Erkältung, RSV & Co.: Darum werden jetzt so viele Kinder krank

Der Herbst hat gerade erst angefangen, schon hat die erste Erkältungswelle vor allem Kita-Kinder fest im Griff. Überall wird geschnieft und gehustet, in vielen Gruppen werden täglich weniger Kinder betreut. Dabei startet die bei uns Eltern gefürchtete Erkältungssaison eigentlich immer erst später. In diesem Jahr ist allerdings alles anders. Grund dafür ist die lange Kita-Pause während des Corona-Lockdowns. Die Kinder holen jetzt sozusagen die Infekte nach, die sie im letzten Jahr „verpasst“ haben.

Immer mehr Kinder werden krank

Am Wochenende war mein Sohn zu einem Kindergeburtstag eingeladen. Kurz vorher kam per WhatsApp die Absage: Der kleine Bruder des Geburtstagskindes war krank. Und er war nicht der einzige: In seiner Krippengruppe wurden am Tag vorher nur noch drei Kinder betreut – von knapp 20. Und in den anderen Gruppen sieht es ähnlich aus.

Die gute Nachricht ist: Auch wenn die meisten bei Husten aktuell an das Corona-Virus denken – das ist es in den allermeisten Fällen glücklicherweise nicht.

Der Grund für die Krankheitswelle hat trotzdem mit Covid-19 zu tun

Denn durch den Lockdown waren die meisten Kinder monatelang nicht in der Kita. Das heißt, ihr Immunsystem musste sich nicht mit den typischen Kita-Krankheiten und anderen Erregern herumschlagen. Viele Eltern haben sich gefreut, dass ihre Kinder während der ganzen Zeit nicht einmal krank waren.

Doch auch wenn zumindest das ein Vorteil des Lockdowns war: Die Folgen bekommen wir aktuell zu spüren. Denn die Kleinen holen jetzt die Infekte aus der Lockdown-Zeit nach, erklärt Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Demnach sind aktuell besonders Kinder unter 6 Jahren von den Atemwegsinfektionen betroffen.

Wie ist die Situation aktuell bei euch in der Kita? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!
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RS-Virus breitet sich aus – immer mehr Kinder in den Kliniken

Häufig bleibt es leider nicht bei einer normalen Erkältung. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet, müssen immer mehr 1- bis 4-Jährige ins Krankenhaus. Der Grund: Sie haben sich mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) angesteckt. Dabei handelt es sich um einen Infekt der oberen Atemwege, der vor allem für Frühgeborene und vorerkrankte Kinder im ersten Lebensjahr gefährlich und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden kann.

Wie stark die Infektionszahlen in diesem Jahr ansteigen, zeigt der Vergleich: Vor der Pandemie erkrankten im September ungefähr 60 bis 70 Kinder zwischen einem und vier Jahren an RSV. In diesem Jahr sind es mehr als doppelt so viele – Tendenz steigend. Experten fürchten deshalb, spätestens im Herbst und Winter die Krankenhäuser überfüllt sein könnten.

Soll ich mein Kind mit Schnupfen zuhause lassen?

Aber wie ist es denn, wenn mein Kind morgens mit einem Schnupfen aufwacht. Soll ich es denn zur Sicherheit lieber direkt zuhause lassen? Nein, sagt unter Anderem Kinderarzt Thomas Buck aus Hannover, gegenüber tagesschau.de. Das Vorstandsmitglied der niedersächsischen Ärztekammer empfiehlt Eltern eine „kluge Risikoabwägung“.

Grundsätzlich sprechen sich die Kinderärzte dafür aus, dass die Kleinen „endlich wieder konstant in Kindergarten und Schule gehen und unnötige Krankmeldungen vermeiden.“ Andererseits dürfe natürlich auch möglichst keine Corona-Infektion übersehen werden.

Wenn ihr also unsicher seid, ruft am besten einmal bei eurem Kinderarzt an und lasst euch beraten. Oder ihr macht zur Sicherheit zuhause einen Selbsttest.

Sind eure Kinder aktuell auch so oft krank? Und wie ist die Situation bei euch in der Kita?
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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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