Hebammentipps für die Geburt: So wird die Zeit im Kreißsaal leichter

Neigt sich die Schwangerschaft dem Ende zu, kreisen die Gedanken der werdenden Mama immer häufiger um die Zeit im Kreißsaal: Was genau erwartet mich dort? Was muss ich mitnehmen, wie verhalte ich mich dort und, argh, zur Hölle – will ich das alles eigentlich wirklich? Keine Sorge, alles wird sich am Ende von selbst ergeben. Und hält man das Ergebnis dieser Aufregungen endlich in den Armen, ist das ja die schönste Belohnung! Und trotzdem: Für die drängensten Fragen gibt es zum Glück ja erfahrende Fachfrauen, die sie alle beantworten können! Mit diesen Hebammentipps für die Geburt ist man gut gewappnet:

Im Vorfeld auf Geburts-Schilderungen verzichten

Auch, wenn es schwerfällt…  Hebammen empfehlen, darauf zu verzichten, andere Mamas nach ihren Geburtserlebnissen zu fragen. Diese sind sehr persönlich und nicht übertragbar, denn jede Geburt ist anders. Zudem nimmt jede Mama Schmerzen, Aufregung etc. anders wahr – und nach einiger Zeit erinnert man sich darüber hinaus oft nur nach an sehr positive oder sehr negative Dinge. Also lieber die Neugier in Zaum halten und sich auf das ein wenig Ungewisse einlassen.

In Ruhe den Geburtsort aussuchen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo du dein Kind zur Welt bringen kannst: eine Klinik, ein Geburtshaus oder sogar dein eigenes Zuhause. Wenn du unsicher bist, dann schaue dir Kranken- und Geburtshäuser an und lasse dann dein Gefühl entscheiden. Nimm Infoabende verschiedener Einrichtungen wahr und lasse dich in Aufnahmegesprächen beraten. Gespräche mit deinem Partner und natürlich auch einer erfahrenen Hebamme können dir weitere Klarheit bringen.

Ein wichtiger Aspekt der richtigen Wahl: Dein Wunsch nach Sicherheit. Kannst du dich in deinem eigenen vier Wänden am besten entspannen oder bleibt im Gegenteil immer die Sorge, dass im Falle von Komplikationen keine ausufernde medizinische Versorgung möglich ist?

Wer ist dein „Team Geburt“?

„Die Länge der Geburt ist proportional zur Zahl der anwesenden Menschen.” Diese Aussage stammt von dem französischen Arzt Michel Odent. Und es steckt so viel Wahres darin! Deswegen sollte man sich gut überlegen, mit wem man diesen intimen Moment wirklich teilen möchte. Wer kann dir die beste Unterstützung geben?

Wenn deine Mutter oder eine Freundin liebend gerne dabei wären, du das aber nicht möchtest – ist dies genau der richtige Zeitpunkt, sich liebevoll, aber bestimmt durchzusetzen.

Oft ist ja der werdende Papa mit von der Partie. Wichtig: Auch der sollte sich vorbereiten – und sich der Situation auch wirklich gewachsen fühlen! Gemeinsame Gespräche über die anstehende Geburt schweißen zusammen und ermöglichen eine fast wortlose Kommunikation, wenn es denn soweit ist.

Hebammentipps für die Geburt: Hilfe gegen Ängste

Hier helfen Gespräche mit dem Partner und vor allem auch der Hebamme. Sie kann alle Fragen beantworten und kann mit dir zusammen einen Geburtsplan erstellen, der dir zusätzliche Sicherheit gibt. In dem Plan könnt ihr deine Wünsche festhalten, auch, was medizinische Maßnahmen während der Geburt angeht.

Viele Hebammen empfehlen Frauen, ein positives Mantra zu finden, dass sie sich während der Wehen sagen können. Bewährt laut Hebammen: „Komm, Baby!“ 😉

Ebenfalls empfehlen Geburtshelfer, einen Code mit dem begleitenden Partner zu vereinbaren. So kannst du ihm in der Extremsituation Geburt einen schnellen Hinweis darauf geben, ob und wie er dich anfassen oder mit dir sprechen soll.

Einer der wichtigsten Hebammentipps für die Geburt: Die Geburt als eine positive Herausforderung annehmen! Sage dir immer, dass du es schaffen willst und kannst!

Hebammentipps für die Geburt: Aktive Vorbereitung

Viele Hebammen bieten ab etwa vier Wochen vor dem ET spezielle Akupunktur an, die den Körper einstimmen soll. Die Stimulation soll die Bänder lockern und tatsächlich berichten viele Frauen, dass sie dank der feinen Nadeln die Stunden der Geburt viel entspannter erlebten.

Spezielles Prenatal-Yoga „trainiert“ deine Atmung auf die Wehenarbeit. Du spürst deinen Körper, lernst ihn neu kennen und das kann dir helfen, dich sicherer zu fühlen.

Den Kreißsaal möglichst heimelig machen

Auch das ist absolute Typsache, aber viele Hebammen geben an, dass es Frauen helfen kann, sich den Kreißsaal etwas schön zu machen. Eine Möglichkeit dafür sind Duftöle. Wer einen Favoriten hat, nimmt diesen mit – und eine Duftlampe. Für alle, die noch keine Idee haben, aber neugierig sind, empfehlen Hebammen eine Mischung aus Eisenkraut, Jasmin, Lavendel, Rose und Ylang-Ylang.

Wichtig: Wenn der Duft dann doch stört, scheue dich nicht, dies zu sagen. Die Gebärende ist hier der Boss, ihr muss es gut gehen!

Eine weitere Idee, um die Stimmung zu heben, ist ganz klar deine Lieblingsmusik! Gute Musik kann die Stimmung heben, für neuen Schwung sorgen, wenn du müde bist oder dich entspannen, wenn du sehr angestrengt bist. Außerdem schaffen vertraute Klänge auch eine vertraute Atmosphäre.

Das alles sind Dinge, die du tun kannst, um dich am Ende im Kreißsaal wohler und sicherer zu fühlen. Dich entspannen zu können und aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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