Erfolgsrezept: So bist du für Baby UND Freunde da

Eigentlich dachten deine beste Freundin und du, euch könnte nichts trennen. Die Schule, die Ausbildung, der Berufseinstieg oder das Studium – ihr habt schon so viel zusammen durchgemacht. Da wird euch doch nicht so etwas wie Schwangerschaft auseinanderbringen? Oder?

Leider passiert genau das ganz schön häufig. Denn, seien wir mal ehrlich, mit der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Hormonhaushalt sondern dein ganzes bisheriges Leben. Da ist es nur normal, dass sich deine Interessen plötzlich von denen deiner besten, kinderlosen Freundin unterscheiden, sie gelangweilt wirkt, wenn du vom Baby erzählst, und du mit ihren Partyeskapaden und Erzählungen aus dem Job nicht mehr ganz so viel anfangen kannst.

Und das ist erstmal überhaupt nicht schlimm! Freundschaft kann (und sollte) nicht nur zwischen zwei Menschen bestehen, die sich sehr ähneln und bei denen sich die komplett gleichen Dinge im Leben abspielen. Freundschaft lebt auch davon, dass wir uns gegenseitig inspirieren, Phasen überstehen, die gerade mal nicht so gut laufen, und uns gegenseitig einen Spiegel vorhalten (ach wenn es mal nicht so angenehm ist). Freundschaften erweitern den Horizont und zwingen uns immer wieder, eine neue Perspektive einzunehmen – das macht sie so wahnsinnig wertvoll.

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Freundin und du sich immer weiter auseinander leben, ist das noch lange kein Grund, eure Freundschaft aufzugeben. Lieber solltet ihr die Unterschiede als Anlass nehmen, an euch zu arbeiten.

Hier sind unsere 5 Tipps, was du tun kannst, wenn deine Freundschaft unter euren verschiedenen Lebensphasen leidet:

 

  1. Denk an das, was euch verbindet
    Nur weil du dich plötzlich für Kinderbücher, Hausmittel gegen Bauchschmerzen und Babylieder interessierst, heißt das nicht, dass diese Themen bei deiner besten Freundin automatisch auch auf Platz 1 der Interessen stehen. Macht nichts – ihr habt genug zusammen erlebt, um immer ein Gesprächsthema zu haben. Ansonsten: Erzähle ihr gerne aus deinem Alltag, rede aber nicht nur über dein Kind. Es gibt ja auch noch deinen Partner, andere Freundinnen, Urlaube, Kinofilme etc.
  2. Sei ehrlich
    Dein Baby ist ein Wunder – ja, das weiß deine beste Freundin auch, ohne dass du ihr ständig erzählen musst, wie glücklich du bist. Vielleicht ist sie dadurch auch ein bisschen neidisch und würde gern mal zu hören bekommen, dass es auch nervig sein kann, ständig nur mit Intervallschlaf auszukommen. Möglicherweise würde auch sie dann damit herausrücken, dass ihr Job gerade nervt oder anstrengend ist.
  3. Mühe lohnt sich
    Und wo wir gerade beim Thema Anstrengung sind: Klar ist es für dich ein echter Hindernislauf, deine Freundin mit deinem Baby auf den Arm besuchen zu kommen. Trotzdem: Freundschaft ist ein Geben und Nehmen, und wer immer nur Besuch zu sich einlädt, ist unter Umständen irgendwann ganz schön einsam.
  4. Zeit nur für euch
    Klar ist dein Muttersein und dein Baby jetzt auch Bestandteil deiner Persönlichkeit und deines Lebens. Ab und zu tut aber auch mal ein Abend „Mamafrei“ gut. Verabredet euch zum Kino oder zum Kaffee: So könnt ihr gemeinsam neue Dinge erleben und besprechen. Außerdem kannst du einmal wirklich abschalten.
  5. Zeit zu dritt (oder viert oder…)
    Aktivitäten mit deinem Baby und deiner Freundin sind wichtig, damit dein Liebling nicht zwischen euch steht und deine beste Freundin und dein Schatz sich aneinander gewöhnen können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen Sonntagsspaziergang? Oder ihr geht frühstücken? Ober mal gemeinsam zum Baden? Vielleicht darf deine Freundin deinen Kleinen auch einfach mal halten oder ihm die Flasche geben? Deine Freundin freut sich über so viel Vertrauen, was wiederum eure Beziehung stärkt.