Feinstaub an Silvester: Der beste Schutz für dein Kind

Seitdem ich ein Kind habe, habe ich mir an Silvester vor allem um eines Gedanken gemacht: den Lärm! Kann meine Tochter schlafen? Oder wird sie um Mitternacht vom Feuerwerk geweckt? Worüber ich mir keine Gedanken gemacht habe: Der Feinstaub an Silvester! Brauchen meine Kind davor Schutz?

Es ist nämlich so: Ein echt krasser Nebeneffekt von Böllern & Co ist – die Luftverschmutzung!

Klar sehe ich, wie beim Böllern der Rauch aufsteigt und wie es um das Feuerwerk herum dampft, aber das schien mir nie von großer Bedeutung.

Zumindest so lange nicht, bis ich mal zufällig auf zwei Grafiken des Umweltbundesamtes stieß: Die eine zeigte die Feinstaub-Konzentration in Deutschland am 29. Dezember 2016, die andere am 1. Januar 2017. Die Dezember-Grafik zeigte bis auf die großen Ballungsgebiete hauptsächlich entspannte grüne und blaue Flecken. Das Januar-Bild war vornehmlich gelb und rot – Zeichen von hoher bzw. überhöhter Belastung durch Feinstaub in der Luft.

Doch was ist eigentlich dieser Feinstaub?

Feinstaub besteht aus Kleinstpartikeln, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern noch eine gewisse Zeit in der Luft verbleiben. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, können aber zu gefährlichen Ablagerungen in Lunge und Gehirn führen – mit langfristigen Folgen für die Gesundheit.

Gefährlich sind die Partikel vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen, alte Menschen – und natürlich Kinder. Die Europäische Umweltagentur zählt in Deutschland rund 60.000 Todesfälle pro Jahr aufgrund von Feinstaub. Klingt ganz danach, dass unsere Kinder tatsächlich Schutz vor dem Feinstaub an Silvester brauchen…

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Was also war zum Jahreswechsel passiert?

Millionen von Feuerwerkskörpern hatten in den Tagen um Silvester die Luft verpestet. Die Werte in der Luft waren mit über 500 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter teils zehn Mal so hoch wie die üblichen Grenzwerte. Betroffen waren natürlich vor allem die Großstädte und Ballungsgebiete, doch der Feinstaub-Teppich machte sich auch in weniger dicht besiedelten Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt breit.

„Feinstaub aus Böllern und Feuerwerkskörpern ist ein echtes Gesundheitsrisiko“, so Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Spiegel. „Was man an Silvester einatmet, bleibt für den Rest des Jahres im Körper.“ Es könne chronische Entzündungen hervorrufen, einen Herzinfarkt begünstigen oder sogar zu Demenz führen.

Und aktueller schreibt die GEO, dass beim Jahreswechsel 2018/19 so viel gesundheitsschädlicher Feinstaub freigesetzt wurde, dass seine Menge an diesem einzigen Abend mehr als 15 Prozent der jährlichen Emissionen aus dem gesamten Verkehr in Deutschland entspricht. Holla.

Ehrlich gesagt eine Horror-Vorstellung für mich, wie die junge und saubere Lunge meines Kindes Unmengen an Ruß und Dreck einatmet. Ich habe schon an normalen Tagen ein mulmiges Gefühl, wenn ich unsere Balkongeländer putzte, und am Lappen schwarzer, schmieriger Dreck klebt.

Was also ist der beste Schutz vor Feinstaub an Silvester?

  1. Auf (exzessives) Böllern verzichten, um nicht noch mehr zur Luftverschmutzung beizutragen.
  2. Die Fenster gut verschließen und solange geschlossen halten, wie es geht.
  3. Da ich in der Hamburger Innenstadt wohne, werde ich am 1. Januar auch nicht zu einem ausgedehnten Spaziergang im Viertel aufbrechen. Wenn ich an die Luft will, fahre ich in den nahegelegenen Wald.

Klingt übertrieben? Ich befürchte allmählich, das ist leider tatsächlich notwendig! Da achte ich meist auf Bio-Kost und BPA-freie Plastikflaschen, da will ich meine Tochter zu Neujahr nicht bewusst einer Ladung Schadstoffe aussetzen.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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