An alle Besserwisser: 5 Antworten auf ungefragte Ratschläge

Vielleicht sind sie gut gemeint. Was sie aber vor allem sind: absolut unpassend. Ungefragte Ratschläge braucht keine Schwangere, keine Mama, niemand. Sie nerven einfach! Und doch gibt es da draußen jede Menge Besserwisser, die gerne ihren Senf dazugeben. Oft macht die Besserwisserei auch vor der eigenen Familie oder auf dem Spielplatz (Stichwort: „Mommy Wars“) keinen Halt. Habt ihr das schon mal erlebt? Beim Thema Schwangerschaft, Baby sowie Erziehung glaubt irgendwie jeder, ein Experte zu sein. Damit ihr bei ungefragten Ratschlägen direkt kontert, haben wir für euch fünf Knaller-Antworten parat.

Ungefragte Erziehungstipps? Hier kommen fünf passende Antworten

„Danke für den Hinweis.“

Nicht selten kommen unerwünschte Ratschläge von Familienmitgliedern. Wenn also die Schwiegermutter mal wieder einen Tipp auf Lager hat und diesen unbedingt kundtun möchte, ist etwas Vorsicht geboten. Schließlich wollen wir sie nicht verärgern, den Ratschlag aber dennoch höflich abwenden. Deshalb hört zu, lasst sie aussprechen und unterbrecht sie nicht. Denn das verletzt womöglich ihre Gefühle. Wenngleich wir mit dem Ganzen nicht einverstanden sind, bedanken wir uns für den Hinweis und gut ist. Sie ist glücklich und wir haben (vorerst) unsere Ruhe. 🙈

„Mein Baby bekommt die Flasche – PUNKT.“

Stillst du etwa noch? Was, dein Baby bekommt die Flasche? Beim Thema Babyernährung macht man es gefühlt niemandem recht. Ständig kommen von allen Seiten Tipps und Ratschläge, wie wir das eigene Kind doch zu füttern haben. Teilweise fängt das schon in der Schwangerschaft an. Nervig! Glücklicherweise hat das nur das Baby und mich als Mama zu interessieren. Denn schließlich muss ich das kleine Würmchen sattbekommen. Ob ich nun die Brust oder die Flasche gebe, ist meine persönliche Entscheidung.

Natürlich ist Stillen das Beste fürs Baby. Die Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und ist immer auf die Bedürfnisse des Nachwuchses abgestimmt. Außerdem bietet sie einen guten Schutz gegen Krankheiten. Doch nicht jede Mama (kann oder) will stillen. Und das ist vollkommen okay!

Meine Tochter war zum Beispiel schon bei ihrer Geburt ein ziemliches Prachtexemplar. Da hat meine Muttermilch nun wirklich nicht ausgereicht und ich fing an zuzufüttern. Da sie auch mit sechs Monaten die Perzentile sprengt, sind wir inzwischen komplett auf die Milumil Folgemilch von Milupa umgestiegen. Mit viel Liebe & hier in Deutschland stellt Milupa sicher, dass in der Milumil Babymilch alles drin ist, was reingehört und alles draußen ist, was nicht reingehört. Neben pflanzlichen Ölen (kein Palmöl!) enthält diese zudem die Vitamine C* und D* sowie ALA* zur Unterstützung der natürlichen Gehirnentwicklung und DHA*, das zur Entwicklung der Sehkraft beiträgt**. Auf Farb*- und Konservierungsstoffe*, Aromen und Stärke wird dabei komplett verzichtet.

*Gesetzlich für Folgenahrung vorgeschrieben

**Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 100mg DHA ein

 

„Läuft also bei euch. Wie schön.“ 😉

Babys sind so individuell. Die einen krabbeln schon sehr früh und die anderen machen ihre ersten Schritte etwas später. Alles total normal und kein Grund zur Sorge. Dennoch gibt es immer wieder Mütter, die ihre Kinder miteinander vergleichen oder ihre Vergleiche anderen Mamas aufzwingen. Beides ist total unangebracht und super nervig. Schließlich habe ich nun wirklich keine Muße, mit der Mama auf dem Spielplatz neben der Schaukel großartig herumzudiskutieren.

„Sobald sie ihren ersten Freund hat, wird sie wohl im eigenen Bett schlafen.“

Das Familienbett ist wieder so eine Sache, die nicht jeder nachvollzieht. Vor der Geburt meiner Tochter war ich ehrlich gesagt auch nicht so angetan davon. Aber Meinungen ändern sich und solange wir uns als Familie mit dieser Entscheidung wohlfühlen … doch wie oft musste ich mir schon anhören: „Wie, sie schläft noch nicht im eigenen Bett? Warum das denn?“ Nein, wenn meine Tochter nicht im eigenen Bett schläft, dann tut sie es nicht. Andersherum genauso. In unserem Bett ist auf jeden Fall immer ein Platz für sie frei. Sie wird noch früh genug ihr eigenes Bett wollen – spätestens wenn sie ihren ersten Freund mit nach Hause bringt. Wobei … für den finden wir sicherlich auch noch ein freies Plätzchen im Familienbett. 😂

„Ach was, ich frage mich schon seit sechs Monaten, was sie hat.“

Es gibt doch tatsächlich fremde Menschen, die besonders gut wissen, was meinem weinenden Baby fehlt: „Es hat bestimmt Hunger!“ Auweia. Babys müssen was essen? Tatsächlich frage ich mich schon seit sechs Monaten, was sie denn hat. 🙈 Bei solchen Hinweisen von außen: Einfach weghören oder das obligatorische Augenrollen einsetzen. Ein einfaches „gute Idee“ tut es im Übrigen auch.

Natürlich kann der ein oder andere Erziehungstipp tatsächlich hilfreich sein. Allerdings ziehe ich es vor, als (Neu-) Mama gerne meine eigenen Erfahrungen – und ja, vielleicht auch Fehler – zu machen. Ohnehin kennt niemand mein Baby so gut wie ich. Ich bin die Mama. Wer soll mir also verbieten, meinem Kind die Flasche zu geben oder im Familienbett schlafen zu lassen?!

Was viele Besserwisser oft auch vergessen: Jede Familie ist anders, jedes Kind ist anders und hat ein ganz eigenes Tempo. ❤️ Es gibt weder richtig noch falsch. Das ist doch das Tolle! Wir geben unser Bestes und treffen individuelle Entscheidungen für das Wohl unseres Kindes. Denn was bei anderen funktioniert hat, ist nicht automatisch auch der beste Weg für einen selber. Beim nächsten ungefragten Ratschlag also freundlich, aber bestimmend, die eigene Meinung sagen.

Hinweis: Stillen ist das Beste für dein Baby. Sprich bitte mit deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme, wenn du eine Säuglingsnahrung verwenden möchtest.

Carolina Baldin

Zwischen Alster und Elbe fühle ich mich in Hamburg ziemlich wohl. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unserer Hündin Ida. Seit 2021 bin ich außerdem Mama einer kleinen Tochter. Und da mir eine Vereinbarkeit als Familie wichtig ist, plane ich meinen Alltag zwischen Job, Kind und Partnerschaft – mit allen Herausforderungen.

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