„Ich musste abtreiben, um mein Leben zu retten!“

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Chrissy Teigen ihr ungeborenes Baby verlor – und mit ihrer öffentlichen Berichterstattung für viel Wirbel sorgte.

Nachdem die Sache über die Monate und Jahre in Vergessenheit geraten ist, sprach das Model jetzt wieder über ihr schreckliches Erlebnis:

Nennen wir es beim Namen: Es war eine Abtreibung. Eine Abtreibung, um mein eigenes Leben zu retten, und von einem Baby, das absolut keine Chance zu Leben hatte.“

Erst vor Kurzem sei ihr klar geworden, dass man es nicht anders nennen konnte. Denn etwa zur Mitte ihrer Schwangerschaft kam heraus, dass ihr Sohn nicht überleben könne. „Und ich hätte ohne medizinischen Eingriff auch nicht überlebt“, so das Model. So musste sie die schwere Entscheidung treffen, ihr Baby gehen zu lassen.

Chrissys Fans sind erschüttert und fühlen mit der Mama, die aktuell wieder schwanger ist.

Aber natürlich ist sie längst nicht die einzige Frau, die diese schreckliche Situation erleben musste. Auch Miriam (echter Name ist uns bekannt) trägt diesen Kummer wohl für immer in ihrem Herzen:

„Meine Schwangerschaft war eigentlich völlig unkompliziert.

Lange, lange, hatten mein Mann und ich versucht, Eltern zu werden. Irgendwann passierte es auf natürlichem Wege, wir hatten unseren Traum vom Baby eigentlich gerade beerdigt. Eigentlich hasse ich Weisheiten wie diese, weil sie Ohrfeigen für alle Paare mit Kinderwunsch sind, aber: Als wir uns in diesem Thema entspannten, klappte es tatsächlich bei uns.

Mir ging es gut, unserem Baby ging es gut. So dachte ich.

Wir richteten bereits das Kinderzimmer ein und bestellten den Kinderwagen. Wir schwebten auf Wolke 7 und alle, die unseren langen Kampf miterlebt hatten, freuten sich mit uns.

Als sich meine Schwangerschaft ihrem Ende zuneigte, wendete sich das Blatt aber.

Nach einer Ultraschall-Untersuchung nahm meine Frauenärztin meine Hand.

,Ihr Baby wird nicht überleben. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird – aber es wird von uns gehen.´ Woran genau das Ganze lag, möchte ich lieber für mich behalten. Dieses Wissen soll nur meinem Mann und mir gehören.

Es kam aber noch schlimmer. Meine Ärztin empfahl mir, mein Baby abzutreiben. Zu groß wäre die Gefahr für mich, dass mein Kind versterben würde und bei mir eine Sepsis auslösen würde.

,Auf keinen Fall töte ich mein Kind!‘ rief ich empört.

Insgeheim hoffte ich natürlich, dass sie sich geirrt hatte und ich schon bald mein gesundes Wunschbaby im Arm wiegen würde.

So ging ich am nächsten Tag zu einem anderen Frauenarzt und drängte dort darauf, einen schnellen Termin zu bekommen. Den bekam ich auch – aber leider kein anderes Ergebnis.

Mein Baby würde nicht lebensfähig sein – und es bedrohte mein eigenes Leben.

Darauf folgten lange Gespräche mit meinem Mann. Während wir diskutierten, spürte ich, wie sich unser Kind in meinem Bauch bewegte.

Und doch entschied ich mich am Ende für den Eingriff, der das Leben meines Babys beendete. Bitte verurteilt mich nicht, bis heute habe ich mich nicht davon erholt.

Auch heute, fünf Jahre danach und mit einem kerngesunden kleinen Mädchen an der Hand denke ich jeden Tag an meinen Jungen, der doch ihr großer Bruder werden sollte. Jeden Tag frage ich mich, ob meine Entscheidung richtig war.“

Liebe Miriam, vielen Dank, dass du uns deine Meinung anvertraut hast. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Liebe für die Zukunft!

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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