Nach der Tragödie: Bode Millers Baby lernt schwimmen

Dieses Video lässt einen zuerst den Atem stocken, die Urangst aller Eltern wird angerührt: Warum zur Hölle wirft diese Frau ein Baby ins Wasser!?

 

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Doch das Baby dreht sich auf den Rücken und schwimmt dann „gemütlich“, ohne Wasser zu schlucken und in Atemnot zu kommen. Aber trotzdem: Was soll das Ganze?

Das Baby ist Easton, der acht Monate alte Sohn des Ex-Skistars Bode Miller. Bode Miller kennt man spätestens seit dem schrecklichen Schicksal, das ihn im letzten Sommer ereilt hat. Auf einer Gartenparty fiel seine damals 19 Monate alte Tochter Emmy in den Pool und verstarb.

Und genau deswegen sind Bode und seine Frau Morgan bei diesem Thema natürlich besonders sensibilisiert. Um ihren kleinen Sohn zu schützen, trainieren sie mit ihm, wie er sich im Fall der Fälle selbst vor dem Ertrinken retten kann.

 

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Wie das geht? Sie bekommen dabei Hilfe vom einem Schwimm-Coach, der für  „Infant Swimming Resource’s Self-Rescue“ (ISR) arbeitet. Dieses Programm soll Babys beibringen, sich im Wasser auf den Rücken zu drehen, um Atmen zu können. In dieser Position sollen die Kinder dann ausharren, bis Hilfe kommt.

Kleinkindern, die schon mobiler sind, wird beigebracht, durch einen Mix aus Paddelbewegungen und Pausen zum Luft holen den rettenden Beckenrand o.ä. zu erreichen.

Hört sich nach einer wunderbaren Idee an, oder? Und doch ist ISR ziemlich umstritten. Experten monieren, dass Kinder bei dieser Methode nicht so sanft ans Wasser gewöhnt werden, wie es der Fall bei herkömmlichen Schwimmkursen ist. Zudem ist es den Eltern verboten, mit ins Wasser zu gehen, wenn ihre Babys während der Kurse mehrfach unter Wasser getaucht werden – übrigens ganz egal, wie die Kinder darauf reagieren. Das alles kann Kindern eher Vorbehalte gegen das Element Wasser beibringen oder sie sogar regelrecht traumatisieren und eine lebenslange Abneigung antrainieren.

Gegenüber t-online gab Harald Rehn, promovierter Sportwissenschaftler und Referent für Schwimmen und Rettungsschwimmen bei der DLRG an, dass die ISR-Methode nicht für jedes Kind geeignet sei. Das Ganze ginge beispielsweise bei kleinen Babys nur gut, wenn sie den Schutzreflex noch haben, unter Wasser die Luft anzuhalten. Das müsse dringend vorab durch Pusten ins Gesicht oder vorsichtiges Angießen getestet werden, sonst könne das Kind Wasser einatmen.

Zudem geben Experten zu bedenken, dass sich die Eltern in falscher Sicherheit wägen könnten – man den Notfall aber nie trainieren könne: „Selbst wenn das Kind gelernt haben sollte, sich im Wasser auf den Rücken zu drehen, ist noch lange nicht gesagt, dass es in einer Notsituation, wenn es plötzlich ins Wasser gestürzt ist, richtig reagieren kann.“

Ob man ISR trotz der Kritik als sinnvolle Vorsorgemaßnahme sieht oder nicht, entscheidet wie immer jeder selbst. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man Kinder am Wasser NIE aus den Augen lässt, wirklich NIE. Auch, wenn ihnen ISR beigebracht wurde.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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