Grausam: Beerdigungen für abgetriebene Embryos werden Pflicht

abtreibung-ultraschallIm Bundesstaat Texas in den USA verlangt ein neues Gesetz, dass abgetriebene Föten und Fehlgeburten bestattet werden müssen, wie unter anderem die Washington Post berichtet.
Trotz massiver Proteste wurde das Gesetz verabschiedet und tritt am 19. Dezember in Kraft. Kliniken dürfen abgegangene oder abgetriebene Föten und Embryos nicht mehr wie vorher entsorgen, sondern müssen dafür sorgen, dass die Frauen sie beerdigen oder einäschern lassen – auf deren eigene Kosten.
Für viele ist das ein Schlag ins Gesicht – was bei einer Fehlgeburt der Psyche unter Umständen helfen kann, wird bei einer Abtreibung nur noch mehr negative Gefühle bei den Betroffenen hervorrufen. Die Gründe für eine Abtreibung sind so vielfältig wie die Frauen, die darin den einzigen Ausweg aus ihrer Situation sehen. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Sie sind verzweifelt und durchlaufen eine emotional sehr belastende Zeit.
Eine Frau, die gegen die Vorschrift protestierte, erzählte im Zuge dessen ihre Geschichte: Sie wurde vergewaltigt, wollte das Baby nicht bekommen. Wäre sie verpflichtet gewesen, nach der schmerzvollen Erfahrung der Abtreibung auch noch eine Beerdigung oder Einäscherung zu organisieren, hätte sie das „gezwungen, sich die Vergewaltigung noch einmal vor Augen zu führen“.
Auch Mediziner und Abtreibungs-Anwälte warnen vor dem neuen Gesetz, es greife die Persönlichkeitsrechte von Frauen massiv an und bringe sie in große emotionale Schwierigkeiten.


Die Regierung unter Gouverneur Gregg Abbott allerdings ist von der Wichtigkeit und Richtigkeit überzeugt und hat es fast im Alleingang durchgesetzt, nämlich als Auflage für die Gesundheitsbehörde. Dadurch entging er sämtlichen Debatten oder Abstimmungen. Das Gesetz erhöhe die Gesundheit und die Sicherheit der Öffentlichkeit, so die Begründung. „Viel zu lange hat Texas erlaubt, dass die Unschuldigsten unter uns mit dem täglichen Müll hinausgeworfen werden“, sagte Senator Don Huffines laut Nachrichtenseite Statesman.
Er und Gregg Abbott sehen sich nun einer Welle an Protestbekundungen ausgesetzt. Unter anderem riefen Frauen dazu auf, ihm ihre blutigen Binden, Slipeinlagen und Tampons zu schicken:

Das Thema Abtreibung ist in den USA generell ein sehr schweres. Grundsätzlich ist eine Abtreibung im ganzen Land unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, die einzelnen Bundesländer aber haben ihre eigenen Vorschriften, die es Frauen vielfach sehr schwer machen. In Texas wurde schon früher in diesem Jahr ein Gesetz verabschiedet, dass verlangt, alle Frauen, die einen Abort planen, als Minderjährige einzustufen, bis sie eindeutig das Gegenteil beweisen können. Außerdem müssen sie zwei Termine in der Abtreibungsklinik wahrnehmen, bevor der Eingriff durchgeführt werden darf – in den USA, wo solche Kliniken von hunderten Demonstranten belagert werden, ein echtes Martyrium.

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Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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