Dampf ablassen: Mamas haben ein Recht auf schlechte Laune!

Ach, wer kennt es nicht, dieses tolle Bild der aufopferungsvollen und stets zugewandten Mutter. Immer ein sonniges Gemüt besitzt sie natürlich auch und beschweren würde sie sich niemals… Ja ne, ist klar! Mal ehrlich, realistisch ist das nicht, oder?

Genau dieses Bild steckt aber leider immer noch viel zu sehr in den Köpfen vieler Menschen fest. Mamas sind doch immer super happy und total erfüllt, wie könnte es denn anders sein? Manche Mamas haben genau deswegen Angst davor, Müdigkeit und Frust offen einzugestehen. Dabei ist doch klar: Gerade Mütter haben allen Grund, mal schlecht gelaunt zu sein.

Mamas sind von morgens bis abends im Dauereinsatz

Denn die meisten Mamas sind quasi rund um die Uhr im Einsatz. Das hat jüngst wieder eine Studie des amerikanischen Lebensmittelherstellers Welch’s gezeigt. Dafür wurden 2000 Mütter von Kindern zwischen fünf und 12 Jahren zu ihren Wochenplänen befragt. Das Ergebnis: Die Durchschnitts-Mama steht um 6.32 Uhr auf und gibt dann bis 20.30 Uhr Vollgas. Das heißt, die meisten Mamas haben jeden Tag 14-Stunden-Schichten, also eine 98 Stunden Woche.

Da ist es doch völlig nachvollziehbar, wenn auch der fleißigsten Mama zwischen Haushalt, Einkauf, Job und Kinderbetreuung mal das Lächeln aus dem Gesicht rutscht, oder? Natürlich, es ist schön als Mama Zeit mit den eigenen Kindern zu verbringen. Aber das richtig zu genießen, ist deutlich leichter, wenn überhaupt die Muße und Ruhe dafür da sind. Neben Job und Kindern noch den Haushalt zu stemmen und die Besorgungen zu erledigen, ist aber alles andere als entspannend.

Jede Mama darf sich mal Luft machen

Außerdem sind es doch meistens die Mamas, die zwischen all den Terminen und Verpflichtungen für ihre Kids da sind und auch mal Tränen trocknen. Bei all den kleinen und großen Abenteuern, die der Nachwuchs so täglich erlebt, fiebern sie mit. Das ist wunderschön und viele Mamas machen das gerne, aber irgendwann braucht doch auch jede Mama mal eine Pause und kompromisslose Zeit für sich. Das ist aber leider eher selten möglich.

Bei so viel emotionalem, körperlichem und geistigem Einsatz, den Mamas Tag für Tag zeigen, dürfen sie doch auch mal richtig laut fluchen, wenn ihnen jemand die Vorfahrt nimmt oder sich gehörig darüber aufregen, wenn sie es schon wieder nicht zum Sport geschafft haben. Verdammt, sowas nervt doch echt! Klar, die Kinder sollten dann vielleicht nicht unbedingt auf der Rückbank sitzen, aber manchmal muss dicke Luft einfach raus – und das gilt ganz besonders für Mamas, die im Dauereinsatz sind.

Auch Mamas sind Menschen

Denn wer sich traut, sich seine schlechte Laune offen einzugestehen, der merkt auch schneller, wenn es dann wirklich mal zu viel wird. Mamas können meistens zwar ganz schön viel aushalten, aber spätestens, wenn die schlechte Laune zum Dauerzustand wird, solltet man genauer hinsehen. Dann ist es möglicherweise Zeit, sich Hilfe zu suchen und mit dem Partner oder einer anderen Vertrauensperson zu sprechen. Schließlich sind wir alle nur Menschen und jedem wird es mal zu viel.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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