Die schlimmsten Eltern-Floskeln – und gute Alternativen

Dass wir unsere Kinder lieben und sie positiv bestärken wollen, steht eigentlich außer Frage. Doch manchmal tappen wir doch in die Falle und sprechen eine dieser fürchterlichen Eltern-Floskeln aus, die niemandem etwas bringen. Noch während wir ihn in unserem Mund formen, finden wir ihn schrecklich, noch schrecklicher finden wir ihn, wenn wir ihn hören und am schrecklichsten finden wir ihn, wenn wir uns vorstellen, was er mit dem Gefühlsleben unserer Kinder macht.

Aber trotzdem: Oft fehlen uns schlichtweg die Worte, zu sagen, was wir eigentlich meinen.

„Emotionales Vokabular“, nennen das Fachleute.

Viele von uns haben ein eingeschränktes emotionales Vokabular.

Manchmal kommt das daher, dass wir uns – oft unbewusst – unsere eigenen Eltern zum Vorbild nehmen. Diese haben ihre Sätze und Erziehungsmaßnahmen oft von deren Eltern, doch wie wir wissen, war früher nicht alles besser. Besonders, was den Umgang mit Kindern angeht, hat sich viel verändert. Härte und Gehorsam ist nicht mehr das, was wir uns für unsere Kleinen wünschen, physische und eben auch psychische Gewalt kommt nicht mehr in Frage.

Manchmal aber hat uns auch die Gesellschaft dieses emotionale Vokabular abspenstig gemacht, wir haben es im Laufe unseres Erwachsen-Werdens verloren. Höher, schneller, weiter, das ist das, was in der kapitalistischen Welt zählt. Für Weichheiten, Gefühle, ist oft kein Platz. Zeigt man Schwäche (was oft gleichbedeutend ist mit Gefühlen), wird man ersetzt und hat das Nachsehen.

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Kein Wunder also, wenn wir unseren Kinder gegenüber in emotionalen Situationen nicht die richtigen Worte finden.

Doch zum Glück gibt’s das Internet…. Zwei Seiten haben nun wirklich tolle Grafiken erstellt, die wir uns ausdrucken und an den Kühlschrank pinnen sollten, damit wir in Zukunft besser mit unseren Kinder sprechen können. Wichtig: Alle aufgeführten Sätze sind Beispiele, die vor allem dazu inspirieren sollen, eigene, verständnisvolle Varianten wiederzufinden.

Loben auf Augenhöhe

Eine Grafik dazu kommt von einem Elternblog aus der Schweiz. Chez Mama Poule heißt der, hinter ihm steckt die Mama und Journalistin Ellen. Kindgerechte Erziehung auf Augenhöhe ist das Thema, dem sie sich verschrieben hat und das spiegelt sich auch in folgendem Bild wieder:

 

Eltern-Floskeln tauschen, viel erreichen:

Die zweite Grafik, die wir euch nicht vorenthalten wollen, haben zwei Bloggerinnen namens Kendra und René geteilt. Sie sind beste Freundinnen und betreiben den Blog „Daylight to Dark“. Die beiden zeigten ihren Followern mit Hilfe einer Tabelle, womit man typische Eltern-Floskeln ersetzen kann:

  • Beruhige dich. → Wie kann ich dir helfen?
  • Hör auf zu weinen. → Ich sehe, dass das schwer für dich ist.
  • Es ist alles ok. → Ist alles ok?
  • Sei still. → Kannst du eine leisere Stimme verwenden?
  • Nicht schlagen. → Bitte sei sanft.
  • Hör auf zu schreien. → Hol tief Luft und dann erzähl mir, was passiert ist.
  • Sei nicht traurig. → Es ist in Ordnung, wenn du dich traurig fühlst.
  • Das ist genug. → Möchtest du, dass ich dich umarme?
  • Es reicht mir jetzt. → Ich bin für dich da.

Sind das nicht wundervolle Ideen? Sie zeigen unsere Liebe und unser Interesse, ohne zu bevormunden und kleinzumachen.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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