Gespräche unter Mamas: 9 Tipps, wie es schön entspannt bleibt

Ein Fettnäpfchen neben dem anderen – Gespräche unter Mamas können „gefährlich“ sein, sehr schnell bewegt man sich bei bestimmten Themen auf dünnem Eis.

Dabei könnte alles so schön entspannt sein, weiß Bloggerin Maisie:

„Wer kennt es nicht:

Man unterhält sich angeregt mit einer anderen Mutter im Café, die Kleinen krabbeln um einen herum oder liegen brav da und plötzlich platzt es – in aller Unschuld! – aus einem heraus: ,Hach, ich bin so froh, dass meine kleine Mia keinen Schnuller nehmen muss!“`. Währenddessen liegt der kleine Theo daneben und nuckelt fröhlich am Schnuller mit Zebra-Motiv.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Ups. Schnell fängt man an zurückzurudern:

,Nicht, dass es schlimm wäre! Schnuller sind ja auch nicht sooo schädlich, haben ja bestimmt auch Vorteile, eben nur keinen, den ich kenne, aber wenn das für Euch gut ist, dann macht das bloß! Mensch, der Kaffee hier ist lecker, oder?‘

Schnell das Thema wechseln. Gespräche unter Mamas eben.

Ähnlich unangenehm können nahezu alle Aussagen rund um die Themen Stillen, Fläschchen geben, Babyschlaf (Familienbett, allein schlafen, einschlafen, …), Tragen, Baden, Impfen, Schnuller, Beikost, Erziehung, ach – und eigentlich fast alles andere sein.

Heißt das denn aber nun, dass man sich mit anderen Müttern gar nicht mehr über die Kinder unterhalten sollte? Das wäre ganz schön schade! Aber worauf kommt es an, damit Gespräche unter Mamas fröhlich und entspannt bleiben?

Ich habe meinen Mann gefragt, was er denkt, was am wichtigsten ist, damit man sich unter Mamas gut und wohlwollend unterhalten kann. Er sagte spontan: ,Na, dass die Kinder nicht dabei sind!` ?

Ach, Quatsch! Die Kleinen müssen natürlich nicht zuhause bleiben, damit ihr einen tollen Plausch unter Müttern halten könnt.

Aber wenn die folgenden neun Punkte beachtet, sollte Plauschen herzlich und bereichernd bleiben, eben so, wie man es sich wünscht. Dann müsst ihr auch auf kein Thema verzichten! Ach ja, und auf die Kinder natürlich auch nicht ?

 

  1. Immer dran denken: Alle Mamas wollen nur das Beste für Ihr Kind! 

    Manchmal erwischt man sich dabei, wie man denkt: ,Ach herrje, das Kleine ist doch viel zu kalt angezogen, wieso tut sie das??` Fakt ist doch: Keine Mutter geht raus und denkt: ,So ist mein Kind definitiv zu kalt angezogen. Naja, passt schon.` Meist gibt es dafür Gründe, z. B. dass sie es anders empfindet, dass sie gerade aus einem kalten/warmen Raum kommt oder gleich in einen geht oder dass sie vielleicht das Mützchen eben verloren oder vergessen hat. Das Gleiche gilt für so viele andere Sachen.

 

  1. Eltern-Kind-Paare sind unterschiedlich! 

    Was für die einen gut funktioniert, muss nicht das Richtige für die anderen sein. Ratschläge à la: „Du musst es allein ins sein Bettchen legen, dann wird es schon schlafen“ sind vielleicht gut gemeint, aber NICHT HILFREICH!

 

  1. „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“

    (Kurt Tucholsky). Es ist unter befreundeten Mamas okay, sich auch Ratschläge zu geben, natürlich, dafür tauscht man sich ja auch so gern untereinander aus. Wer hat nicht schon mal einen Tipp von einer anderen Mama bekommen, der einfach Gold wert war?! Aber fühl erstmal vor, ob die Mama überhaupt einen Tipp haben möchte. Manchmal neigt man dazu, sieben Ideen auf einmal zu haben, was die andere Mama alles ausprobieren könnte, um das geschilderte Problem zu beheben! Das wirkt dann auf die betroffene Person schnell so, als ob sie inkompetent wäre, und die Stimmung sinkt. Schau auch, dass Du Formulierungen wie: ,Du musst` oder ,Oh je, Du solltest unbedingt sofort` etc. vermeidest.

 

  1. Jeder sollte von seinem Alltag und seiner Beziehung zum Kind erzählen dürfen, ohne dabei bewertet zu werden! 

    Das knüpft direkt an den vorherigen Punkt an, denn Kommentare à la: ,Oh achso, du stillst immer noch?` oder ,Wie lange wollt ihr ihn denn noch bei euch schlafen lassen??` oder ,Reagierst Du immer sofort bei jedem Pieps?!` führen dazu, dass Gespräche unter Mamas zu einem unguten Gefühl führen können. Und wir selbst wollen so etwas ja auch nicht hören.

Freundinnen sprechen

Ein entspannter Plausch zwischen Mama-Freundinnen kann auch richtig gut tun. Foto: Bigstock

 

  1. Wir müssen uns alle erstmal in unsere neue Rolle hineinwachsen

    Gerade beim ersten Kind ist die Welt sprichwörtlich vom einen auf den anderen Moment verändert. ,Plötzlich` ist man eine Mama. Klar, dass man erstmal in die neue Situation reinkommen muss. Dazu gehört auch, sich auszuprobieren, fest eine Sache durchzuziehen, um dann doch das Gegenteil – genauso überzeugt – zu tun und eben auch Fehler zu machen. Wie in jeder anderen neuen Situation auch. Und auch beim zweiten, dritten oder vierten Kind gibt es immer wieder neue Umstände, an die man sich gewöhnen muss.

 

  1. Nicht alle Mamas haben die gleichen Ressourcen

    Das bezieht sich nicht nur auf Unterstützung aus dem Familienkreis, sondern auch auf körperliche Eigenschaften. Der eine braucht mehr oder weniger Schlaf, der andere ist vielleicht geduldiger und wieder jemand anderes ist körperlich vollkommen fit und gesund. Somit fällt es der einen oder anderen vielleicht sehr leicht, ihr Kind zu tragen, andere empfinden das aber als körperliche Belastung und wollen/können es nicht. Genauso haben einige vielleicht viel Unterstützung vom Vater und der Familie andere wuppen alles allein.

 

  1. Hab ein offenes Ohr 

    Manchmal möchte man sich einfach nur über die vergangene schlaflose Nacht auslassen und all seinen Frust verbalisieren, ohne dabei bei jedem Satz einen Tipp zu bekommen. Da hilft es, wenn man dem anderen einfach mal zuhört, ohne Bewertung, ohne Verbesserungsvorschläge, einfach aktiv zuhören und zeigen, dass man hört, was der andere sagt. Und fang nicht an, in der ersten Redepause von Deiner Nacht zu erzählen, sondern lass die andere Mama ausreden und frag nach, was sie als nächstes getan hat oder frag sie, wie sie sich dabei gefühlt hat. Danach kannst Du immer noch ausgiebig von etwas erzählen, dass Dich beschäftigt. 🙂

 

  1. Andere Babys

    Noch ein Punkt, der essentiell für herzliche Gespräche unter Mamas ist, ist der Umgang mit den Babys. Ich weiß, man findet nicht immer alle Babys süß. Muss man auch gar nicht! Aber bedenke immer, immer, immer, dass deine Freundin ihr Baby genauso unendlich süß findet wie du deines. Egal wie groß die Segelöhrchen, wie wenig Haare, wie viel Sabber oder ob es einen Hautausschlag hat, es ist ein Teil von ihr.

 

  1. Zu guter Letzt…

    … gehört es für eine gut funktionierende Mama-Freundschaft auch dazu, mal über andere Themen als Windeln, Schlafen und Brei zu sprechen! Vergesst nicht, dass ihr auch noch die Person außerhalb eurer Mama-Rolle seid und lernt euch auch auf der Ebene kennen.

 

 

So, nun dürfte unbeschwerten Gesprächen unter Mamas nichts mehr im Wege stehen!

 

Kennt ihr solche brenzlichen Momente auch? Bei welchen Themen erhitzen sich bei Euch in der Mama-Runde immer die Gemüter?

 

Viel Spaß beim Plauschen!“

 

 

 

Foto: privat

Maisie ist seit Mai 2018 Mama einer kleinen Tochter – und „seitdem vollkommen dem Mama-Dasein verfallen“. Darum hat sie Ende 2018 den wundervollen Blog  „My Maisie“ gestartet. Schaut unbedingt mal rein, hier lest ihr alles über die schönen, weniger schönen und verrückten Seiten des Mamaseins!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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