So schön! Für diese Bademoden-Kampagne wird H&M im Netz gefeiert

Wir kennen es alle. Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln unsere Haut und wieder einmal müssen wir feststellen, dass unsere Bikini-Figur so gar nicht nach dem perfekten Beachbody aussieht. Denn perfekt ist laut Modewelt eine durchtrainierte, knackig gebräunte Größe 36. Und das, obwohl laut Statistischem Bundesamt die häufigste Kleidergröße in Deutschland 42/44 ist.

Die neue Kampagne von H&M

Diesen Gedanken hatte auch das Modelabel H&M. In einer Kampagne für mehr Natürlichkeit zeigen sie jetzt neben den superschlanken Models auch eine Frau mit „durchschnittlichen“ Körpermaßen. Viele Frauen Fragen sich zwischen Models Größe 34 und Plus-Size-Models nämlich immer öfter, wo denn die Mitte ist – die sogenannten „Inbetweenies“. Genau diese Figur verkörpert in der aktuellen Kampagne das niederländische Model Jill Kortleve – und es geht hierbei nicht um eine extra Curvy Kollektion, sondern um eine reguläre.

Sie kommt aus Amsterdam und stand schon für andere große Labels vor der Kamera. Ihr Instagram-Motto „Wenn du dich selbst nicht liebst, wie zur Hölle sollst du dann jemand anderes lieben?“ verkörpert sie in der neuen H&M Kampagne in jeglicher Hinsicht. Anstelle von makelloser Photoshop-Haut zeigt das Model einen kleinen Bauch, Dehnungsstreifen und ein paar Dellen am Po – denn so sieht das Spiegelbild von uns Frauen eben aus: Nicht perfekt und trotzdem wunderschön.

Wir finden, das ist eine tolle Idee! Nicht nur, weil die Modemarke damit ein Statement gegen Bodyshaming setzt. Sondern auch aus purem Eigennutz: Endlich sehen wir, wie der ausgewählte Bikini an uns wirklich aussehen könnte – keiner durchtrainierten Größe 36.

Bikinis an unterschiedlichen Figuren


Bei einer schicken Bikini-Hose präsentiert das niederländische Model zum Beispiel die helltürkise, geblümte Variante. Wählt man die Farbkombination weiß/blau, sieht man dasselbe Höschen bei einem sehr durchtrainierten Model. So können sehr schlanke, aber auch kurvigere Frauen sehen, wie der Bikini an ihnen aussehen würde. Noch ein Highlight der Kollektion: Die Bikinis und Badeanzüge sind regulär bis Größe 48 erhältlich – warum kann das nicht immer so sein?

Plus-Size Kollektionen sind natürlich super, aber wieso ist es nicht ganz normal, dass Modelabels jedes Kleidungsstück auch für molligere (also, molliger als die meisten Models) Frauen designen?

Auch auf Facebook wird H&M für diese Aktion gefeiert und bekommt von über 12.000 Frauen ein „Gefällt mir“. Nur ein Problem wird in den Kommentaren ganz deutlich: Die User sprechen davon, dass endlich „normale“ Körper und „echte“ Frauen gezeigt werden – dabei vergessen viele, dass jede Figur, egal ob schlank oder etwas fülliger, „normal“ ist, denn niemand hat einen abnormalen Körper.

Wir finden diese Kampagne von H&M auf jeden Fall super und hoffen, dass in Zukunft immer mehr Modeketten ihre Klamotten an unterschiedlichen Figuren präsentieren… Mehr davon bitte!

Wir danken Lisa Butschalowski für diesen Text!

Echte Mamas

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