Elternzeit und Energiepauschale: Frist verpasst? Dann gibt’s die 300 Euro erst 2023

Die Energiepauschale (EEP) in Höhe von einmalig 300 Euro soll alle einkommenssteuerpflichtigen Erwerbstätigen in Deutschland entlasten. Ausgezahlt wird sie über den Arbeitgeber mit dem September-Gehalt.

Allerdings bekommen nicht alle das Geld automatisch: Eltern in Elternzeit müssen dem Arbeitgeber zuerst den Bezug von Elterngeld nachweisen, und zwar fristgerecht bis zum 31.8.2022. Dieses Datum ist bereits verstrichen. Wer untätig geblieben ist, muss vermutlich etwas länger auf die Energiepauschale warten.

Die gute Nachricht: Es gibt „ein paar Tage“ Schonfrist.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat Echte Mamas gegenüber bestätigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Bezug von Elterngeld gegenüber dem Arbeitgeber rechtzeitig vor dem Auszahlungstermin im September 2022 nachweisen müssen – und zwar bis zum 31.8.2022.

Das kann „ggf. auch ein paar Tage danach“ passieren, schrieb ein Sprecher des BMF gegenüber EM. Es gibt also zumindest eine kleine Schonfrist. Wie lange die genau ausfällt, ist unklar.

Viele Arbeitgeber sind in den vergangenen Wochen bereits auf ihre Angestellten zugekommen und haben den Nachweis eingefordert.

Wer den Nachweis aber bisher noch nicht erbracht hat, sollte sich nun beeilen und am besten schnell Rücksprache mit seinem Arbeitgeber halten.

Ansonsten bleibt nur der Weg über die Steuererklärung für das Jahr 2022, die aber wie gewöhnlich erst im Folgejahr, also 2023, eingereicht werden kann.

Selbst, wer die Steuererklärung direkt am 1. Januar 2023 abschickt, muss sich mindestens 8 bis 10 Wochen bis zum Steuerbescheid und damit bis zur Auszahlung der Energiepauschale gedulden.

Falls dann keine Steuerrückzahlung ansteht, sondern eine Steuerschuld festgestellt wird, würde die Energiepauschale damit verrechnet.

Das BMF hat eine FAQ-Seite zu diesem Thema erstellt, auf der viele Fragen rund um die Energiepauschale beantwortet werden.

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Ilona Utzig

Ich bin Rheinländerin, lebe aber seit vielen Jahren im Hamburger Exil. Mit meiner Tochter wage ich gerade spannende Expeditionen ins Teenager-Reich, immer mit ausreichend Humor im Gepäck. Wenn mein Geduldsfaden doch mal reißt, halte ich mich am liebsten in Küstennähe auf, je weiter nördlich, desto besser.

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