Ich habe solche Angst vor der Geburt – was hilft mir?

Fast jede werdende Mama hat, wenn keine Angst, doch zumindest Respekt vor der Geburt. Es ist auch kein Wunder – es ist riesiger Kraftakt, und meist hat man auch wenig Kontrolle über den Geburtsvorgang – wie lang es dauert, ob man Geburtsverletzungen davonträgt.

Sarah Müggenburg ist Yogalehrerin und hat schon viele Mamas vor und nach der Geburt betreut. Die Frage, wie man sich auf die Geburt vorbereiten kann, kam so oft, dass sie die Keyela-Schwangerschafts-App entwickelt hat, um werdende Mütter in dieser besonderen Zeit bis zur Geburt zu unterstützen.

Sie sagt: „All den Frauen, die sich mit Ängsten vor der Geburt plagen, möchte ich Mut machen! Es gibt viele Möglichkeiten, sich optimal vorzubereiten:

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  1. Baue mit Yoga eine Beziehung zu deinem Körper und deinem Baby auf:

Prenatalyoga hält dich nicht nur in der Schwangerschaft fit, du lernst dabei auch auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Durch die Übungen tankst du Kraft, entwickelst sprichwörtlich einen langen Atem und baust deine Ausdauer für die Geburt auf. Das Yoga hilft dir in die Kraft zu gehen, ohne „fest“ zu werden. Die Atemübungen können helfen, auch in der stressigen Geburts-Situation zu entspannen und bei dir zu bleiben.

Foto: Thomas Nadler

Die Übungen tun übrigens auch deinem Baby gut. Es bekommt mehr Sauerstoff und mehr Platz durch das tiefe Atmen und gezielte, öffnenden Bewegungen. Auch die Endorphine, die du dabei ausschüttest, kommen beim Baby an. Außerdem können spezielle Yogaübungen helfen, das Kind in die richtige Lage für die Geburt zu bringen, was natürlich schon mal eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Geburt ist.

  1. Bereite dich mental auf die Geburt vor:

Du musst dir wirklich nicht jede Geburtsgeschichte aus dem Bekanntenkreis anhören, auch wenn alle nur gutgemeinte Tipps geben wollen. Aber jede Geburt verläuft anders. Besprich deine Sorgen am besten mit deiner Hebamme. Leg ein Tagebuch für die Schwangerschaft an und schreibe deine Gedanken auf. Es hilft auch, deinen gewünschten Geburtsverlauf aufzuschreiben und ihn mit deiner Hebamme oder vorab im Krankenhaus oder Geburtshaus besprechen.

3. Auch die Brahmari-Atemübung (das Bienensummen) hilft bei Aufregung und Ängsten. So funktioniert sie:

  • Komme in einen bequemen und aufrechten Sitz
  • Verschließe mit den Daumen die Ohren (nur von außen, nicht im Gehörgang!), lege die Zeigefinger sanft über die Augen, die Mittelfingerkuppen seitlich an die Nasenflügel, die Ringfinger auf die Oberlippe und die kleinen Finger auf die Unterlippe. Diese Handhaltung (Mudra) wird „Das Verschließen der sieben Pforten“ genannt.
  • Während des Ausatmens, summe wie eine Biene, atme wieder entspannt ein und wiederhole dies für ca. 10 Atemzüge.
  • Beende die Übung und lege die Hände auf die Knie oder in den Schoß und spüre mit geschlossenen Augen nach.

4. Bereite mit der Malasana-Übung den Beckenboden auf die Geburt vor:

Manchmal dauern Geburten lang, da sich die Eröffnungsphase über viele Stunden hinzieht. Um sie zu verkürzen, kannst du deinen Beckenboden auf die Geburt vorbereiten und gut vordehnen. Eine sehr effektive Übung dafür ist die tiefe Hocke (Malasana). Wenn du sie im letzten Trimester jeden Tag für 3-5 Minuten übst, kann das Baby mit dem Kopf tiefer in das Becken rutschen. Die Übung kann auch mit einer Dammölmassage kombiniert werden, um das Gewebe weich zu machen und Rissen vorzubeugen.

Videoanleitung für die tiefe Hocke:

Achtung: Bitte übe die tiefe Hocke nicht, wenn:

  • Dein Muttermund bereits vor der 37. SSW geöffnet oder der Gebärmutterhals bereits verkürzt ist.
  • Du vorzeitige Wehen verspürst und es eine Frühgeburtsgefahr gibt
  • Dein Baby nicht mit dem Kopf nach unten liegt
  • Du unter Schmerzen an der Symphysen- oder im Bereich des Iliosakralgelenk (zum Beispiel durch eine Blockade) hast
  • Wenn du unter Varizen (Krampfadern) im Vaginalbereich leidest
  1. Bleibe während der Geburt möglichst entspannt:

Anspannung wirkt dem natürlichen Geburtsverlauf entgegen. Mit diesen Tipps kannst du die Kontraktionen am effektivsten nutzen:

  • Nimm deine Lieblingsmusik mit. Am besten stellst du dir vorher Playlisten für verschiedene Stimmungslagen zusammen.
  • Packe zwei ätherische Öle ein: Lavendel zur Entspannung und Zitrusöl, um neue Konzentration und Energie zu gewinnen.
  • Töne während der Geburtswellen auf „A“, „O“ oder „U“.
  • Besonders hilfreich sind Beckenkreise, um den Druck im unteren Rücken und Becken zu lindern und dem Baby zu helfen, sich durch den Geburtskanal zu schrauben
  • Bewege dich so viel wie möglich. Benutze vorhandene „Hilfsmittel“: Gymnastikbälle, Tücher, Seile, Gebärhocker, Badewanne, Bodenmatte und die Wand. Stehen, Vierfüßler, Liegen, alles ist erlaubt.“
  1. Du hast vor der Geburt keine Möglichkeit, einen Kurs zu besuchen?

Yoga in der Schwangerschaft wird von vielen Hebammen als beste Geburtsvorbereitung empfohlen. Wenn du keine Zeit hast, Kurse zu besuchen, empfiehlt Sarah Müggenberg ihre Keleya App – ein Gesundheit-Coach für die Schwangerschaft. Du bekommst personalisierte Yoga- und Pilates-Workouts mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zum Beispiel spezielle Rücken- oder Beckenbodenübungen. Die Workouts sind aus kleinen Modulen zusammengesetzt, die sich in Intensität, Dauer und Schwerpunkt deinen Bedürfnissen kontinuierlich anpassen. Zusätzlich gibt es noch gesunde und leckere Rezeptempfehlungen.

Keleya App

 

Die Keleya App wurde von Hebamme Sabine Kroh von Call-a-Midwife und der Physiotherapeutin Stefanie Mallach geprüft und empfohlen. Du kannst sie hier im iOs App Store und hier im Google Play Store kostenlos herunterladen.

 

 

Sarah Müggenberg / Foto: Katja Würzburg

Sarah Müggenburg ist Mutter von zwei Söhnen (5 und 10 Jahre alt) und Yogalehrerin, zusätzlich ausgebildet in Pre- und Postnatalyoga und unterrichtet seit über 10 Jahren vor allem Kurse für werdende und frischgebackene Mamas. 

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