„So habe ich meinem Kind die Angst vorm Inhalieren genommen.“ Tipps aus unserer Community

Bronchitis, Asthma, Pseudokrupp – wenn Babys und Kleinkinder an den Atemwegen erkranken, würden wir Eltern alles geben, um ihnen Erleichterung zu verschaffen. Schließlich leiden wir mit Leib und Seele mit, wenn unsere Liebsten von Hustenanfällen geschüttelt werden und schlecht Luft bekommen. Das Inhalieren ist dann meist das Mittel der Wahl, denn es wirkt je nach Anwendung direkt in Rachen, Bronchien oder unteren Atemwegen.

Es gibt in Apotheken und Sanitätshäusern heutzutage modernste Inhalationsgeräte, die sogar schon bei Neugeborenen ohne Bedenken eingesetzt werden können. Doch die meisten Kleinkinder schrecken vor dem brummenden Gerät mit der großen Maske zurück, die sie zum Inhalieren über Nase und Mund setzen sollen.

Wie kriegt man also ein Kind auf sanfte Weise dazu, die Inhalationsmaske aufzusetzen? Wir haben die Mamas in unserer Facebook-Gruppe gefragt, wie sie ihren Kids die Furcht vor dem Inhaliergerät genommen haben, damit es ihnen bei ihrer Atemwegserkrankung Linderung verschaffen kann. Hier die besten Tipps:

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1. Tipp fürs Inhalieren: Spielen

Irgendwie ist die Angst ja verständlich, die kleine Kinder befällt, wenn sie das erste Mal inhalieren sollen. Sie sehen eine große Maske, hören ein brummendes Gerät und nehmen dazu noch das sorgenvolle Gesicht von Mama oder Papa wahr, die sich ihrem kranken Schatz mit dem Inhalator annähern. Kein Wunder, dass dieses Bild erschreckend wirkt.

Der Pari Boy* ist ein gängiges Inhaliergerät, das auch für Kinder geeignet ist.

Mamas aus unserer Community berichten, dass es dem Kind sehr helfen kann, wenn es das Inhaliergerät gar nicht als etwas Medizinisches kennenlernt, sondern es vor dem ersten Einsatz erst einmal spielerisch erkunden darf. Wenn es sich zum Beispiel mit der Maske „verkleidet“, das Gerät selbst ein und ausschaltet und vielleicht zunächst Mama, Papa, Teddy oder eine Puppe damit „behandelt“.

So lernt es den Inhalator als etwas Kindliches kennen und nimmt es nicht als bedrohlich wahr. Zum ersten richtigen Einsatz ist es dann nur noch ein kleiner Schritt, der im besten Fall sogar auch Spaß machen kann.

2. Tipp fürs Inhalieren: Vorbild

Eine Mama aus der Community sagte ihrem jüngsten Kind, das Inhalationsgerät sei nur für größere Kinder gedacht und gab es seinem älteren Geschwisterkind. Sofort bekam das Gerät für das jüngere Kind eine enorme Anziehungskraft, denn welches kleine Geschwisterkind will nicht gern all die Dinge haben, die sein großer Bruder oder seine große Schwester hat?! So war es am Ende für das jüngste Kind fast schon ein Triumph, als es endlich das erste Mal inhalieren dürfte.

Bei anderen Mamas hat es auf ähnliche Weise mit dem Inhalieren geklappt: Sie haben es dem Kind einfach vorgemacht und ihm so gezeigt, dass das Inhalieren nicht weh tut oder unangenehm ist. Ihre Vorbildfunktion hat ihre Kleinen schließlich dazu gebracht, sich selbst auch zu trauen.

3. Tipp fürs Inhalieren: Ablenkung

Die meisten Mamas aus unserer Community schwören auf Ablenkungsmanöver, wenn es darum geht, ein sich sträubendes Kindern zum Stillhalten zu kriegen, sei es beim Haareschneiden, Zähneputzen, bei der Medikamentengabe oder auch beim Inhalieren. Und weil Kleinkinder fasziniert sind von Spielen oder Videos auf dem Smartphone oder Tablet, sind diese bei den vielen Eltern das Mittel der Wahl.

Damit es gut funktioniert und auch längerfristig ein besonderer Anreiz bleibt, sollte es jedoch wirklich eine Ausnahme bleiben und nur so lange erlaubt sein, wie die jeweilige „Prozedur“ andauert. Das gilt vor allem für die ganz Kleinen.

Ein Mama-Tipp aus der Gruppe für eine besonders liebevolle Variante der Ablenkung mit bewegten Bildern:

Du hältst dein Baby oder Kleinkind auf dem Schoß, ihr schaut gemeinsam Kinderliedervideos – wie das hier unten –  und du singst deinem Kind dazu vor – alles während des Inhalierens. Bei einer solch schönen Kuscheleinheit mit Musik wird sich dein Kind ganz bestimmt schon auf die nächste Runde Inhalieren freuen.

4. Tipp fürs Inhalieren: Belohnung

Im Alltag ist die Belohnung ja nicht unbedingt ein geeignetes Erziehungsmittel,  denn sie birgt die Gefahr, dass sich unsere Kinder irgendwann nur noch gegen „Bezahlung“ zu etwas motivieren lassen. Doch ein krankes, schlappes, hustendes Kind, dem das Inhalieren einfach suspekt ist, darf durchaus schon mal belohnt werden, wenn es die Prozedur tapfer über sich ergehen lässt.

Damit hat es auch schon bei vielen Mamas aus der Community geklappt, wenn es um das Inhalieren ging. Und viele Kinder haben später gar keine Belohnung mehr eingefordert, weil sie nach den ersten Malen gemerkt haben, dass ihnen das Inhalieren einfach gut tut. Das war dann Belohnung genug – und gleichzeitig Motivation für das nächste Mal.

 

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Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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