfreich! Brachte alles voran. Relativ schnell danach war das Baby da.

(Das Baby kam am Ende fast schmerzfrei. Hätte ich es zu Hause bekommen- wäre es bestimmt extrem viel weniger Schmerzhaft gewesen. Diese 5 Stunden waren so schmerzhaft u damit saßen wir fest. Das hätte ich mir gerne gespart.)

Zwei von drei Krankenhäusern waren an diesem Tag/in dieser Nacht so voll dass wir abgewiesen wurden. Im Dritten hatte ich dann die kompletten 4 Stunden eine Hebamme u einen Kreissaal f mich alleine. Aber darin schlotterte ich – es war sooo kalt. U es gab nichts außer einem Bett. Kein Ball. Nichts zum Ziehen, Sitzen, keine Wanne, keine Farbe, kein ätherischer Duft. Kein Musikspielgerät. Keine Decke, kein Tee. Ich hatte mir zum Glück eine Wärmflasche u eine Fließjacke u Tee mit gebracht. Dennoch war es so kalt dass ich gefroren habe. Wie toll ist das gegen Schmerzen, bei Krämpfen, wie förderlich für eine Geburt? Möchte man so das Leben beginnen? U ist das ein Ort an dem man sagt „Das LiCHT des LEBENS“ erblickt? Die Hebamme sagte noch falsche Sachen u war Psychoterror. Also das hätte ich mir wirklich sparen können.

Meine 2. Geburt war zu Hause. Meine mir vertraute Hebamme war komplett dabei u 1:1 nur für mich da. Es stimmte was sie sagte. Sie hat mich auch NACH der Geburt versorgt. Sogar mit baden, Ordnung machen u Müll leeren. Sie massierte mich u ich fühlte mich nie allein, nie gestört. Ich hatte Schönes, Wärme, Erfrischendes, Duftendes u festliches Licht in der Dunkelheit um mich. Und wir waren mit dem Baby zu Hause in Ruhe. Ohne Koffer tragen.

Bei Nr. 1 war auch so schlimm, nachdem das Baby da war wurde ich wie fallen gelassen- einfach nicht versorgt. Ich konnte meine Beine nicht ablegen vor Erschöpfung, was sehr weh tat. Aber keiner hat mir geholfen. Die Hebamme hat ihre Akteneinträge gemacht. Direkt.
Das war die Hölle! Während meinMann das Baby im Arm hatte. U niemand hat mich gefragt ob ich es als Erste anfassen möchte. Die Erste war die Hebamme.

Beim 2. Baby war ich es!

Jule Salz
Jule Salz
4 Jahre zuvor

Ich war die 13. für 2 Hebammen und musste wieder gehen. Obwohl ich vor der Anreise ins Krankenhaus 2 mal mit der diensthabenden Hebamme telefonierte sagte mir niemand, dass voll ist u wir wieder gehen müssen. Voller Schmerzen. Jeder Ruckler wie ein Stich zusätzlich. Und Angst welche Schmerzen verursacht u zum Wehenstopp führte.
Das Schlimmste war, dass wir nicht gleich gehen durften. Sie müssten zur Absicherung eine MuMu U machen (u ein CTG?). Wozu ewig Keine/r Zeit hatte. 5 Stunden lang!

Ich saß die 5 schlimmsten Stunden dort fest. Bodenlos. Auf einer Liege im Pausenraum der Hebammen. Mit meinem Mann, der Angst bekam. Ohne Hebamme od irgendwem. Festgeschnallt. Bewegung wäre schmerzlindernd, geburtsförderlich u psychisch befreiend gewesen. Unmöglich! Füße in der Luft SEHR SEHR schmerzhaft- völlig unnötigerweise. Es gibt auch kabellose CTG Geräte.
Es hätte eine leichte kurze Geburt werden können. Ich fand die Ruhe u das Allein sein gut. Aber wozu muss ich dann ins Krankenhaus welches mir unnötig Schmerzen zu fügte (zB MuMu geht i Stehen ohne Wehe, wollte aber
im unerträglich schmerzhaften Liegen bei Wehen, das scheiß CTG Kabel kärkerte mich ein u drückte schmerzhafter als der Babykopf.) Ohne das „auf dem Baby sitzen müssen“ hätte es bestimmt halb so lange gedauert!
Die Verlegung war dann zum Glück nicht so schlimm! Das Laufen war so hilfreich! Brachte alles voran. Relativ schnell danach war das Baby da.

(Das Baby kam am Ende fast schmerzfrei. Hätte ich es zu Hause bekommen- wäre es bestimmt extrem viel weniger Schmerzhaft gewesen. Diese 5 Stunden waren so schmerzhaft u damit saßen wir fest. Das hätte ich mir gerne gespart.)

Zwei von drei Krankenhäusern waren an diesem Tag/in dieser Nacht so voll dass wir abgewiesen wurden. Im Dritten hatte ich dann die kompletten 4 Stunden eine Hebamme u einen Kreissaal f mich alleine. Aber darin schlotterte ich – es war sooo kalt. U es gab nichts außer einem Bett. Kein Ball. Nichts zum Ziehen, Sitzen, keine Wanne, keine Farbe, kein ätherischer Duft. Kein Musikspielgerät. Keine Decke, kein Tee. Ich hatte mir zum Glück eine Wärmflasche u eine Fließjacke u Tee mit gebracht. Dennoch war es so kalt dass ich gefroren habe. Wie toll ist das gegen Schmerzen, bei Krämpfen, wie förderlich für eine Geburt? Möchte man so das Leben beginnen? U ist das ein Ort an dem man sagt „Das LiCHT des LEBENS“ erblickt? Die Hebamme sagte noch falsche Sachen u war Psychoterror. Also das hätte ich mir wirklich sparen können.

Meine 2. Geburt war zu Hause. Meine mir vertraute Hebamme war komplett dabei u 1:1 nur für mich da. Es stimmte was sie sagte. Sie hat mich auch NACH der Geburt versorgt. Sogar mit baden, Ordnung machen u Müll leeren. Sie massierte mich u ich fühlte mich nie allein, nie gestört. Ich hatte Schönes, Wärme, Erfrischendes, Duftendes u festliches Licht in der Dunkelheit um mich. Und wir waren mit dem Baby zu Hause in Ruhe. Ohne Koffer tragen.

Bei Nr. 1 war auch so schlimm, nachdem das Baby da war wurde ich wie fallen gelassen- einfach nicht versorgt. Ich konnte meine Beine nicht ablegen vor Erschöpfung, was sehr weh tat. Aber keiner hat mir geholfen. Die Hebamme hat ihre Akteneinträge gemacht. Direkt.
Das war die Hölle! Während meinMann das Baby im Arm hatte. U niemand hat mich gefragt ob ich es als Erste anfassen möchte. Die Erste war die Hebamme.

Beim 2. Baby war ich es!

Michaela Klingemann
Michaela Klingemann
4 Jahre zuvor

Hallo ich habe am 23.12.16 mein Sohn entbunden. Leider war es bei mir so das mein Sohn eine sturzgeburt war innerhalb von 8 Minuten von meinem Krankenzimmer bis zur Entbindung. Die Pflege haben mich nicht ernst genommen und haben das alles immer nur belächelt. Bis ich gesagt habe das mein Sohn kommt und wurde dann mit Bett in Kreißsaal gebracht wurde auf meinem Bett noch untersucht. Da meinte die liebe hebamme ich solle mich doch beeilen von meinem Bett aufs entbindungsbett zu wechseln sonst käme mein Sohn im Stehen zur Welt. Hektig pur für mich und meinem Sohn keine Zeit für ctg oder sonstiges. Aber die Krönung war das die diensthabene hebamme 3 Entbindungen gleichzeitig leitete. Sie raus aus meiner Geburt nachdem ich auf dem Bett lag komplett alleine und einmal gedrückt war mein Sohn (sternkucker) auch schon da. Weder hebamme noch ein Arzt anwesend als die hebamme rein kam war sie sehr überrascht das mein Sohn zwischen meinen Beinen lag. Mir wurde nur so ne bettunterlage zwischen die Beine geklemmt und sollte 10 Minuten nach Entbindung wieder auf mein Bett. Da lag ich dann 2 Stunden alleine mit meinem Sohn im Bett mir wurde kein trinken angeboten oder sonst irgendwelche Hilfe. So wurde ich dann wieder ins Zimmer zurück gebracht. Da war dann alles bißchen besser. Das war meine 4 Geburt und mit Sicherheit meine letzte da mein Sohn mir unter der Geburt das steißbein angebrochen hat und mit dieser Erfahrung bin ich mit dem Thema Kinder bekommen durch.

G
G
4 Jahre zuvor

Ich hoffe, dass sich da etwas tut! Viele Mütter erleben einen Horror bei der Entbindung. Es muss etwas passieren.

Den Eltern viel Kraft. Ich würde das nicht durchstehen können. Das wäre ein Trauma fürs Leben.

Dimi
Dimi
4 Jahre zuvor

Bei der Geburt meines zweiten Kindes war ich zwei Wochen über den Geburtstermin. also müsste ich ins Krankenhaus ? spätestens am Sonntag laut Gynäkologe. Samstag bekam ich wehnen die kamen und gingen. Also gingen wir ins Krankenhaus (EVK Düsseldorf). Obwohl ich über den Termin war würden wir immer wieder weg geschieckt. Die Krankenschwester sagte zu uns, bleiben sie zuhause und kommen sie morgen wieder heute wird nichts. Mit der Begründung der Muttermund ist nicht weit geöffnet.
Zuhause angekommen so um 23:00 Uhr war ich so erschöpft vom hin und her dass ich mich hinlegte und versuchte zu schlafen. Ging aber nicht den die Wehnen waren jetzt stärker. Dann bin ich aufgestanden und in den moment platz die Fruchtblase. Jetzt ging alles schnell. Ich presste meine Beine zusammen weil ich das Gefühl hatte dass das Baby raus kommt. Ich hatte große Angst. Mein Mann hatte alle rote Ampeln überfahren. Ich musste öfters die Wehnen unterdrücken damit ich das Baby nicht im Auto bekomme. Angekommen in Krankenhaus nächste schock, Kreißsaal voll, wenig Personal! Zum Glück war ein Zimmer frei. Dann würde mir von einem Pfleger der in eile war das ctg angelegt und verschwand zum Nebenzimmer. Alleine gelassen mit meinem Mann. Artzt und hebamme waren in Nebenzimmer bei eine andere schwangere Frau die versuchte zu pressen aber ihr Baby kam nicht. Plötzlich kam die starke Wehne dass ich nicht mehr kontrollieren konnte, zusammen mit Kind. Ich schrie meinen Mann… Es kooooommt… Ich hatte noch meine Hose an. Mein Mann rennte zum Nebenzimmer rein und schrie zum Arzt u hebamme : meine Frau bekommt gerade das Babyyyy.. Dann verließen sie die Frau und kamen zu mir. Und so bekam ich eine gesunde Tochter. Ich hatte noch meine Hose halb an. Aber meine Tochter hatte es eilig gehabt raus zu kommen.
Ich muss gestehen dass ich sehr wütend war auf die Krankenschwester die uns immer wieder wegschieckte. Ich wusste dass ich mein Baby heute noch bekommen würde! Zum Glück ist alles gut gelaufen letztendlich!

Özlem
Özlem
4 Jahre zuvor

Es ist so grausam und ich wünsche den Betroffenen viel Kraft um das alles zu realisieren.

Eine Bitte hab ich an die Menschen die nach mir dieses Thema kommentieren:
Seid so lieb und erzählt nicht wie schön es doch war, als das Baby endlich kam. Es ist schlimm genug, sowas zu erleben und ziemlich taktlos nach so einer Horror-Geschichte euer Glück zu präsentieren!

Jenni
Jenni
4 Jahre zuvor

Bei der Geburt unserer Tochter waren noch 6 andere Geburten im Krankenhaus. Es gab leider nur 3 Kreißsäle und einen „Not“ Kreißsaal. Nach 1 Stunde im Wartezimmer und null Beachtung wurde ich endlich in einem Untersuchungszimmer auf eine Pritsche gelegt und untersucht. Nachdem ich ein Placebo von der Ärztin bekommen habe was mir die nette Hebamme erzählt hat sollte ich endlich was richtiges gegen die Schmerzen bekommen. Das ging natürlich nicht weil kein Kreißsaal frei war und ich nach dem einnehmen nicht mehr laufen sollte. Nun denn nach langem hin und her und Aussagen wie das dauert noch bei ihnen bis es los geht durfte ich mich in einem Schwesternzimmer in ein Doppelbett legen und dort meine Tochter zur Welt bringen weil immer noch kein Saal zur Verfügung stand. Das ganze ohne Schmerzmittel bzw. PDA da es ja kein steriler Raum war. Sehr unangenehm war die Situation als die Hebamme zwischen durch fragen musste wie ich denn überhaupt heiße. Das ganze hat sich innerhalb von 3,5 Stunden inklusive Wartezeit abgespielt. Die Ärztin meinte dann nur zu uns das sie fest im Glauben war das sie uns wieder nach Hause schickt weil sie meinen Mann am Telefon gefragt hat ob ich denn schon schreien würde und er das mit Nein beantwortet hat!?!

Anna
Anna
4 Jahre zuvor

Ich möchte den Betroffenen mein tiefstes Beileid aussprechen & für die kommende Zeit viel Kraft & Gottes Segen wünschen! Das ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann…

Und nun zu meiner Erfahrung:
Ich habe im Jahr 2017 meinen Sohn ebenfalls im Marienkrankenhaus Hamburg entbunden & mir sind die Verhältnisse dort ebenfalls negativ in Erinnerung geblieben. Mein Sohn kam 8 Tage nach dem errechneten ET zur Welt. Aufgrund dessen musste ich die letzten Tage täglich zur Untersuchung ins Krankenhaus & nicht mehr zu meinem Gynäkologen, aber auch weil Wochenende war. Der Ansturm ist riesig, die Organisation & der Personalschlüssel leider unzureichend. Mein Mann & ich mussten teilweise 1,5-2 Stunden warten, bis ich zum Arzt konnte. Kann man natürlich drüber hinweg sehen, wenn es „nur“ eine reine Untersuchung ist. Als ich dann aber abends mit Wehen (5 Minuten Abstand) ins Krankenhaus kam, hat uns die junge Dame von der Anmeldung erst einmal zum Warten verdonnert & wollte vorher noch ganz bürokratisch wissen, warum, wieso, weshalb ich da bin…
40 Minuten saßen wir im Warteraum, weil die drei CTG-Plätze, die das Krankenhaus hat, belegt waren. Dann wurde ich für knapp eine Stunde an den CTG angeschlossen, in der Zeit auch von einer Hebamme direkt auf der Liege untersucht. Ich konnte nicht in den Kreißsaal, weil der komplett überfüllt war. Ich habe von ca. 19.40 bis 21:45 die Wehen alleine (mit Ehemann) im CTG-Raum veratmet, bis endlich ein Entbindungsraum frei wurde. Und leider wurden wir auch dort ganz viel & ganz lange alleine gelassen. Für mich als Erstgebärende war es damals der Horror, weil ich während meiner Wehen einfach zu wenig aufgeklärt & unterstützt wurde. Ich habe meinen Sohn um 01:12 Uhr auf dem normalen Weg, jedoch aus eigener Kraft, da keine Wehen mehr kamen, zur Welt gebracht. Ich hatte keine PDA, Wehentropf hat auch nicht wirklich was gebracht & zum Schluss kamen auch noch die abfallenden Herztöne meines Babys hinzu. Er war ein Sternengucker, was wiederum ebenfalls für eine schwere & längere Geburt spricht. Rückblickend denke ich trotzdem, dass mein Sohn früher gekommen wäre, hätten die Hebamme & die Hebammenschülerin meine Wehenphasen öfter kontrolliert.

Die Ärzte & Hebammen sind sehr bemüht & tun ihr Bestes im Marienkrankenhaus. Dennoch hat man schnell das Gefühl, dass das Personal überlastet ist & einfach nicht dir Zeit hat, sich um jeden gleich gut & intensiv zu kümmern.

Stefanie
Stefanie
4 Jahre zuvor

Das ist so schrecklich, kann mir den Schmerz der Mutter kaum vorstellen 🙁 ich habe Ende August meinen Sohn zur Welt gebracht und habe mich auch die meiste Zeit allein gelassen gefühlt… es kam nur jemand zu mir wenn ich geklingelt habe. Aber bei 10cm war die Hebamme dann permanent anwesend, was gut war, denn es lief nicht nach Plan. Es wird ZEIT, dass sich im Kreissaal etwas ändert und die Politik einschreitet um zu verhindern, dass sich solche schrecklichen Schicksale häufen. Es braucht definitiv mehr Hebammen! Auch in der Nachbetreuung nach Geburt. Es sollte auch vielmehr reflektiert werden und Frauen nach Geburt gefragt werden, damit es eine Verbesserung geben kann.

Laura
Laura
4 Jahre zuvor

Bei der Geburt unserer großen 2017 sind wir Donnerstagabends mit Wehen ins Krankenhaus. Den ganzen Freitag quälte ich mich mit wehen bis es nachts um 2 nicht mehr ging und ich zum Kreißsaal ging da schickte die Hebamme mich erstmal auf den Flur und sagte die Zimmer wären voll ich sollte doch noch warten sie kommt gleich. Gegen 3 kam sie dann und schrieb erstmal Ctg. Somit quälte ich mich nun auch noch den Samstag mit wehen. Nachdem die Fruchtblase um 18 Uhr platzte ging es echt schnell aber ich lag lange nur in Begleitung meines Mannes in dem Kreißsaal teilweise bis zu 2 Stunden.
Als die presswehen einsetzten klingelten wir und ich schickte mein Mann eine Hebamme holen aberes dauerte ewig bis sie kam . Sie guckte kurz rein tastete und sagte es ist noch nicht so weit nicht pressen und ging wieder mit den Worten wir haben jetzt Schichtwechsel (sowas dauert ja auch gene mal 30-45min)also mussten wir wieder warten und klingelten in der Zeit noch zwei mal nach einer Hebamme. Ich baht öfter um einem Kaiserschnitt aber diese Aussage wurde nicht ernst genommen und so quälte ich mich weiter mit wehen und totaler Erschöpfung bis sie endlich kam und wir unser Mädchen auf Die Welt bringen durften.
Aber so schön so eine Geburt auch ist der Horror hört noch nicht auf.
Denn die Geburt lief nicht ohne Verletzungen die Assistenzsärztin betäubte die Stelle und fing sofort an zu nähen obwohl ich mehr Fach sagte das es weh tat machte sie einfach weiter es war so schrecklich. Ich fühlte mich wie son Stück Fleisch.
Die zweite Geburt dieses Jahr wurde daher ein geplanter Kaiserschnitt unter der Leitung meines Gynäkologen. Und mit der Entscheidung hab ich alles richtig gemacht.

astrid winter
astrid winter
4 Jahre zuvor

ich lag 18 std in den wehen und selbst dann ginge es nicht los brauchte schmerzmitteln und einen kreuzstich und wurde untenrum genäht, da ich ein 3 1/2 kg baby bei der geburt normal auf die welt brachte… es war einfach zu heftig brauchte schmerzmittel und einen kreuzstich un die schmerzen zu lindern, bzw gesagt dass sie weniger werden… Um 3:50 am 23.04.2019 wurde ich stolze mutter von einer süßen tochter… ps: sind endlich froh dass sie da ist

Jana
Jana
4 Jahre zuvor

Bei der Geburt meines Sohnes im Mai war nur eine Hebamme und eine Ärztin anwesend. Nebenbei liefen aber 3-4 weitere Geburten ab. Ich fühlte mich oft sehr alleine und hatte auch zwischendurch das Gefühl dass im Ernstfall niemand schnell genug reagieren würde. Mein Mann musste wahnsinnig viel helfen bei der Geburt. Gut dass er das so mitgemacht hat. Neues Gel auf dem Bauch verteilen, Wehenschreiber und CTG ständig neu positionieren, mein Bett von der Station holen, der Ärztin nach der Geburt nach Nähzeug anreichern,…. Mein Sohn hätte auch früher da sein können aber es hatte keiner Zeit mir bei der Geburt zu helfen. Ich sollte eine Stunde lang die Presswehen veratmen und „bisschen aber nicht so dolle pressen“ was ist das für eine Aussage?! Beim ersten Kind weiß man doch gar nicht was wie dolle ist oder nicht. Letzten Endes waren wir einfach nur froh dass wir alle die Geburt soweit gut überstanden haben. Aber ganz ehrlich bei mir oder in einem der anderen Kreissäale ein Notfall und keiner weiß wie das für die anderen Mamis und Babys oder uns ausgegangen wäre.