Gene bestimmen, wie eng die Bindung zwischen dir und deinem Kind ist

Die liebevolle Bindung zwischen Eltern und ihrem Kind scheint für die meisten von uns ganz selbstverständlich zu sein. Schließlich ist sie die Basis für eine intakte Familie, wie wir sie uns vorstellen.

Doch es gibt viele Mütter und Väter, denen diese Bindung einfach nicht so gelingt, wie sie es möchten und wie es von ihnen erwartet wird.

Der Evolutionsbiologe Andres Bendesky der Universität Columbia hat mit einer Gruppe von Forschern herausgefunden, dass es diverse Gene gibt, welche die Fürsorglichkeit einer Mutter oder eines Vaters beeinflussen. Sie beobachteten dazu das Verhalten von Mäusen und stellten fest, dass manche Gen-Regionen die elterliche Fürsorge allgemein beeinflussen, während andere ganz spezifische Verhaltensweisen lenken, wie zum Beispiel den Nestbau.

Bei uns Menschen spielt der Genpool – und damit die Träger unserer Erbinformation – auch eine wichtige Rolle für den Umgang mit anderen Menschen. So sind beispielsweise die Gene, welche für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin zuständig sind, verantwortlich dafür, wie schnell sich ein Mensch nach einer Aufregung wieder beruhigt.

Davon hängt schließlich ab, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen, wenn diese durch ihr Verhalten bei ihnen Stress auslösen. So bleiben die einen eher gelassen, ruhig und liebevoll, während die anderen aufbrausen, laut werden und ihr Kind im schlimmsten Fall sogar schütteln oder schlagen. Bitte nicht!

Auch die eigenen Erfahrungen der Eltern können der Bindung zum Kind ernsthaften Schaden zufügen. So führen schlechte Erfahrungen aus der eigenen Kindheit nicht selten zu negativem Verhalten gegenüber dem Nachwuchs, beispielsweise indem das Kind zur Strafe ignoriert, eingesperrt oder übermäßig angeschrien wird. Auf diese Weise versuchen die Eltern unbewusst, sich den Gefühlen, die ihre Erinnerungen auslösen, nicht stellen zu müssen.

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Stress während der Schwangerschaft stellt in diesem Zusammenhang eine zusätzliche Gefahr dar. Er kann dazu führen, dass das Kind später tendenziell eher aufbrausend und aggressiv ist. Dies wiederum löst bei leicht reizbaren Eltern zusätzliche Aggressionen aus, die sie nur schwer kontrollieren können. So entsteht schließlich ein Teufelskreis.

Die gute Nachricht ist: Es muss so nicht passieren!

Wenn du merkst, dass du dein Temperament nicht im Griff hast, lasse dir helfen. Dafür musst du dich auch überhaupt nicht schämen!

Inzwischen bieten zahlreiche Organisationen, Hebammen und Ärzte Kurse zur gesunden Eltern-Kind-Bindung an.

Es gibt sie in den meisten Städten, zum Beispiel in Dresden, Bremen und München. Einfach „Eltern-Kind-Bindung“ oder „Mutter-Kind-Bindung“ und deinen Orten googeln.

In den Kursen lernen Eltern, die diese Schwierigkeiten kennen und den Teufelskreis durchbrechen möchten, wie sie die Bindung zu ihrem Kind stärken und einfühlsamer mit ihm umgehen können.

Und davon hat ja die ganze Familie was!

 

 

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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