Hallo Baby – 7 Do’s and Don’ts beim Wochenbettbesuch

Ich erinnere mich gern an die Geburt meines ersten Kindes. Also, nicht an die schmerzhaften Momente, aber an die Zeit unmittelbar danach. Ich habe mit meinem Kind und meinem Mann im Bett gelegen, und gemeinsam haben wir unser Baby „in die Welt gestreichelt“. Es lief ganz leise Musik, und wir haben Kerzen angemacht und die ganze Zeit nur unser Kind angestarrt. Ich weiß nicht, was sonst noch passiert ist in diesen ersten 14 Tagen, ich erinnere mich nur an eine riesige Harmonie-Bubble.

Ich kann jedem empfehlen, diese erste Zeit so lang wie möglich auszukosten und die Welt auszublenden. Auch, wenn ihr danach noch mal ein Baby bekommen solltet – es wird nie wieder so magisch sein wie beim ersten Mal, wo alles so neu und unbekannt ist.

Aber irgendwann platzt die Harmonie-Blase, und man taucht wieder auf in die normale Welt. Dann kommt der erste Besuch und will den Neuankömmling sehen, was ganz wunderbar ist. Schließlich freuen sich alle für einen, und Geschenke bringen sie meist auch noch mit. Aber für viele Mamas ist das auch seltsam: Man ist hin- und hergerissen zwischen Stolz und dem Gefühl, sein kleines Neugeborenes beschützen zu müssen. Vor fremden Händen, Küssen und Gerüchen.

Deshalb haben wir mal eine kurze Liste erstellt, worauf Besucher achten sollten. Es sind Kleinigkeiten, die aber für eine empfindsame Mama die Welt bedeuten.

Es sind nur Kleinigkeiten, die für eine Neu-Mama jedoch von großem Wert sind.

Es sind nur Kleinigkeiten, die für eine Neu-Mama jedoch von großem Wert sind.

1. Der richtige Zeitpunkt

Das ist super individuell – einige wollen sofort die ganze Familie da haben und sich feiern lassen, andere haben gar keine Lust auf irgendjemanden, schon gar nicht die Schwiegereltern. Es gibt kein richtig oder falsch, nur eure Bedürfnisse als Familie.

Gut ist sicher noch vor der Geburt „Erwartungsmanagement“ zu betreiben. Wenn ihr schon wisst, dass ihr für mehrere Tage niemanden sehen wollt, sagt das. Dann ist niemand (so schlimm) enttäuscht, wenn er abgewimmelt wird.

Bittet um etwas Verständnis und Spontanität. Es gibt sehr reizoffene Babys, für die fremde Stimmen, Gerüche und Hin- und Herreichen Stress bedeuten. Ihr könnt zum Beispiel ein grobes Zeitfenster vereinbaren und eine halbe Stunde vorher dann Bescheid geben, ob es gut passt zwischen Stillen und Schlafen. Wenn es euch zu viel wird: Ein klares Signal, das die meisten verstehen – zieht euch mit dem Baby zum Stillen zurück.

Im Notfall: Stellt die Klingel aus. Ernsthaft. Es gibt Mamas, die hatten eine schwere Geburt, oder brauchen einfach länger, sich in diesem neuen Leben zu sortieren. Klingel aus ist besser als mit fettigen Haaren in einer chaotischen Wohnung unvorbereitet Gastgeber spielen zu müssen.

2. Die Bedürfnisse der Eltern stehen im Vordergrund

Dieses kleine, süße Baby ist gerade erst geboren und schon scharen sich die Besucher und wollen es anfassen und lieb haben, kuscheln, küssen. Das ist natürlich gut gemeint, schließlich haben alle mitgefiebert und auf das Baby gewartet. Trotzdem: Wenn ihr das nicht wollt, sagt es. Wie immer macht der Ton die Musik, aber wenn ihr um Verständnis bittet für eure Gefühle, gibt es wenige Menschen, die das ignorieren. Möglicherweise sind sie etwas beleidigt und halten euch für schwierig (was ihr nicht seid!), aber nun gut. Das haltet ihr aus! Und irgendwann ist das vergessen.

3. Sorgt für euch, sorgt für gutes Essen

Eine Geburt ist ein riesiger Kraftakt. Davon muss man sich erholen. Also wirklich: Herumliegen, schlafen, Baby versorgen ist alles was zählt. Putzen und Kochen eher nicht. Aber essen muss man halt – daher ist der beste Besuch jener, der etwas zu Essen mitbringt. Oder Gutscheine für Bestellservices. Oder eine Kochbox schenkt, und die auch noch gleich selbst zubereitet. Oder euch in sonst einer Art unterstützt, die ihr euch wünscht (Wäsche falten, Bett neu beziehen, Geschirrspüler einräumen).

4. Geschenke zur Geburt – weniger ist mehr

Ich war überwältigt, wer uns zur ersten Geburt alles etwas geschenkt hat: Kuscheltiere, Babydecken und Mini-Outfits haben wir auch mehrfach bekommen. Natürlich freuten wir uns über alles, aber über die praktischen Sachen, die wir wirklich brauchten, vielleicht noch ein klitzekleines bisschen mehr.

Eine Windeltorte ist, wie ich finde, eine schöne Aufmerksamkeit. Sie sieht hübsch aus und ist für frischgebackene Eltern nunmal auch super praktisch. Mein Favorit dafür: die Pampers Harmonie – da liegen schon im Namen die besten Wünsche. Früher hieß sie Pampers Pure Protection, auch nicht schlecht, aber Harmonie entspricht noch viel mehr dem Babyglück von frischen Eltern finde ich. Auf jeden Fall kann man mit den Pampers Harmonie Windeln nichts falsch machen: Bei vielen Eltern, insbesondere frischgebackenen, sind Pampers Windeln sehr beliebt. Die Pampers Harmonie Windeln sind unglaublich saugstark, zeichnen sich durch den bewährten bis zu 12 Stunden Auslaufschutz aus, und haben einen Urinindikator, dass man sofort sieht, wenn Pipi in der Windel ist. Sie enthalten 0% Lotion und Parfüm und sind dermatologisch getestet. Und, wichtiger denn je: Sie werden nach OEKO-TEX® Standard in Deutschland hergestellt. Laut einer Pampers Studie* ist für 39% der Eltern Produktqualität das wichtigste Kaufkriterium ist, aber fast genauso viele (34%) wünschen sich, dass Produkte aus nachhaltigeren Materialien bestehen. Bei Pampers Harmonie bedeutet das: Premium-Baumwolle, ein weiches Außenvlies auf Pflanzenbasis und die Verpackung enthält bis zu 50% pflanzliche Materialien aus Zuckerrohr.

Übrigens sind die Harmonie-Windeln mit den niedlichsten (Trend-)Tierchen bedruckt: Lama, Faultier und ein Häschen. Das Auge schenkt schließlich mit!

So sieht die neue Pampers Harmonie Windel aus.

Augen auf beim Kauf: Die Pampers Pure Protection Windeln heißen jetzt Pampers Harmonie. Foto: PR

5. Viren müssen draußen bleiben

In einer Zeit vor Corona war das einzige Mal, dass ich ein Desinfektionsmittel am Waschbecken hatte, die ersten Wochen nach der Geburt. Weniger für mich, als für die Besucher. Also platziert es am besten auffällig im Bad oder auf dem Tisch vor euch – heute muss man sich zum Glück nicht mehr komisch fühlen, wenn man jemanden bittet, sich die Hände zu desinfizieren. Der Grund ist simpel und einleuchtend: Das Immunsystem von eurem Baby ist noch nicht ausgereift und euer eigenes ist durch die Strapazen der Geburt und die Milchproduktion eher geschwächt. Krank werden im Wochenbett kann man echt nicht gebrauchen, also lieber etwas vorsichtiger sein.

6. Parfum- und Rauchverbot

Ihr habt diese eine Freundin, die immer von einer Wolke Parfum umgeben ist? Es ist eigentlich Babybesuch-Etikette, keinen Duft zu tragen. Aber falls euer Besuch das nicht weiß, ist es auch total ok, darauf hinzuweisen wenn es euch stört. Ein Baby ist sehr empfindlich, was Gerüche angeht. Wie oben erwähnt, gibt es sehr reizoffene Babys, die extrem sensibel reagieren – also den duftenden Besuch dann im Zweifel durch ihr Schreien vertreiben.

7. Umgang mit „gut gemeinten“ Ratschlägen

Es gibt diesen Spruch, dass nicht nur ein Baby geboren wird, sondern auch eine Mama. Das stimmt, für beide geht ein neues Leben los. Viele Besucher wollen da helfen, mit Ratschlägen. Die sind sicher immer gut gemeint, aber als Mama findet man oft nichts Harmloses in „du solltest ihn nicht zu viel tragen, er gewöhnt sich daran“. Oder „Sollte sie nicht längst in ihrem eigenen Bett schlafen?“ Puh. Schon das zu tippen, tut mir weh. Hormongebeutelt oder nicht, du bist nicht überempfindlich. Ungebeten Ratschlage zu verteilen ist tatsächlich übergriffig. Aber: versuch die gute Intention darin zu sehen, atme, lächle, bedanke dich für den Tipp, und mach dein Ding. Vertrau auf deinen Bauch: Niemand weiß besser, was gut für dein Baby ist, als du.

Macht es euch schön im Wochenbett, es ist so eine einmalige, besondere Zeit. Und etwas Aufregung im positiven Sinne soll ja auch dabei sein. Schließlich sorgt sie für die nötige Energie, die euch trotz Schlafdefizit eine tolle Mama sein lässt – mehr braucht euer Kind jetzt nicht.

 

*Pampers Studie “Gemeinsam die Welt für Babys verbessern“, Februar 2020

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

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