Anfang des Jahres war es Nestlé, jetzt gibt es auch von Danone einen Rückruf von Babynahrung. Betroffen sind bestimmte Chargen der Marke Aptamil, die laut des Unternehmens Giftstoffe enthalten könnten.
Brief von Danone an Großhändler
Eine offizielle Pressemeldung von Danone gibt es bisher zwar nicht. Der französische Lebensmittelkonzern hat sich aber mit einem Brief an einen Großhändler gewandt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Demnach hat Danone in Deutschland mindestens drei Chargen der Babynahrung seiner Marke Aptamil zurückgerufen. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat bestätigt, dass bestimmte Chargen von Danone-Produkten zurückgezogen wurden.
Giftstoff kann zu Übelkeit und Erbrechen führen
Die betroffenen Produkte könnten Giftstoffe enthalten, die in einer Zutat eines Lieferanten aus China nachgewiesen wurden. Anfang des Jahres gab es aus dem gleichen Grund bereits einen Rückruf für Babynahrung von Nestlé.
Bei dem Giftstoff handelt es sich um Cereulid, ein Bakterium, das laut Bundesinstitut für Risikobewertung zu Übelkeit und Durchfall führen kann. In sehr seltenen Fällen sind auch schwere Krankheitsverläufe mit Leber- und Hirnschäden möglich.
Aptamil-Rückruf von Danone: Diese Produkte sind betroffen
Wie Reuters berichtet, sind laut des Schreibens an den Großhändler Produkte der Marke Aptamil betroffen, die zwischen Mai und August 2025 hergestellt wurden. Da der Großhändler in der Zwischenzeit schon neue Chargen bestellt hat, wurden die betroffenen Produkte vermutlich bereits verkauft.
Außerdem hat die Verbraucherorganisation Foodwatch für Österreich folgende Chargennummern genannt:
- Aptamil Pronatura Pre 1200g; MHD 19.11. 2026; EAN: 4056631003701
- Aptamil Pronatura 1 800g; MHD: 10.11. 2026; EAN: 9001375006391 und 4056631001226
- Aptamil Profutura Duoadvance Pre 800g; MHD: 20.04. 2027; EAN: 4056631003435
Hier findest du alle Infos zum Rückruf von Babynahrung von Nestlé.
Ermittlungen und Klagen in Frankreich
Neben Danone und Nestlé ist inzwischen auch der französische Hersteller Lactalis betroffen.
Nachdem in Frankreich zwei Babys gestorben sind, gibt es Ermittlungen, ob ein Zusammenhang mit den zurückgerufenen Produkten möglich ist. Außerdem haben dort mehrere Familien und auch Foodwatch Klage eingereicht. Die Verbraucherorganisation berichtet, dass sich in Deutschland ebenfalls viele besorgte Eltern gemeldet hätten, weil ihre Babys nach dem Verzehr der Flaschenmilch Verdauungsstörungen hatten.
Foodwatch kritisiert die fehlende offene Kommunikation der Unternehmen. Statt Eltern möglichst schnell und ausführlich zu warnen, würden sie die betroffenen Produkte oft heimlich aus den Regalen verschwinden lassen, so Chris Methmann, Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland, gegenüber bild.de. Dabei seien die Hersteller gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit ihrer Produkte zu garantieren.
Was geht in dir vor, wenn du solche Meldungen liest? Was würdest du dir von den Unternehmen grundsätzlich wünschen?



