Keine Krankenversicherung: „Ich wusste nicht, dass ich Mama werde“

Die Schwangerschaft ist für die meisten Bals-Mamas eine aufregende Zeit. Soviel Neues, soviel Spannendes, so viele Emotionen – und vor allem eine unheimlich große Vorfreude auf das, was kommt. Neun Monate trägt man sein Baby im Bauch, neun Monate kann man beobachten, wie es wächst, und irgendwann spürt man seine Bewegungen. Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber diese Bindung, die man als Mama in dieser Zeit zu seinem Kind aufbaut, lässt sich fast nicht beschreiben.

Aber was ist, wenn man lange Zeit gar nicht weiß, dass man schwanger ist? Wenn es einem auch kein Arzt sagen kann, weil man aktuell (noch) keine Krankenversicherung hat? Genau das ist Sabine aus unserer Community passiert. Ihre Geschichte lest ihr hier:

Nach meinem Umzug hatte ich noch keine Krankenversicherung

„Eigentlich war meine Schwangerschaft ein Traum. Trotzdem habe ich im Nachhinein viele Schuldgefühle. Aber von vorn: Ich habe meinen Mann im Dezember 2015 kennengelernt. Zu dem Zeitpunkt lebte ich noch in der Schweiz, er in Essen. Ein Jahr lang bin ich gependelt, bis ich im Januar 2017 auch nach Essen gezogen bin.

Keine Krankenversicherung: Die Krankenhäuser schickten mich weg

Als ich angekommen war, bin ich erst einmal direkt zum Jobcenter und zur Krankenkasse, um mich anzumelden. Allerdings hat es bis Ende Juni gedauert, bis ich endlich krankenversichert war. Im April wurde ich krank und bin von Krankenhaus zu Krankenhaus gelaufen, aber da ich noch keine Krankenversicherung hatte, wurde ich überall weggeschickt.

Und das, obwohl man deutlich sehen konnte, dass ich Urin verloren habe. Denn sobald ich husten musste, hat sich meine Blase komplett entleert, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte.

Keine KRankenversicherung: Sabine erfuhr erst spät von ihrer Schwangerschaft

Als Sabine mit ihrem Sohn schwanger war, hatte sie keine Krankenversicherung.
Foto: privat

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Der Arzt sagte, das Baby kommt schon in 5 Wochen

Ich wurde immer wieder gefragt, ob ich schwanger sei, und ich habe nein gesagt. Ende Juni konnte ich dann endlich zum Arzt gehen – und habe 3 Tage vorher einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv war.

Kurze Zeit später wuchs auch mein Bauch. Der Arzt sagte, dass es ein Junge wird, und der Kopf schon unten sei. Am 11. August sollte unser Kleiner schon auf die Welt kommen.

Wir haben am gleichen Abend noch Babysachen gekauft

Die Nachricht war für mich ein echter Schock, und ich habe soviel geweint wie noch nie. Der 11. August war schon in fünf Wochen, und genau an diesem Tag sollte auch unsere Hochzeit stattfinden. Mein Mann und ich sind noch am gleichen Abend los und haben einen Kinderwagen, ein Babybett und Anziehsachen gekauft.

Wir haben dann wirklich am 11. August geheiratet. Und wir hatten einen tollen Tag! Auch wenn viele Gäste nicht gekommen sind, teilweise sogar, ohne abzusagen.

Sabine hatte lange Zeit keine Krankenversicherung

Am Tag nach der Hochzeit kam Sabines Sohn Finn zur Welt.
Foto: privat

Ich hatte kaum noch Fruchtwasser

Am nächsten Tag musste ich zur Kontrolle ins Krankenhaus, und der Arzt stellte fest, dass ich kaum noch Fruchtwasser hatte. Die Geburt wurde direkt eingeleitet. Zwei Tage später hatte ich starke Wehen, und bei jeder neuen Wehe wurde das Herz meines kleinen Schatzes immer schwächer. Das Ganze wurde so schlimm, dass Finn sofort per Kaiserschnitt geholt wurde.

Die 5 Wochen Schwangerschaft habe ich sehr genossen

Heute ist Finn 2 Jahre alt und kerngesund. Und das, obwohl ich so viele Dinge gemacht habe, die man als Schwangere nicht machen soll. Ich habe eine Diät gemacht, mich tätowieren lassen, meine Haare gefärbt und sogar Schlafmittel genommen, weil es mir so schlecht ging, und ich nicht zum Arzt gehen konnte, weil ich keine Krankenversicherung hatte.

Ich habe einfach nicht gewusst, dass ich schwanger bin. Aber in den 5 Wochen, in denen ich es wusste, habe ich meine Schwangerschaft mehr genossen als alles andere.“

Vielen Dank, liebe Sabine, dass Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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