Fünf gute Gründe für häufiges Barfußlaufen
- Den Boden und seine Veränderungen hautnah zu spüren, ist eine tolle, sinnliche Erfahrung.
- Müssen sich die Füße auf unebenen Untergrund einstellen, stärkt das die Muskeln. Das beugt Fehlstellungen vor. Deshalb sollte dein Kind auch erst dann Schuhe bekommen, wenn es schon größere Strecken laufen kann.
- Es unterstützt die Entwicklung des Nervensystems: Füße sind von vielen Nervenbahnen durchzogen, die beim Barfußlaufen stimuliert werden.
- Studien zeigen, dass „Barfuß-Kinder“ einen guten Gleichgewichtssinn haben.
- Es regt die Durchblutung des Körpers an – gut fürs Immunsystem.
Und was spricht gegen das Barfußlaufen?
Nicht viel – wenn der Untergrund stimmt. Der sollte natürlich frei von Stacheln, Splittern oder Hundekacke sein. Beim Großstadtbummel, auf der öffentlichen Toilette oder im Supermarkt sind deshalb eher Schuhe angesagt. Im Sommer können sich außerdem Teer, Steine und Sand stark aufheizen und die empfindlichen Füße versengen.
Wichtig: Die Tetanus-Impfung. Sie schützt, wenn doch einmal Bodenbakterien in kleine Verletzungen eindringen.
Im Herbst gibt es leider weniger Gelegenheiten, mit nackten Füßen draußen zu sein. Aber das Barfußlaufen in der Wohnung ist genauso gesund. Solange der Fußboden nicht viel zu kalt wird, braucht euer Kind weder Hausschuhe noch Socken. Es macht nichts, wenn sich die Füße und die Hände ein wenig kühl einfühlen, wenn der Rest dafür mollig warm eingepackt ist. Ansonsten sind (eher locker sitzende) Stoppersocken für die Fußentwicklung besser als Hausschuhe. Richtig toll für Füße und Sinne sind auch spezielle Barfußpfade – sogar noch bei kälteren Temperaturen. Die verschiedenen Untergründen regen die Durchblutung an. So wird’s bald kribbelig warm – vor allem wenn wir danach schnell wieder in warme, kuschelige Socken schlüpfen.
Kinderfüße: Wie gesund ist Barfußlaufen wirklich?
Von
Jana Seidel
14. September 2022