Corona-Impfung für Kinder: Machen oder sein lassen?

Die Corona-Impfkampagne ist in vollem Gange – und so langsam klappt es ja tatsächlich, dass immer mehr Menschen geimpft sind. Bisher gibt es allerdings noch keine Corona-Impfung für Kinder unter 16 Jahren. Denn noch ist keiner der Impfstoffe für dieses Alter zugelassen. Doch es sieht danach aus, als wenn sich das bald ändern könnte. Und dann stehen Eltern vor der Entscheidung: Sollen wir unser Kind impfen lassen – oder nicht? Keine ganz leichte Entscheidung.

Hier findet ihr einige Infos rund ums Thema, die euch vielleicht bei der Entscheidung helfen können:

Kommt die Corona-Impfung für Kinder denn wirklich bald?

Ja, sagt Jens Spahn. Und in den USA und Kanada werden tatsächlich schon 12- bis 15-Jährige geimpft, nach jeweiliger vorheriger Risiko-Nutzen-Abwägung. In Europa ist, wie gesagt, noch kein Impfstoff für Kinder und Jugendliche unter 16 zugelassen. Zulassungen sind Sache der EMA, diese prüft gerade den Impfstoff von BioNTech/Pfizer auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen bei unter 16-Jährigen. Denn Studien an Minderjährigen mit neu eingeführten Medikamenten dürfen erst dann durchgeführt werden, wenn es für Erwachsene bereits eine zuverlässige Datenlage gibt, wie u.a. die Tagesschau berichtet.

Was gibt es für Studien zur Corona-Impfung für Kinder?

Es laufen bereits klinische Studien, die die Verträglichkeit des Biontech-Impfstoffs bei Kindern in der Altersgruppe 12 bis 15 Jahre untersucht. In dieser Studie traten bislang keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, wie berichtet wird. Dafür schütze der Impfstoff in dieser Altersgruppezu 100 Prozent vor einer Covid-Erkrankung mit Symptomen.

Welche Kinder sollten laut Experten unbedingt geimpft werden?

Auch bei Kindern erhöhen bestimmte Vorerkrankungen das Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion deutlich. Leidet ein Kind darunter, sollten seine Eltern auf jeden Fall mit der behandelnden Kinderärztin oder dem Kinderarzt über eine Impfung sprechen, wenn sie dann erhältlich ist. Der Arzt wird gemeinsam mit ihnen eine Risiko-Nutzen-Abwägung aufstellen. Und dann, wenn angebracht, die Empfehlung für die Impfung aussprechen.

Mal als Gegenargument: Wie hoch ist denn überhaupt das Risiko, dass mein Kind an Corona erkrankt? Ist eine Impfung wirklich nötig?

Dass Kinder mit einem richtig schweren Verlauf an Corona erkranken, ist selten! Aber eben leider auch nicht ausgeschlossen. Zudem warnen Experten vor bisher unbekannten Langzeit-Folgeschäden – und dem PIMS-Syndrom. Trotzdem sind sich Mediziner uneins, ob es angemessen ist, grundsätzlich alle Kinder impfen zu lassen.

Und welchen Nutzen hätte die Corona-Impfung für Kinder noch?

Es würde die Ansteckungsrate bei Kindern und Jugendlichen senken, zudem können geimpfte Kinder und Jugendliche das Virus wahrscheinlich (!) weniger weitergeben.

Es bleibt abzuwarten, wann die Impfstoffe zugelassen werden und wie dann die Empfehlungen der Stiko aussehen. Und es ist in jedem Fall eine gute Idee, mit seiner Kinderärztin oder seinem Kinderarzt zu sprechen, was er für Argumente für oder gegen die Impfung bei dem Kind hat.

 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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