Gnadenlos ehrlich: Das sind unsere Problemzonen!

91 Prozent der deutschen Frauen sind unzufrieden mit ihrem eigenen Körper. 45 Prozent der Frauen mit als gesund eingeordnetem Gewicht denken, sie sind übergewichtig. Das sind erschreckende und besorgniserregende Zahlen! Und leider sind gerade wir Mütter besonders unzufrieden mit unseren Körpern.

Viele von uns leiden unter den körperlichen Veränderungen nach der Schwangerschaft. Alles sieht auf einmal anders aus. Die schlaffe Haut, der hängende Bauch und weil das alles nicht genügt, auch noch Schwangerschaftsstreifen – wir Mütter müssen uns nach der Geburt auf sehr viel Neues einstellen. Es ist sehr schwierig sich wieder wohlzufühlen.

Viele Mamas können sich nicht nackt vor einem Spiegel stellen, ohne in Tränen auszubrechen.

„Ich habe eine vierjährige Tochter und war noch nie mit ihr schwimmen, weil ich keinen Badeanzug anziehen will. Ich hatte mit meinem Partner seit drei Jahren keinen Sex, weil ich mich widerwärtig finde“, so Taryn Brumfitt, die in dem Dokumentarfilm „Embrace“ über ihren Körperhass nach der Geburt ihrer Kinder spricht.

Natürlich wissen wir alle, dass wir an den Veränderungen nach einer Schwangerschaft nicht schuld sind. Wir sollten stolz auf unsere Körper sein. Unsere Körper haben großartiges geleistet, sie haben uns, unsere Kinder geschenkt. Ja, das sollten wir. Leider ist das aber viel einfacher gesagt, als getan.

Wir denken, dass es uns allen hilft, über diese Thema zu sprechen. Wir müssen über unsere Problemzonen offen und ehrlich reden.

Nur so sehen wir, dass wir mit unseren Gefühlen nicht alleine sind. Wir müssen zusammen für mehr Selbstliebe einstehen, auch wenn es schwer fällt.

Wir selbst sind unsere größten Kritiker und genau das müssen wir ändern.

Mehrere Mamas haben mit uns über ihre Körper gesprochen. Ein Thema, das vielen nicht leicht gefallen ist. Trotzdem wagen sie diesen Schritt. Sie möchten anderen Mamas mit ihrer Ehrlichkeit Mut machen und zeigen, dass sie auf dem Weg sind, ihren neuen Körper zu akzeptieren.

Ein Weg, der hoffentlich damit endet, dass alle Mamas ihre Körper wieder lieben können. Genauso schön, wie sie jetzt sind.

„Ich bin Mutter von Zwillingen und mich stört am meisten mein Bauch. Er ist ziemlich stark gerissen und er hängt. Ich bin eigentlich dünn, aber die überschüssige Haut sieht in meinen Augen einfach nur schlimm aus. Meine Beine sind zwar auch betroffen, aber sie stören mich nicht.“

„Ich habe mein Kind gestillt und eine Brust hat immer viel mehr Milch produziert. Jetzt sind meine Brüste ungleichmäßig groß. Rechts trage ich ein B-Körbchen, links passt eigentlich nicht einmal mehr ein A-Körbchen. Ich schäme mich vor meinem Partner und ich gucke mich nicht mehr im Spiegel an.“

„Mein Bauch ist mittlerweile ein richtiger Fremdkörper für mich. Ich finde ihn richtig abstossend.“

„Mich stören am meisten meine Brüste. Sie sehen ganz anders aus, als vor der Schwangerschaft. Sie hängen und sind schlaff. Ich weiß, die Veränderungen gehören dazu, aber ich habe Probleme das zu akzeptieren. Ich habe das Gefühl, dass selbst mein Partner mich nicht mehr gerne ansieht.“

„Ich habe in der Schwangerschaft ca. 15 Kilo zugenommen und habe davon immer noch ca. 8 Kilo auf den Hüften. Ich nehme diese Kilos einfach nicht mehr ab. Ich bewege mich ausreichend und achte auf meine Ernährung. Aber ich habe zwei Kleidergrößen mehr, als früher. Egal, was ich mache.“

„Es hört sich verrückt an, aber mich stören meine Zähne. Ich hatte vor der Schwangerschaft immer perfekt weiße Zähne. Und seit meiner zweiten Schwangerschaft hat sich irgendwie der natürliche Zahnschmelz gelöst. Meine Zähne sind gelblich geworden. Ich finde das sehr schlimm.“

„Ich bin 10 Kilo schwerer als vor der Schwangerschaft und mein Bauch hängt durch die überschüssige Haut. Ich habe überall Streifen und Hüftspeck, der nicht verschwinden will. Und das alles, obwohl ich eigentlich sportlich bin. Aber es gibt auch Dinge an mir, die mir nach der Schwangerschaft besser gefallen. Ich habe dickere und längere Haare und meine Brüste sind größer und straffer.“

„Mich stören die restlichen Kilos, die einfach nicht verschwinden wollen. Ich passe in keine einzige Hose mehr rein. Ich sehe aus wie ein Hefeteig. Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl.“

„Ich bin sehr unzufrieden mit meinem Körper. Meine Brüste sind viel größer geworden und ich habe Probleme einen passenden BH zu finden. Ich glaube auch meinem Mann nicht, dass er mich noch schön findet. Das kann einfach nicht sein.“

„Ich habe noch mehr Cellulite bekommen und mein Bauch ist extrem weich und schwabbelig.“

„Mich stören am meisten mein Po, meine Hüfte und meine Waden. Manchmal habe ich das Gefühl, meine Kinder sind nicht im Bauch herangewachsen, sondern in meinem Po/Hüftbereich und in meinen Waden. Ich habe dort Streifen, obwohl sie doch eigentlich am Bauch sein sollten“

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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