Tipps für kleinere Kinder
KiTa-Kinder bewegen sich (meistens) ohnehin schon sehr viel. Anders als die Großen müssen sie ja nicht den halben Tag vor einer Tafel sitzen, sondern wuseln viel herum. Die meisten Erzieher*innen bemühen sich, sogar im Winter mit den Kindern an die frische Luft zu gehen. Dort sind sie meist von alleine viel in Bewegung.
Du hast das Gefühl, bei deinem Kind ist es nicht so? Dann helfen dir vielleicht diese Tipps:
- Bewegungsrituale schaffen: Geht gemeinsam zur KiTa, statt mit dem Auto fahren. Abends nach dem Essen tut ein Spaziergang um den Block allen gut. Jetzt, wo es früh dunkel wird, ist das sogar ein kleines Abenteuer. Vielleicht nehmt ihr eine bunte Laterne mit? Sollen die anderen doch gucken…
- Spielerisch in Bewegung bleiben: Auch eine Stunde auf dem Spielplatz oder das Hüpfen auf dem Trampolin zählt. Oder lass dein Kind als Pferd durch den Garten oder Park galoppieren,…
- Drinnen kreativ sein: Klar, frische Luft tut gut, aber wer will schon bei fiesem Regen raus? Baut doch mal drinnen einen kleinen Hindernis-Parcours (mit einem Bein abwechselnd links und rechts über den Besenstiel hüpfen, durch eine Spielröhre krabbeln…)
- Vorbild sein: Hilfreich ist es, wenn die Eltern selbst aktiv sind. Ich jogge zum Beispiel gerne (langsam) durch den Wald – und mein Sohn findet es super, mit dem Rad neben mir herzufahren, um mich johlend aufzufordern, schneller zu laufen.
Tipps für größere Kinder
Jetzt wird es schon schwieriger, deinen Nachwuchs zu mehr Bewegung zu motivieren. Schüler verbringen viel Zeit im Sitzen. Nach dem Unterricht sind sie kaputt. Und wo wollen sie sich erholen? Oft am liebsten auf der Couch vor dem Bildschirm. Kennen wir auch von uns selbst, oder? Dabei tut gerade den Heranwachsenden Bewegung an der frischen Luft so gut, weil sie auch die Psyche stärkt. Internet & Co. zu verbieten, ist heutzutage unrealistisch. Aber wie wäre es mit dem Deal, dass nicht (viel) länger vor Bildschirmen abgehangen wird, als dein Kind sich bewegt hat? Dazu zählt dann natürlich auch der Weg zur Schule und zurück — wenn dein Kind ihn zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zumindest dem Tretroller zurückgelegt hat.
Wie wäre es außerdem mit einem Sportkurs? Lass dein Kind ruhig verschiedene Angebote testen, früher oder später wird es so etwas finden, was gut zu ihm passt. Jede Sportart hat zudem ihre eigenen angenehmen Nebeneffekte: Tanzchoreos einzustudieren, ist echtes Gehirntraining; Kampfsport schult Aufmerksamkeit, Balance und Konzentration; Teamsportarten fördern das Miteinander,…
Faule Tage sind auch okay
Natürlich muss nicht jeden Tag auf Zwang akribisch eine bestimmte Zeit eingehalten werden. Manchmal haben ja auch wir einfach keinen Bock auf Bewegung, und ein fauler Tag schadet deinem Kind sicher nicht. Schon ein wenig mehr Bewegung an den meisten Tagen im Alltag bringt viel.
Dein Kind ist ein Couch-Potato? So machst du ihm Lust auf Bewegung
Von
Jana Stieler
28. Oktober 2021