Kann ich eigentlich selbst erkennen, ob ich einen Jungen oder ein Mädchen bekomme?

Na klar, es gibt Wichtigeres – „Hauptsache gesund“ – und so… aber trotzdem! Sobald der Schwangerschaftstest positiv ist, fragen sich die meisten Mamas ganz aufgeregt: Bekomme ich ein Mädchen oder einen Jungen?

Es dauert aber noch ein paar Wochen, bis der Ultraschall (fast) zuverlässig ein „Zipfelchen“ zeigt – oder eben nicht. Und manche Mamas haben ein besonders genantes Mini-Me im Bauch, das die verräterischen Teile seiner Blöße lange bedeckt – so dass auch der Gynäkologe nicht weiterhelfen kann.

Ganz Ungeduldige hören bei ihren Recherchen früher oder später sicher auf „todsichere Indizien“, an denen man erkennen kann, ob man ein Mädchen oder einen Jungen im Bauch trägt – und das ohne Ultraschall!

Man ahnt es schon – die meisten dieser Anzeichen sind Mythen. Aber egal – das Rätseln macht doch trotzdem viel Spaß!

 Los geht´s:

Die Bauchform

Der Klassiker, von diesem Indiz hast du vielleicht schon gehört: Ist dein Bauch kugelrund wie ein Fußball, wirst du (natürlich!) einen kleinen Jungen bekommen. Ist er dagegen eher oval, ist dein Baby wahrscheinlich ein Mädchen.

Ganz klar ein Mythos. Die Bauchform einer Schwangeren ist so individuell wie die Form ihrer Nase.

2. Die Gewichtszunahme

Manche Menschen behaupten, je mehr Gewicht du in deiner Schwangerschaft zunimmst, desto wahrscheinlicher wird es, dass du einen Jungen zur Welt bringst.

Mythos. Ehrlich gesagt: Eine Menge verschiedene Dinge beeinflussen, wieviel du zunimmst in der Schwangerschaft. Unter anderem auch einfach, wie viel du isst. 

3. Das Immunsystem

Wissenschaftler des The Ohio State University Wexner Medical Centers haben herausgefunden, dass werdende Mamas, die ein Mädchen erwarten, höhere Entzündungswerte aufweisen, wenn ihr Immunsystem angegriffen wird. Bei Jungs-Mamas wiesen sie in der Regel dagegen wesentlich weniger Zytokine nach, die ein Marker für eine Immunreaktion sind. Das kann auch der Grund sein, dass viele Frauen, die mit einem Mädchen schwanger sind, in dieser Zeit vermehrt unter ihren Allergien etc. leiden.

Kein Mythos, sondern recht zuverlässig? Nur nützt uns das auf dem heimischen Sofa, so ganz ohne Bluttest, ja eher wenig.

4. Die Schönheit

Ein alter Mythos besagt: Ein kleines Mädchen im Bauch klaut ihrer Mama etwas von deren Schönheit. Die Haut wird schlechter, das Haar matter…. Frauen, die mit einem Jungen schwanger sind, sollen dagegen die ganzen Monate über einen wundervollen „Glow“ haben.

Mythos – ganz klar Mythos! Wie ungerecht wäre das denn sonst bitte!?

5. Die Übelkeit

Eine Studie von 1999 zeigt, dass Frauen, die unter Hypermesis gravidarum leiden (schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit), meistens ein kleines Baby-Girl in sich tragen.

So halb zuverlässig. Natürlich können auch Jungs-Mamas unter der Übelkeit leiden – aber das kommt seltener vor.

6. Die Höhe des Baby-Bauchs

Wieder so ein Ammenmärchen: Wenn die hübsche Kugel schön hoch über dem Hosenbund herausragt, gibt sie einem Mädchen sein vorübergehendes Zuhause. Hängt der Bauch eher tief, steckt dort ein kleiner Junge darin.

Zuverlässig? Nope. Mythos. In Wahrheit ist es  der Einfluss verschiedenster Dinge, die hier Einfluss nehmen, die Anatomie der Schwangeren, die Position, in der das Baby liegt….

7. Der Herzschlag des Babys

Lange dachte man, dass männliche Ungeborene einen langsameren Herzschlag haben als Mädchen. Heute wissen Gynäkologen aber, dass sich die Herzfrequenz im Laufe der Schwangerschaft ändert und dass es keinen messbaren Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt.

Zuverlässig? Heute wissen wir: nein.

8. Die Hormone

Werdende Mädchen-Mamas haben im zweiten und dritten Trimester häufig höhere HCG-Werte im Blut – das ist das Schwangerschaftshormon, auf das Schwangerschaftstests reagieren.

Zuverlässig? In der Regel ja. Nützt nur wieder nichts, wenn man gerade mit seinem Schatz auf dem Sofa über das künftige Leben zu dritt fantasiert.

9. Der Heißhunger

Und zum Schluss noch ein letztes Ammenmärchen: Viele Leute denken, dass Schwangere mit einem Jungen im Bauch eine Menge salziges Zeug verdrücken. Wer einen Pieper auf Süßes hat, wird ein Mädchen bekommen.

Ein echter Mythos! Jeder hat so seine Vorlieben, egal, welches Geschlecht sein Baby haben wird.

Tja, wenn man das so liest…. Bleibt es allen werdenden Mamas am Ende wohl doch nur übrig, zu warten. Aber gehört das nicht zu einer Schwangerschaft irgendwie auch dazu?

 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer dreijährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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