„Das geht uns allen so!“ – Warum das besorgte Mamas selten tröstet

„Das ist normal, das geht uns allen so.“ Wie oft sagen wir diesen Satz zu anderen (Neu-)Müttern und meinen ihn gar nicht böse, sondern wollen damit sagen: „Du bist nicht alleine. Ich kann dich verstehen, denn ich kenne das auch.“

Tatsächlich sollten wir vielleicht aber öfters mal genau das sagen, anstatt zu sagen, dass etwas normal sei. Denn „Das geht uns allen so.“ ist eigentlich überhaupt nicht hilfreich. Der Satz wirkt, als wollten wir damit das Gespräch beenden, als würden wir die Sorgen und Ängste unseres Gegenübers nicht ernst nehmen oder sogar kleinmachen. Oder im schlimmsten Fall meinen: „Ist eben so, find‘ dich damit, statt hier rumzujammern.“ Und ganz ehrlich: Wer will so etwas schon hören?!

  • „Ich habe Angst vor der Geburt.“
  • „Ich fürchte mich davor, das Krankenhaus zu verlassen, es kann ja so viel passieren!“
  • „Ich sollte doch so viel erledigen, aber ich bin so müde.“
  • „Der Tag ist vorbei, ich war immer beschäftigt, doch ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich getan habe.“
  • „Ich bin zu müde, um zu essen.“
  • „Ich sollte wieder Sport machen, weil ich mich in meinem Körper unwohl fühle. Aber dafür bleibt einfach keine Zeit.“
  • „Ich möchte nicht wieder arbeiten gehen. Die Elternzeit war so schnell vorbei, ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn mein Kind fremdbetreut wird.“

Das sind nur einige Beispiele, zusammengetragen von Bloggerin Amanda auf ihrer Facebookseite A Place Within Me, auf die wir gerne mit dem Standard-Satz antworten, dass wir das alle kennen.

Alt-Müttern sind viele Situationen vertraut, die Neu-Mütter noch nie erlebt haben. Doch obwohl es scheint, als wären sie die Norm, sollten viele es nicht sein. Im Gegenteil, und auch, dass etwas „normal“ ist, bedeutet nicht, dass es in Ordnung oder sogar gut ist.

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Finden wir etwas normal, das jemand anderem Sorgen oder Kopfzerbrechen macht, dann dürfen wir das ruhig sagen. Aber nicht auf eine Art und Weise, die die Gefühle abwertet oder gar die Diskussion beendet, sondern so, dass diese erst beginnt.

Nur, weil alle Mütter es kennen, heißt es nicht, dass diese Tatsache es dem Individuum leichter macht. Der einzelne Mensch, die einzelne Mutter, leidet trotzdem. Dass es andere gibt, die dasselbe durchmachen, macht es für den jeweiligen Menschen oft nicht besser.

Es ist wichtig, zu hinterfragen und zu besprechen. Man muss darüber sprechen, warum es für Mütter normal ist, ständig müde zu sein, keine Zeit für sich selbst zu haben, warum man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man (gerne) wieder arbeiten geht. „Das geht uns allen so“ kann also der Anstoß einer guten Debatte sein, deren Ziel es ist, zu hinterfragen, ob man sich mit einer Situation wirklich abfinden muss.

Ein „Das geht uns allen so“ von uns sollte also zu einem offenes Gespräch führen. Am wichtigsten ist aber wohl, dass wir eine Schulter zum Anlehnen und Ausweinen anbieten. In der kleinen Gruppe kann man zwar nicht die ganze Welt verändern, aber vielleicht Lösungen finden, die Ängste nehmen und dabei helfen, den eigenen Weg angenehmer zu gestalten. Und davon können alle profitieren: Väter, Mütter und natürlich die Kinder.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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