Helene Fischer: Hausgeburt – was gibt es zu beachten?

Helene Fischers Baby ist da – und es kam offenbar bei einer Hausgeburt zur Welt. Eine Tatsache, die viele ungewöhnlich finden, dabei waren Hausgeburten früher die Regel. Wir nehmen die Geburt vom Kind des Schlagerstars zum Anlass, um dir mehr über die Geburt in den eigenen vier Wänden zu erzählen: zum Beispiel, was es dabei zu beachten gibt und was du dazu brauchst.

1. Alles Wichtige auf einen Blick

  • Helene Fischer hat eine kleine Tochter bekommen
  • Das Kind kam per Hausgeburt zur Welt
  • Manche Schwangere empfinden eine Hausgeburt als intimer
  • Es gibt Risiken bei der Hausgeburt, die zu beachten sind
  • Für eine Hausgeburt ist neben der Hebamme die richtige Vorbereitung ausschlaggebend

2. Helene Fischer ist Mama: Hausgeburt am Ammersee

Wie die Bild berichtet, ist das Baby des Schlagerstars schon „rund um Weihnachten” zur Welt gekommen. Es soll sich um ein kleines Mädchen handeln. Der Papa ist Fischers Verlobter Thomas Seitel. Da gratulieren wir selbstverständlich und wünschen der kleinen Familie alles Liebe.

Doch nicht nur die Baby-News erregen Aufsehen, auch die Geburt selbst ist bemerkenswert. Laut der Bild entschied sich Helene Fischer nämlich für eine Hausgeburt. Sie entband nicht in der Klinik im nahen Starnberg, sondern daheim am Ammersee. Dort genießen die jungen Eltern auch die erste Zeit mit Baby.

3. Gute Gründe für eine Hausgeburt

Die meisten Mamas entscheiden sich für die Geburt in einer Klinik, genauer gesagt sind es 98 Prozent, wie der BR berichtet. Nur zwei Prozent wählen eine Hausgeburt oder eine Geburt in einem Geburtshaus. Geburten in den eigenen vier Wänden sind also eher die Ausnahme, trotzdem beschäftigen sich in letzter Zeit zunehmend mehr Eltern mit dem Thema. Aber warum ist das so?

Nun, es gibt gute Gründe für eine Hausgeburt. Schließlich fühlen sich die meisten Menschen in den eigenen vier Wänden deutlich wohler als in einem Krankenhaus. Hier können Mütter ihre Geburt und die ersten Stunden mit Baby sehr intim und ungestört verbringen.

Außerdem lernen sich Hebamme und Schwangere für eine Hausgeburt sehr gut kennen, die Betreuung ist sehr eng. Auch das gibt vielen werdenden Eltern für die Geburt ein gutes Gefühl.

4. Risiken einer Hausgeburt

Allerdings gibt es auch gute Gründe für eine Geburt in einer Klinik, denn eine Hausgeburt bringt gewisse Risiken mit sich. Der größte Kritikpunkt liegt auf der Hand: Die medizinische Versorgung kann im Notfall nicht so gewährleistet werden, wie in einem Krankenhaus. Bis du dort angelangt bist, kann wichtige Zeit verstrichen sein, die im Extremfall über Leben und Tod entscheidet.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. empfiehlt die Entbindung in einer Geburtsklinik. Prof. Michael Abou-Dakn, Sprecher für die ärztlichen GeburtshelferInnen im DGGG-Vorstand erklärt:

„Wir können schlicht nie genau vorhersagen, bei welcher Frau trotz unauffälliger Schwangerschaft ein Notfall unter der Geburt eintreten wird. Auch bei risikofreien Schwangerschaften kann es unerwartet zu einer akuten Notfallsituation kommen. Daher empfiehlt die DGGG auch in solchen Fällen eine sehr kurzfristige Verlegung in eine Klinik zu organisieren. Hierbei kann es auf Minuten ankommen.”

5. Das solltest du bei einer Hausgeburt beachten

Nur Frauen, die eine unauffällige Schwangerschaft erleben und sogenannte Low-Risk-Schwangere sind, kommen für eine Hausgeburt infrage. In Anbetracht des erhöhten Risikos für Mutter und Kind macht das Sinn, denn die Frauen werden ausschließlich von Hebammen begleitet, Ärzte sind nicht anwesend.

Dann ist eine außerklinische Geburt nicht möglich

  • bei Mehrlingsschwangerschaften
  • bei Vorerkrankungen
  • bei Risiko-Schwangerschaften
  • wenn die Geburt nicht im vorgesehen Zeitraum einsetzt

6. Was du für eine Hausgeburt brauchst

Das wichtigste für eine Hausgeburt ist die Hebamme, die diese begleitet. Wie die meisten wissen, gibt es immer weniger Hebammen und gleichzeitig steigt die Nachfrage. Gerade in ländlichen Regionen kann es deswegen schwer sein, eine Hebamme zu finden. Dazu kommt noch, dass nicht alle Hebammen Hausgeburten begleiten.

Die werdende Mama sollte also möglichst früh mit der Suche beginnen. Schließlich ist auch wichtig, dass die Chemie zwischen Schwangerer und Hebamme stimmt, damit ein Vertrauensverhältnis entsteht. Zugegeben: Da musst du etwas Glück haben, damit du die richtige Hebamme für eine Hausgeburt findest.

Checkliste für die Hausgeburt

Darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die ihr schon mal vorbereiten und zurechtlegen könnt, bevor es mit der Geburt losgeht. Falls du dich für eine Hausgeburt entscheiden solltest, wird deine Hebamme darüber mit dir sprechen und dir genau erklären, was ihr benötigt.

Wir geben dir aber schon mal einen Überblick, was vermutlich auf dich zukommt:

  • Material zum Abdecken von Möbeln und Boden: Zum Beispiel wasserdichte Einweg-Unterlagen für das Bett und Malerflies, um die Matratze abzudecken. Für den Bereich um das Bett eignen sich alte Laken und Malerplane.
  • Bis zu zehn frische Handtücher
  • vorgewärmte Frottee-Handtücher für dein Baby
  • Thermoskanne mit heißem Wasser
  • Mülltüten
  • Putzzeug wie Haushaltseimer und Lappen
  • Helle Lampe, falls der Damm genäht werden muss
  • Kühlkissen im Tiefkühlfach
  • Große Binden für die Nachblutungen
  • Getränke und Snacks
  • Windeln und etwas zum Anziehen für euer Wunder
  • Keil- und Stillkissen

Außerdem ist natürlich alles erlaubt, was dir dabei hilft, dich wohl zu fühlen (wenn es die Geburt nicht behindert). Zum Beispiel warme Decken, Wärmflaschen, Massageöl oder Kerzen.

Alle wichtigen Dokumente:

  • Mutterpass
  • Personalausweis
  • Familienstammbuch bzw. Geburtsurkunde
  • Krankenkassenkarte

Natürlich wünschen wir jedem, der sich dafür entscheidet, eine tolle Hausgeburt, doch leider kann auch bei absolut unauffälligen Schwangerschaften etwas schiefgehen. Deswegen raten wir dir dringend dazu, auch für den Notfall vorzusorgen und auch diese Dinge griffbereit zu haben:

  • gepackte Krankenhaustausche
  • alle wichtigen Telefonnummern
  • Handy (mit geladenem Akku) oder Telefon

9. Fazit: Ist die Hausgeburt eine Alternative für dich?

Du ahnst es vielleicht schon: Wenn bei deiner Schwangerschaft generell nichts gegen eine Hausgeburt spricht, können wir dir die Entscheidung nicht abnehmen. Ob eine Hausgeburt das richtige für dich und dein Wunder ist, solltest du dir gut überlegen und dich dazu intensiv beraten lassen.

Es ist schließlich nicht von der Hand zu weisen, dass es ein erhöhtes Risiko für Hausgeburten gibt. Andererseits spielen auch psychosoziale Faktoren eine Rolle für Gebärende. Möglicherweise verkraftest du die Geburt in deinem gewohnten Umfeld besser.

Wie du dich auch entscheidest: Wir wünschen dir alles Gute für die Geburt und eine wunderschöne Kennenlernzeit mit deinem Baby!

Habt ihr schon mal über eine außerklinische Geburt nachgedacht oder sogar selbst eine erlebt? Erzählt uns in den Kommentaren gerne von euren Erfahrungen!

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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