Kita-Öffnung: Nordrhein-Westfalen droht mit Alleingang

Es gibt viele Probleme, die die Corona-Pandemie mit sich zieht. Eines davon ist definitiv die derzeitige Situation der mangelnden Kinderbetreuung. Nordrhein-Westfalen will diesbezüglich nun endlich vorwärts kommen und übt Druck auf das Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten kommenden Mittwoch aus.

Möglicher Alleingang

Sollte am kommenden Mittwoch, beim Gespräch zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsidenten, kein einheitlicher Kurs besprochen werden, sieht Nordrhein-Westfalen für sich einen Alleingang vor. Das bestätigte der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp in Gabor Steingarts „Morning Briefing“-Podcast. „Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten“, sagt er.

Natürlich sei es wichtig, dass auch für die Erzieher ein sicheres Umfeld geschaffen würde, aber es wäre andererseits dringend notwendig, dass die Kinder möglichst bald zurück in die Betreuung kommen. Dafür gibt es nun einen Vier-Phasen-Plan, „ein Konzept der schrittweisen Öffnung“, so Stamp. Dieser Plan setzt sich „von der Notbetreuung über die erweiterte Notbetreuung bis zum improvisierten Regelbetrieb und schließlich dem Regelbetrieb“ zusammen.

Zeit für Phase Drei

Nordrhein-Westfalen fasst nun also schon die dritte Phase ins Auge, nämlich den improvisierten Regelbetrieb. Darüberhinaus kritisierte Joachim Stamp die zentrale Entscheidung der Regierung. „Die Länder brauchen ihre Freiheit, die Pandemie verläuft in den Ländern unterschiedlich“, äußerte er.

Klar ist, am kommenden Mittwoch, den 6. Mai, erfahren wir mehr. Dann nämlich beraten Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer darüber, ob weitere Lockerungen möglich sind und wie diese aussehen werden. Bereits letzte Woche wurde angekündigt, dass kommenden Mittwoch endlich Konzepte für Kitas und Schulen vorgelegt werden. Das wäre vor allem für die Familien wichtig, die derzeit Kinderbetreuung und Job unter einen Hut bringen müssen. Zudem wünschen sich viele einfach zeitnah wieder einen „normalen“ Alltag für ihre kleinen Mäuse.

Bleibt also abzuwarten und zu hoffen, dass am 6. Mai weitere Lockerungen getroffen werden. Bis dahin: bleibt stark und vor allem zuhause.

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor vier Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich die einzige Nicht-Mama im Team bin, verbringe ich liebend gerne Zeit mit Kindern.

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