Blut in der Windel: Baby bekommt Periode – mit 9 Monaten

Als Sarah Regan morgens ihre kleine Tochter anziehen möchte, bekommt sie einen Schrecken: Die Windel der 9 Monate alten Birdie ist voller Blut. Die Mutter macht sich Sorgen, dass Birdies Nieren entzündet sein könnten und fährt sofort ins Krankenhaus. Dort folgt der nächste Schock: Nach zahlreichen Untersuchungen stellen die Ärzte fest, dass das kleine Mädchen in der vorzeitigen Pubertät steckt – das Blut war Birdies erste Periode.

„Ich wusste nicht, was ich denken soll. Wir hatten noch nie davon gehört.“

Als Sarah mit Birdie ins Krankenhaus kam, untersuchten die Ärzte Birdie erst einmal gründlich. Nach Ultraschall, Röntgen und Hormontest stellten sie fest, dass die Handknochen des Babys etwa 18 Monate weiter entwickelt waren, als es normalerweise mit neun Monaten der Fall ist. Nachdem alle anderen Ursachen ausgeschlossen wurden, stand die Diagnose fest: Vorzeitige Pubertät.

Für Sarah und ihren Mann war das erst einmal ein Schock, wie sie gegenüber „Kennedy News“ erzählt und unter anderem auch der Mirror berichtet. „Es war ihre erste Periode. Ich wusste nicht, was ich denken soll“, so die 3-fach Mama. „Wir wussten nicht viel darüber, und wir hatten noch nie vorher davon gehört. Sie konnte ja weder laufen noch sprechen.“

Vorzeitige Pubertät: Die Symptome sind verschieden

Die Diagnose „vorzeitige Pubertät“ trifft immer dann zu, wenn Mädchen vor dem achten Lebensjahr Anzeichen der Pubertät entwickeln, Jungen vor dem neunten Lebensjahr. Dabei können die Anzeichen und Symptome sehr verschieden sein.

Sarah findet es schwer, einzuschätzen, ob ihre Tochter auch von Symptomen wie Stimmungsschwankungen oder Schmerzen betroffen ist. Schließlich war Birdie zum Zeitpunkt der Diagnose erst neun Monate alt. Schambehaarung oder Brüste habe sie laut ihrer Mutter aber nicht gehabt.

Hormonbehandlung könnte vorzeitige Pubertät aufhalten

Und auch die Periode bekommt das kleine Mädchen nicht regelmäßig. Seit der ersten Blutung habe Birdie nur noch leichte Schmierblutungen gehabt. Alle sechs Monate werden Hormontest, Ultraschall und Röntgen gemacht, um die weitere Entwicklung zu kontrollieren.

Denn Sarah möchte vermeiden, dass die vorzeitige Pubertät ihre Tochter körperlich zu sehr beeinflusst. Deshalb sind die regelmäßigen Untersuchungen notwendig, um die Entwicklung der Kleinen im Blick zu behalten. „Es kann dein Wachstum und dein äußeres Erscheinungsbild verändern“, erklärt sie.

„Wenn es so aussieht, als würde das passieren, werden wir eine Hormonbehandlung starten, um die Pubertät zu stoppen, bis sie in einem Alter ist, in dem es für sie vorgesehen ist, das alles durchzumachen.“

Aktuell habe sich aber alles etwas verlangsamt, und der inzwischen 3-jährigen Birdie gehe es sehr gut.

Großer Erklärungsbedarf in der Kita

Ein Nebeneffekt, der Sarah sehr stört, sich aber leider nicht vermeiden lässt: Sie muss ständig erklären, dass ihre kleine Tochter in der vorzeitigen Pubertät steckt. Denn schließlich sollen sich Erzieher*innen und Lehrer*innen nicht erschrecken, wenn sie Blut in Birdies Windel oder Unterwäsche finden – und auch keine falschen Schlüsse ziehen. Natürlich sei Blut in der Unterwäsche immer ein wichtiger und richtiger Grund, um nachzuforschen.

Deshalb hat die Familie auch ein Attest vom Kinderarzt bekommen, das die Diagnose bestätigt.

Sarah sagt selbst, dass sie diese Erklärungen hasst. Aber im Grunde wünscht sie sich nur, dass ihre kleine Tochter eine normale Kindheit hat. „Als Mutter hoffe ich, dass es ihr Erscheinungsbild und ihre Größe nicht mehr beeinflussen wird als bei anderen Kindern in ihrem Alter. Wenn wir eine Hormontherapie brauchen, werden wir sie machen. Ich möchte nur nicht, dass sie sie verändert.“

Wir wünschen Birdie und ihrer Familie alles Gute!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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