Corona-Fall in der Klinik: Mutter darf Neugeborenes 3 Tage nicht sehen

Es ist der Moment, auf den wir während der gesamten Schwangerschaft hinfiebern: Wenn wir nach der Geburt unser Baby endlich zum ersten Mal in den Arm nehmen können. Eine Mama aus Berlin musste nach ihrem Notkaiserschnitt 3 lange Tage darauf warten. Denn in ihrem Dreibettzimmer gab es einen Corona-Fall, und die frischgebackene Mama galt als Kontaktperson.

Jennifer darf nicht zu ihrem Baby

Als Jennifer im Dezember in einem Berliner Krankenhaus aufgenommen wird, kommt die Hochschwangere in ein Dreibettzimmer. Wenig später holen die Ärzte den kleine Theo per Notkaiserschnitt auf die Welt. Dabei kommt es zu Komplikationen und das Baby muss direkt auf die Neonatologie.

Natürlich möchte Jennifer ihr Kind so schnell wie möglich sehen und in den Arm nehmen. Aber die Ärzte lassen sie nicht zu Theo, wie die BZ berichtet. Der Grund:

Eine ihrer Bettnachbarinnen hat sich mit Corona angesteckt.

Damit gilt Jennifer automatisch als Kontaktperson und wird isoliert – und darf auch ihr Baby nicht besuchen. Obwohl Jennifer sofort einen PCR-Test macht, der negativ ausfällt, lassen sich die Ärzte nicht erweichen. Drei Tage lang darf die frischgebackene Mama ihren Sohn nicht berühren, nicht halten und damit auch nicht stillen. Während dieser Zeit sieht Jennifer ihren kleinen Theo nur über einen Monitor.

Immerhin: Eine Ärztin bietet ihr an, Fotos von Theo für sie zu machen. Ein Ersatz für die verlorene erste Zeit ist das natürlich nicht.

„Mir wurde die magische Zeit gestohlen“

Genau um diese Erfahrung fühlt Jennifer sich vom Krankenhaus betrogen: „Mir wurde die magische Zeit gestohlen“, so die Neu-Mama gegenüber der BZ. Doppelt ärgerlich: Während der Schwangerschaft hatten sie und ihr Mann extra besonders darauf geachtet, ihre Kontakte einzuschränken.

Eine ganze Woche wollen die Ärzte den kleine Theo in der Klinik behalten. Nach drei Tagen bekommt Jennifer dann endlich die erlösende Nachricht: Eine befreundete Hebamme hat dafür gesorgt, dass Mama und Kind in ein anderes Krankenhaus verlegt werden. Dort bekommen die beiden ein Einzelzimmer – und können sich endlich richtig kennenlernen.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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