Coronavirus: Ansteckungsrate in Deutschland sinkt

Endlich gibt es einen Funken Hoffnung inmitten dieses schlechten Films. Denn laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist in Deutschland die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus gesunken.

Ein Infizierter steckt weniger als einen weiteren Menschen an

Die Reproduktionsrate, das heißt, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt, ist eine wichtige Kennzahl in der Corona-Krise. Ziel ist es dabei stets gewesen, diese Zahl unter 1 zu bringen. Das würde bedeuten, dass die Epidemie abflaut, so der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler (59), am Dienstag.

Nun also die frohe Botschaft: Die am Donnerstagabend veröffentlichte RKI-Statistik belegt, dass jeder Infizierte aktuell weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Sprich, die Reproduktionsrate liegt bei etwa 0,7. Vergleicht man das mit der Zahl der letzten Wochen, ist das ein starker Wert. Anfang März war dieser nämlich noch circa bei 3, vor neun Tagen noch etwa bei 1,3.

Zahl der Neuerkrankungen sinkt

Was das bedeutet? Die Zahl der Neuerkrankungen geht leicht zurück. Aufatmen also. Auch Angela Merkel sagte in ihrer Pressekonferenz am Mittwoch, dass die Kennzahl im Hinblick auf mögliche Lockerungen der Maßnahmen sehr wichtig sei. Trotzdem betonte die Kanzlerin auch, wie wichtig es sei, vorsichtig zu bleiben. Das bestätigt auch Lothar Wieler: Um die Maßnahmen weiter zu lockern, seien neben der Reproduktionszahl auch die Kapazitäten des Gesundheitssystems relevant, sowie der Anteil der Menschen in der Bevölkerung, der schon immun gegen das Virus ist.

Der Rückgang der Ansteckungsrate heißt leider noch nicht, dass Deutschland die Epidemie eingedämmt hat. Durch das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln konnte sie jedoch verlangsamt werden.

133.830 Menschen in Deutschland sind laut RKI bisher infiziert, davon haben circa 81.800 Menschen das Coronavirus überstanden. Wie in allen Ländern geht man auch in Deutschland von einer hohen Dunkelziffer aus.

Was genau RKI-Chef Lothar Wieler und Gesundheitsminister Jens Spahn zu dem Thema gesagt haben, könnt ihr euch hier anschauen:

So geht es weiter

Am Mittwoch gab Angela Merkel in einer Pressekonferenz bekannt, dass es einige vorsichtige Lockerungen der laufenden Einschränkungen geben wird.

Ab kommenden Montag (20.4.) sollen kleinere Geschäfte wieder öffnen. Nach dem 3. Mai soll auch der Schulbetrieb wieder schrittweise aufgenommen werden. Hier haben die Abschlussklassen Vorrang, danach folgen diejenigen, die einen Schulwechsel vor sich haben. Prüfungen sind schon vorher möglich. Allerdings bleiben die übrigen Grundschulklassen und Kitas erstmal geschlossen. Auch Großveranstaltungen sind bis einschließlich 31. August verboten. Die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln bleiben auch weiterhin gültig, eine Maske beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen, wird dringend empfohlen, ist aber keine Pflicht.

Am 30. April treffen sich Bund und Länder erneut, um zu besprechen, wie es nach dem 3. Mai weitergeht.

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor fünf Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich selbst noch keine Kinder habe, verbringe ich liebend gerne Zeit mit ihnen.

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