Heizkostenzuschuss: So bekommst du ihn auch ohne Hartz IV!

Die Heiz- und Energiekosten explodieren und die Geldsorgen wachsen bei vielen von uns täglich. Gerade Menschen mit geringem Einkommen oder Familien, die Hartz IV beziehen, geraten aktuell in echte Schwierigkeiten.

Der Heizkostenzuschuss soll für Erleichterung sorgen.

Das Beste daran: Auch Personen, die kein Hartz IV bekommen, können diesen Bonus beantragen!

Das berichtet jetzt beispielsweise Der Westen. Auch, wenn man seinen „normalen“ eigenen Bedarf durch das Gehalt decken kann, darf man für die hohen Nachzahlungen fürs Heizen Hartz IV beantragen – und zwar in Form einer Übernahme der Heizkosten vom Jobcenter. Dies gilt im Übrigen auch, wenn beispielsweise bereits Wohngeld und / oder Kinderzuschlag bezogen wird!

Jobcenter sind verpflichtet, Miet- und Heizkosten zu übernehmen, dazu gehören auch Nachzahlungen zu den Heizkosten in der Gaskrise. Bei hohen einmaligen Nachzahlungen wird es deswegen „bis weit in die Mittelschicht hinein“ möglich sein, einen Heizkostenzuschuss beim Jobcenter beantragen zu können, ohne selbst Hartz IV zu beziehen. So wird Harald Thomé vom Selbsthilfeverein Wuppertal in der taz zitiert.

Möglich macht es der vereinfachte Zugang zur Grundsicherung. Diese Übergangsregelung gilt noch bis zum 31.12.2022.

Sie besagt, dass bei Hartz IV in den ersten sechs Monaten ab Antragstellung die Kosten für Unterkunft und Heizung nicht überprüft werden. Zusätzlich wird von der Vermögensprüfung abgesehen, sofern das Vermögen mit bis zu 60.000 Euro als unerheblich gilt.

Zu beachten ist: Die einmalig hohe Nachzahlung für Heizkosten zählt nur im Monat seiner Fälligkeit als höherer Gesamtbedarf – und in diesem muss auch der Hartz IV-Antrag gestellt werden. Geht er erst später an, verfällt der Anspruch.

Alle Infos dazu findet ihr auf der Website der Verbraucherzentrale.

Dort wird auch auf die Möglichkeit hingewiesen, die Nachzahlung in Raten zu tilgen. Diese müssen mit dem Anbieter abgesprochen werden – und der Anspruch auf den Heizkosten-Bonus verfällt dabei, weil der monatliche Bedarf bei kleineren Raten auch durch das Einkommen gedeckt werden kann. Eine hohe Rechnung, die nicht mehr aus eigener Kraft bezahlt werden, existiert somit offiziell nicht mehr.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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