Herkömmliches Rentensystem nicht mehr lange tragfähig
Die neue Regierung plant deswegen, zehn Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln am Kapitalmarkt anzulegen. Bisher war die Rente in Deutschland ausschließlich umlagefinanziert, das heißt, sie wurde aus laufenden Einnahmen des Staates gedeckt. Die Ampel-Koalition hofft, dass sie zukünftig mit den Börseneinnahmen die Rente stabilisieren kann.
Doch ob 10 Milliarden dafür tatsächlich ausreichen, ist fraglich.
Johannes Geyer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) hält die Summe für viel zu gering. „Nötig wäre ein Betrag im dreistelligen Milliardenbereich. Mit dessen Erträgen könnte man tatsächlich die Rente stützen, also den Beitragssatzanstieg dämpfen und das Niveau stabilisieren”, wird er von der Tagesschau zitiert.
Es bleibt also abzuwarten, welche Maßnahmen tatsächlich getroffen werden, um unsere Rente zu sichern – und ob Vorschläge, wie die von Markus Söder, tatsächlich Gehör finden werden.
Weil die gesetzliche Rente bei vielen schon jetzt nicht ausreicht, sind besonders Mütter häufig von Armut im Alter betroffen. Hier kannst du dich zum Thema Altersvorsorge für Frauen informieren.
Geld für alle unter 18: Söder will „Jugendrente” einführen
Von
Lena Krause
17. Februar 2026