Diese 5 Ratschläge für dein Mama-Leben darfst du einfach ignorieren

Du bist schwanger oder gerade Mutter geworden – und bekommst jetzt schon so viele Ratschläge für dein Mama-Leben, dass sie dir wieder aus den Ohren herauskommen? Dann haben wir ebenfalls einen Rat für dich: Ignoriere sie einfach!

Denn wie sollen dir all die widersprüchlichen Äußerungen (auch von Wildfremden!) helfen, wenn deine Welt ohnehin gerade Kopf steht?

„Du musst auf jeden Fall ein Jahr voll stillen!“ – „Hier bitte nicht stillen, das stört!“

„Ihr habt doch sicher auch ein Familienbett? Sooo wichtig für die Kleinen!“ – „Was!? Ihr lasst euer Baby bei euch im Bett schlafen? Das ist doch lebensgefährlich!“

„Und? Wann fängst du wieder an zu arbeiten?“ – „Nur ein Jahr Elternzeit? Also – ICH könnte mein Kind niemals so früh in fremde Hände geben.“

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Ja, schönen Dank auch! Kann wirklich keiner brauchen. Genau wie die folgenden Kommentare, wohl die Top 5 der Ratschläge für dein Mama-Leben. Sie sind zwar sicherlich gut gemeint, passen aber einfach nicht in das Leben JEDER Neu-Mama.

Denn jedes Kind ist anders und jede Mama ist anders, mit ihrem ganz persönlichen Babyalltag mit ihren ganz individuellen Herausforderungen.

Wir sagen daher: Ignoriere sie einfach, die Standard-Tipps! Oder auch nicht… Ganz, wie du willst! Du darfst bestimmen, denn du bist die Mama!

Tipp 1: Leg dich hin, wenn das Baby schläft!

Ok, hört sich im ersten Augenblick sinnvoll an. Aber die Realität sieht doch meist völlig anders aus. Denn ein Baby, das seit 6 Uhr wach ist, schläft ja um halb 10 oft schon wieder ein. Eine Uhrzeit, die sich für einen Erwachsenen nicht wirklich zum Mittagsschlaf anbietet.

Noch vor ein paar Wochen oder Monaten liefst du um diese Zeit schließlich auf Hochtouren. Dein Biorhythmus wird dir vermutlich einen Vogel zeigen, wenn du dich jetzt hinlegst.

Also mach dir nicht noch zusätzlichen Stress, indem du trotz Erschöpfung hellwach an die Decke starrst, nur weil dir jemand gesagt hat, das sei gut für dich. Nutze die Zeit stattdessen für das, wonach dir gerade ist: Mach dir einen Kaffee, nimm ein Bad, glotz TV oder schreib dir mit deinen Freundinnen auf WhatsApp.

Tipp 2: Wenn du nur lang genug durchhältst, wird es mit dem Stillen schon klappen!

Ja, natürlich ist Stillen das Beste für das Kind. Das wollen wir hier gar nicht infrage stellen. Doch auch wenn es angeblich die natürlichste Sache der Welt ist, sie klappt trotzdem nicht bei jeder Mutter. Und dafür kann es die verschiedensten Gründe geben.

Wenn du eine der Mütter bist, für die das Stillen einfach nur eine Qual ist oder die einfach nicht genug Milch hat, dann lass dich nicht durch diesen Ratschlag verunsichern. In manchen Fällen ist das Stillen eben NICHT eine reine Frage des Willens.

Eines ist jedoch ganz klar: Nicht stillen zu können, macht dich nicht zu einer schlechteren Mama.

Du und dein Baby, ihr macht das schon! Es zählt nur, was euch gut tut. Foto: Unsplash / Aditya Romansa

Tipp 3: Such dir eine Krabbel- / Pekip- / Babyschwimmgruppe, damit du andere Mütter kennenlernst!

Auch, wenn ich „meine Mamas“ aus der Stillgruppe nicht mehr missen möchte: Wildfremde Frauen anzusprechen, nur weil sie zufällig gerade auch ein Kind bekommen (haben), ist einfach nicht jederfraus Sache.

Klar, der Austausch zwischen Mamas kann weiterhelfen, denn irgendwie haben wir doch alle recht ähnliche Sorgen. Doch eine große Schwester, die eigene (Schwieger-)Mutter oder auch eine Mama-Gruppe wie unsere Community können da genau so gut einspringen. Und warum sollte dir nicht auch deine beste Freundin weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, selbst wenn sie (noch) keine Kinder hat?

Wenn es also einfach nicht dein Ding ist oder du keinen Bedarf hast, auf Freundschaftsfang zu gehen, dann fühl dich frei, es einfach sein zu lassen. Schließlich sollst du dich selbst glücklich machen und nicht diejenigen, die glauben, du bräuchtest neue Freunde.

Tipp 4: Genieße jede einzelne Minute, denn die Zeit geht so schnell vorbei!

Mhm, Botschaft verstanden. Aber ganz ehrlich, die Zeit zwischen dem frühmorgendlichen Baby-Weckruf und dem offiziellen Tagesbeginn können sich manchmal einfach wie Kaugummi ziehen.

Sicher würde so manche Mama auch die Stunden bis zum Feierabend des Partners gern ab und zu vorspulen, wenn sie nur könnte. Denn die Baby- und Kleinkindheit ist manchmal einfach auch verdammt anstrengend.

Wenn du also nicht JEDE Minute, sondern ein paar Momente des Tages ausgiebig genießt, ist das doch völlig ausreichend. Und ab und zu mal herzhaft zu fluchen, ist ebenfalls völlig okay!

Tipp 5: Koch den Babybrei am besten selbst – ist total einfach!

Natürlich wollen wir alle nur das Beste für unseren Schatz. Und wem es einfach Spaß macht, jede Woche auf dem Wochenmarkt Biogemüse auszuwählen, es den halben Tag zu putzen, zu schälen, kleinzuschneidend, dampfzugaren und in kleinen Portionen einzufrieren – bitte schön! Aber die Zeit stattdessen auf dem Spielplatz, dem Sofa oder sonstwie verbringen zu wollen, ist auch ok.

Die Standards für Babybrei aus dem Gläschen sind bei uns in Deutschland so hoch, dass sich wirklich keine Mama Vorwürfe machen muss, wenn sie ihrem Kind das fertige statt des selbstgekochten Breichens anbietet. Wir reden hier schließlich nicht von Fertig-Hamburgern oder Tiefkühlpizza als Beikost, also alle bitte mal ruhig bleiben.

Du siehst: So viele Ratschläge für dein Mama-Leben, so wenig Nutzen. Lächle am besten einfach freundlich und mach dann dein Ding. Denn du machst das super, Mama!

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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