Wieso die Polizei von einer Verschleppung ausging
Am vergangenen Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr soll ein 39-Jähriger, der getrennt von seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen Sohn lebt, die beiden gegen ihren Willen in Meckenheim in ein Auto gezerrt haben und mit ihnen weggefahren sein. Wir berichteten darüber.
Der Tatverdächtige konnte nach einer sofort eingeleiteten Fahndung am Nachmittag in seiner Wohnung in Ratingen vorläufig festgenommen werden. Am Freitagabend konnte der Mann das Präsidium wieder verlassen.
Frau meldete sich telefonisch und gab ihren Aufenthaltsort preis
Offenbar hatte die Frau sich bereits im vergangenen Freitag bei der Polizei in Deutschland gemeldet und ihren Aufenthaltsort im Kosovo genannt. Sie gab an, sich bei Familienangehörigen zu befinden. Inzwischen konnte die Polizei vor Ort die Angaben der Frau überprüfen und bestätigten.
Trotzdem führen Polizei und der Staatsanwaltschaft Bonn die Ermittlungen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung weiter. Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse zu Tatverdächtigen, die geholfen haben sollen, Frau und Kind ins Auto zu bugsieren.
Was genau am 10. Juni passiert ist, ist also weiter unklar. Die 34-Jährige lebt getrennt vom Vater des Kindes, vor Gericht steht bald die Entscheidung im Sorgerechtsverfahren an.
Angebliche Entführung: Mutter und Sohn im Kosovo wieder aufgetaucht
Von
Lena Krause
17. Februar 2026