Alleinerziehende: Wenn der Vater nichts von seinem Kind wissen will

Ihr Lieben, immer wieder erreichen uns Nachrichten von euch mit Fragen zu verschiedensten Themen. Auch unsere Community für Alleinerziehende in der ihr euch mit anderen Mamas austauschen könnt, wird immer größer und darüber freuen wir uns sehr. Wir wollen euch vernetzen und euch unterstützen. Denn wir sind alle echte Mamas, mit Stärken und Schwächen.

Wenn du alleinerziehend bist und mit deinen Kindern ohne Kontakt zum Vater lebst, taucht eine Frage immer wieder auf: Egal, ob in der Kita beim Abholen, auf dem Spielplatz oder am Wochenende beim Kindergeburtstag: Alle Kinder um dich herum scheinen in einer „heilen Welt“ zu leben, bestehend aus der Mutter, den Kindern und einem Vater. Und der ist in deiner Familie nicht da. Sicher hast du dich auch schonmal gefragt: Wie gehe ich damit um? Wie erkläre ich meinem Kind, dass es zwar einen Vater hat, der aber nicht anwesend ist?

Ich bin auch alleinerziehende Mutter eines Sohnes. Ich habe mich in meinem Freundeskreis einmal umgehört, und das sind die Top-Tipps, die anderen echten Mamas in dieser Situation geholfen haben. Und hoffentlich helfen sie auch dir.

Sei ehrlich

Wenn dein Kind nach dem anderen Elternteil fragt, beantworte seine Fragen ehrlich, aber auch rücksichtsvoll. Wenn der Vater sein Kind tatsächlich nicht sehen will, hilft es, ihm zu erklären, dass es Situationen gibt, in denen ein Mensch eigene Probleme hat, um die er sich kümmern muss. Aber sage deinem Kind auch: Du bist nicht Schuld.

Sammle Fotos und Briefe und hebe sie in einem Ordner auf

So hat dein Kind eine Erinnerung an seinen Vater und kann sich ein Bild machen. Wie sah Papa aus? Was hat er gern gemacht? Vielleicht hast du auch noch ein Video, auf dem dein Kind seine Stimme hören kann.

Alleinerziehende Mutter mit Tochter

Als alleinerziehende Mama ist es wichtig, dass du ehrlich zu deinem Kind bist. Foto: Bigstock

Bitte andere um Hilfe

Trau dich ruhig, deine Freunde und deine Familie um Rat zu fragen. Hilfe anzunehmen, ist keine Schande. Auch Organisationen und Vereine wie der Verband alleinerziehender Mütter und Väter können dir helfen, dich in deiner Situation zurecht zu finden.

Bilde ein Netzwerk

Familien sind bunt, viel bunter, als du vielleicht gerade in diesem Moment denkst. Es gibt viele Mütter, die in deiner Situation sind. Tausche dich mit anderen echten Mamas aus, zum Beispiel in unserer Facebookgruppe für Alleinerziehende Echte Mamas. Hier findest du sicher noch mehr Mütter, die dich unterstützen. Zusammen sind wir stark!

Hast du noch mehr Tipps für andere alleinerziehende echte Mamas? Wie bist du mit der Situation umgegangen? Melde dich gern bei uns, wir freuen uns auf deine Geschichte.

Sarah Wiedenhoeft
Hamburger Deern, Journalistin, Mutter eines Sohnes. Immer auf der Suche nach besonderen Menschen und dankbar, ihre Geschichten zu erzählen.

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Mark
Mark
Antworten  Nina
8 Monate zuvor

Ihn zu einem tauglichen Wochenend Vater zu machen? Das ist doch eines der größten Probleme. Wollen wir doch mal ehrlich sein, wer sein Kind nur noch alle zwei Wochen für ein, zwei Tage hat ist doch kein Vater mehr, sondern nur noch künstlich erzeugter Pseudovater. Ich kann Männer verstehen, wenn sie sich hier zurückziehen. Dass er keinen Unterhalt zahlt, geht mal gar nicht.

Nina
Nina
9 Monate zuvor

Hallo, ich bin Mutter eines 4 jährigen Sohnes, vor 2,5 Jahren habe ich mich vom Vater getrennt weil er während der Beziehung schon kein Interesse an dem Kind hatte. Er hat seine Prioritäten bis heute nicht richtig setzen können und zahlreiche Versuche (Hilfe vom Jugendamt, beratungsstelle, etc )ihn zu einem tauglichen wochenenddad zu machen, sind fehlgeschlagen.
Mein Sohn leidet gefühlt sehr darunter wenn er ihn anruft und er wiedermal verspricht zu kommen aber nicht auftaucht. Ich bin hilf-/und ratlos, er zahlt auch keinen Unterhalt was alles nicht einfacher macht. Ich bin jetzt an einem Punkt an dem ich meinem Sohn erklären möchte das ‚papa“ kein interesse hat aber ist das richtig? Ich muss ihn doch schützen….

Liebe Grüße Nina

Nicky
Nicky
1 Jahr zuvor

Hallo …..Ich bin Mutter eines 8 Jährigen Jungen. Habe mich vor drei Jahren von dem Vater getrennt..Am Anfang lief es richtig Super er holte ihn alle zwei Wochen…Dann kam eine neue Frau ins Spiel…hier mal ein schlechtes Wort da mal ein schlechtes Wort als er hier ab sagte da absagte…Ich habe sie Beleidigt…Aber mich auch Entschuldigt . Und dann plötzlich kam nichts mehr…er holte ihn einfach nicht mehr ab…Gericht hin und Geticht her…Seine Antwort war nur er will das Kind nicht mehr sehen…Ich habe std bei Gericht auf ihn eingeredet …gebettelt…Bitte bitte tue ihm das nicht an…Er brauch Dich…Aber er blieb Hart…Er sagte er könne ihn nicht mehr ansehen da er aussieht wie Ich…Was garnicht stimmt. Ich muss dazu sagen er hat noch zwei Kinder wo er den Kontakt abgebrochen hat….Mein kleiner weint so um ihn…vermisst ihn schrecklich…Habe gesagt das Papa kein Kontakt möchte…Er versteht es einfach nicht…Ich bin verzweifelt….Was soll ich tun? LG

Sarah
Sarah
1 Jahr zuvor

Hallo Rabia,
Ich halte den Unterhalt an sich für ungerecht bemessen. Grundsätzlich sollten sich zwei Personen, die zusammen ein Kind aufziehen wollen ja unterstützen. Man teilt alle Lebenserhaltungskosten – nun muss aber die unterhaltspflichtige Person (gibt nicht viele Fälle aber es kann in der Theorie auch eine Frau sein) sich an den Unterhaltskosten beteiligen, wie wenn man zusammen wohnen würde – aber diese Person muss ja trotzdem Miete, Lebenserhaltungskosten uvm tragen.
Ein schwieriges Feld.
Zu der Frage – ich finde das wäre ein guter Vorschlag

Rabia Z.
Rabia Z.
1 Jahr zuvor

Hallo Josie,

Ich kann deinen Bruder sehr gut verstehen.
Ein Kind ist eine Angelegenheit zwischen den Eltern, nicht der Restfamilie. Wenn er sich entschieden hat, dass dieser Sohn in seinem Leben keine Rolle spielen wird, dann sollte das von seiner Familie akzeptiert werden.
Was du versuchst, ist, deinen Bruder dazu zu zwingen, sich um den Buben zu kümmern. Natürlich ist deine Motivation die beste, du willst einfach Friede, Freude, Eierkuchen. Aber du übergehst dabei die persönlichen Grenzen deines Bruders. Selbstverständlich geht er da an die Decke.
Ich gehe davon aus, dass er das Kind finanzieren musste und nicht du oder eure Eltern. Woher nehmt ihr euch das Recht, ihm so in den Rücken zu fallen?
Woher nimmt die Kindsmutter sich das Recht, zu dir zu kommen mit ihrem Anliegen?
Dein Bruder wäre die richtige Adresse gewesen. Für sie und für dich.
Du hättest ihm klar kommunizieren müssen, wie deine Meinung dazu ist. Letztendlich ist es aber seine Entscheidung, ob das Kind in sein Leben kommt oder nicht.
Dass er nun nichts mit euch zu tun haben will, ist insofern logisch. Was soll er denn sonst tun? Wenn das Kind bei euch ist und er es nicht sehen will, bleibt ihm nichts anderes übrig als euch nicht mehr zu sehen.
Ungewollte Vaterschaft ist für Männer eine enorme Belastung, auch emotional. Er hat eine Entscheidung getroffen und die wird nun von seiner eigenen Familie torpediert. Was, wenn er das Kind nicht sehen will, weil er weiß, dass er es nie lieben wird und sowohl dem Kind als sich Treffen ersparen will? Warum meinst du, dass es es der Hass auf die Mutter ist? Das denke ich nicht. Dann würde er nun versuchen, ihr den Jungen zu entfremden. Das tut er nicht. Er steht zur Entscheidung, die er vor 12 Jahren getroffen hat.

Versuche, dich in seine Lage zu versetzen. Und vor allem, frage dich, wie das in Zukunft aussehen soll. Soll der Junge zu euch kommen und dein Bruder dafür nicht mehr? Meinst du, damit hilfst du dem Kind?
Wieder Streitigkeiten wegen ihm.
Manchmal sind klare Verhältnisse besser, als erzwungene Kontakte oder die rosarote Brille, dass doch alles so schön sein könnte.
Dein Bruder will keinen Kontakt.
Das solltet ihr akzeptieren. So sehe ich das wenigstens.

Rabia Z.
Rabia Z.
1 Jahr zuvor

Hallo Sarah,

Ein Like für deinen Beitrag!
Das finde ich menschlich und charakterlich einen starken Zug.

Was den Kindesunterhalt angeht:
Wir würdest du dazu stehen, ihn am Mindestunterhalt zu bemessen, wenn der Vater nicht mit dem Kind einverstanden ist und einen rechtsbindenden Vetrag eingehen würde, Sorge- und Umgangsrecht nicht einfordern zu können?

Ich finde es reichlich unfair, dass der Kindesunterhalt am Einkommen des unwilligen Vaters bemessen wird.
Er sollte so hoch sein, dass die Lebenshaltungskosten des Kindes abgedeckt sind. Dann könnte man argumentieren, er sei fürs Kind bestimmt. Dass er sich am Einkommen des Vaters bemisst, zeigt, dass es eigentlich doch eine Strafmassnahme für schlechte Verhütung ist. Und das ist nicht tragbar. Ein Kind sollte keine Erziehungsmassnahme sein. Es hat ein Recht darauf, finanziell abgesichert zu sein. Sobald das gewährleistet ist, und so wird ja die Höhe des Mindestunterhalts begründet, muss Schluss sein.

Rabia Z.
Rabia Z.
1 Jahr zuvor

Hallo Nadja,

Es ist aber weder deine Aufgabe noch die des Staates darüber zu urteilen, ob der Vater deines Kindes fremdgeht oder wie er verhütet und schon gar nicht, ihn für die Auslebung seines Sexlebens zu „bestrafen“.

Jeder sollte seine eigenen Entscheidungen treffen, auch und gerade in dem Punkt, ob er oder sie ein Kind will. Durch die körperlichen Voraussetzungen haben Frauen auch nach Eintreten einer Schwangerschaft noch die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob daraus ein Kind wird.

Männern bleibt nur, zu gehen und keinen Kontakt mehr zu wollen. Das ist das, was einer Abtreibung am nächsten kommt. Das ist ihr gutes Recht.

Für mich wäre es keine partnerschaftliche Basis, gegen den Willen meines Mannes ein Kind zu bekommen. Allerdings hat die Verhütung mich bisher auch nie im Stich gelassen. Daher möchte ich nicht darüber urteilen, wenn eine Frau sich gegen den Willen ihres Sexpartners dazu entscheidet, das Kind auszutragen.

Allerdings sollte sie sich für ihre Entscheidung dann auch alleine verantwortlich zeigen.
Da du dem Mann wohl gesagt hattest, unfruchtbar zu sein, ist er ja nicht völlig ungewappnet ungeschützt mit dir in die Kiste. Was er mit andren Frauen für Vereinbarungen hatte- sorry, das geht dich nichts an und der Wahrheitsgehalt ist auch fraglich.

Fakt ist, der gute Herr muss deine Entscheidung nun finanziell mittragen. Und ja, das finde ich nicht in Ordnung.

Alles Gute trotzdem für dich und den Kleinen Mann!

Josie
Josie
Antworten  Prinzessin
1 Jahr zuvor

Hi Prinzessin,
In unserer Familie gibt es auch so einen Fall.
Mein Bruder ist einer dieser Männer, die nicht zu ihrer Verantwortung stehen können und seinen schon 12jährigen Sohn komplett als nicht existent ansieht.
Anders als hier in einem Beitrag geschrieben, finde ich nicht, dass der Mann das gute Recht hat, niemals sein Kind kennenzulernen.
Auch für eine Frau dreht sich das Leben plötzlich um 180 Grad und zu sagen, sie könne abtreiben, damit macht man es sich ziemlich einfach.
In unserem Fall hat die damalige Freundin meines Bruders es direkt drauf angelegt, ein Baby zu bekommen. Wir als Familie hatten das lange als Ausrede gesehen, uns aus der Verantwortung zu nehmen. Dennoch haben wir von Anfang an meinem Bruder versucht klarzumachen, dass das Kind nichts für die Mutter kann und es doch sein Fleisch und Blut ist.
Jetzt hat die Mutter Kontakt zu mir gesucht, da mein Neffe immer mehr wissen wollte, wo er herkommt und nun eollen auch meine Eltern ihren Enkel kennenlernen.
Mein Bruder tobt und hat zu uns nun den Kontakt abgebrochen, so krank ist seine blinde Wut über die Frau.
Einem anderen Sohn, den er hingegen nicht sehen darf, trauert er extrem nach und reibt sich seit anderthalb Jahren auf, um Kontakt zu bekommen.
Wie kann man sojemandem klar machen, dass sein großer Sohn ihn braucht und es nichts mit dem kleinen zu tun hat??
Es ist zum Verzweifeln.

Sarah
Sarah
2 Jahre zuvor

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache aber ich muss leider die Einstellung mancher Frauen kritisieren. Ich persönlich wollte das Kind und er nicht. Am Ende hab ich mich dazu entschieden es zu behalten aber es gibt einen großen Unterschied. Ich verzichte auf Betreuungsunterhalt. Viele Frauen werden den Männern immer den Spruch an den Kopf, dass man für Entscheidungen Konsequenzen tragen muss. Ja das stimmt, und ich rede nicht von Kindesunterhalt da dies dem Kind zusteht aber ich würde mich schlecht fühlen Betreuungsunterhalt zu erwarten, da es ja meine Entscheidung war.
Warum sollen nur Männer zu ihren Entscheidungen stehen und Konsequenzen tragen müssen?
Ich glaube viele Männer haben gar kein Problem mit dem Kindesunterhalt sondern Betreuungsunterhalt. Ich empfinde diesen auch als ungerecht.

Nadja
Nadja
Antworten  Alexa
2 Jahre zuvor

Hey Alexa,

Du meintest du hältst nicht viel von Frauen die Kinder gegen den Willen des Vaters behalten. Ich bin so eine Frau 🙂 ich hab nichts gegen deine Absicht – jeder hat seine Meinung & das ist auch gut so. Ich habe lediglich eine Frage: soll eine Frau dann das Kind antreiben ? Nur weil der Vater es nicht will ?! Ich habe lange überlegt, den es tat mir sehr leid für den Vater. Doch alles in mir sträubte sich gegen die Abtreibung, ich konnte es einfach nicht.
Meine Familie war auch für eine Abtreibung.

Zudem gehören immer 2 dazu, den das Kind ist ja nicht einfach so vom Himmel gefallen 😉 jeder trifft im Leben seine eignen Entscheidungen & wenn ein mann sich dazu entscheidet (während er zusätzlich noch eine Freundin hat, was ich später erfuhr)sich eine andere anzulachen & mit ihr mehrfach über einen gewissen Zeitraum ohne Verhütung (wissentlich) zu schlafen – sry… aber dann muss man auch mit der Konsequenz leben können. Versteht mich nicht falsch, ich hatte nicht vor schwanger zu werden & es drauf angesetzt. Mit Kinder hatte ich nie viel am Hut & wollte in naher Zukunft auch keine. (Zu meiner Vorgeschichte: ich hatte mal befallenes Gewebe + zu wenig Östrogene +keinen richtigen Zyklus =manchmal bis zu 6 Monaten keine Periode usw.. die Ärzte sagten mir bereits mit 16j bis heute, das schwanger werden fast ausgeschlossen sei. Ich hatte 3 ex Freunde mit denen ich gesamt 9 Jahre NICHT verhütet habe. Nie ist etwas passiert) soviel dazu. Ich finde man sollte immer erst die Rahmenbedingungen & die ganze Geschichte kennen, bevor man sich ein Urteil bildet 🙂 nun ist mein Sohn fast 1 Jahr alt, meine Familie liebt ihn (obwohl sie sich für die Abtreibung waren) & es war für mich und mein Leben (das sich um mehr als 360 grad drehte) die beste Entscheidung. Uns geht es super, ich komme selber aus einem schwierigen Elternhaus (Mutter steht’s besoffen & nachts arbeiten in der Bar, Vater mal anwesend mal nicht – großgezogen von der oma) deshalb war mir im Endeffekt dann egal ob der Vater sein Kind will oder nicht, „Spaß haben“ konnte er ja auch (& vor mir schon 3 weitere Frauen geschwängert, die abgetrieben haben) wer dann nichts aus seinen „Fehlern“ lernt, dem kann man echt nicht helfen.

Prinzessin
Prinzessin
Antworten  Saphira
2 Jahre zuvor

Hey Saphira,
Wie gings weiter bei Euch?
Bei uns hat sich nicht viel getan… Hab mal versucht, seine Eltern dazu zu bringen, ihren Enkel zu sehen, aber die meinten, sei keine gute Idee, sie müssten mir ehrlich sagen, dass sie es nicht gut finden, dass ich das Kind bekommen habe, für den Sohn und seine Familie nicht und für mich und meinen Sohn auch nicht. Als ob ich allein das Kind gemacht hätte, richtige Narzissten. Ach ja, falls ich aber finanziell Unterstützung brauche, dürfe ich mich gerne melden. Habe mich selten so erniedrigt gefühlt.
Meinem Sohn sage ich jetzt, dass er einen Papa hat, wir aber keinen Kontakt haben, weil er und ich uns leider so gar nicht verstehen. Was soll ich auch sonst sagen?
Ach, der Unterhalt wird jetzt vom Jugendamt überwiesen, also er überweist dorthin, die zu mir. Hat er so angeleiert, keine Ahnung, warum. Wohl um mir zu zeigen, er macht es ganz offiziell, als könnte ich sonst mal auf die Idee kommen zu sagen, er überweist nichts…
Kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich den Typen hasse mittlerweile…
Hab ihn mal noch im WhatsApp angeschrieben, ob er nicht auch für die Tochter will, dass sie Kontakt mit dem Halbbruder hat. Da hatte er ein supertolles Happy-Family-Bild drin, zum Abreiern… Tja, daraufhin hat er meine Nummer blockiert.
Ein A…Loch vor dem Herrn.

Saphira
Saphira
Antworten  Prinzessin
2 Jahre zuvor

Hallo, dein Kommentar trifft quasi genau auf uns grad. Riesen Theater auch mit Gericht zwecks Umgangs-und Sorgerecht. Er hat mehr Umgang bekommen und das GSR, obwohl die Beweise auf der Hand lagen, dass es ihm nicht ums Kind geht, sondern, um mir das Leben schwer zu machen. Umgang klappte so gut wir nie richtig. Entweder seinerseits oder der Kleine ( mittlerweile 6 Jahre) verweigerte. Einerseits wollte der Kleine Kontakt zu seinem Vater, aber eben alleine ohne den Halbbruder (5 J.) und andererseits besteht keinerlei Bindung. Heute schreibt der KV, dass er zu uns den Kontakt komplett abbrechen will. Wie erkläre ich ihm das? Gefühlschaos.
Wie hast du das gemacht?
Lg Saphira

Michelle
Michelle
2 Jahre zuvor

Ich bin selbst ein Kind, das keinen Kontakt zum Vater hatte. Und mir hat es nie was ausgemacht. Ganz im Gegenteil bin ich froh, dass mein Erzeuger klar war und aus dem Leben meiner Mum verschwunden ist, als ich noch nicht auf der Welt war. Ich hab hautnah miterlebt bei Freunden, wie es ist, wenn nach der Scheidung ein Gezerre um die Kinder einsetzt und wie die darunter leiden. Ich kenne aber auch Beispiele, wo Eltern es geschafft haben, für die Kids weiterhin als Eltern zusammenzuarbeiten, auch wenn die Beziehung beendet war. Insofern wäre mein Rat: Wenn nie Kontakt zum Vater bestand, dann macht kein Drama daraus. Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass es Familien mit und ohne Papas gibt und das alles gut und richtig ist. Das hat mir total geholfen als Kind. Als ich älter wurde und aufgeklärt wurde (es musste also einen Papa geben 😉 ), habe ich wieder nach dem Vater gefragt und da war die Antwort: „Dein Vater und ich hatten andere Vorstellungen, was Kinder angeht. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dass ich dich alleine aufziehe.“ Und auch das hat mir geholfen! Mein Vater hat nicht MICH persönlich abgelehnt, sondern eine Familie mit meiner Mama. Das war irgendwo sein gutes Recht. Ich habe keinerlei Groll gegen ihn, ich bin zufrieden mit dem Leben, das ich habe. Ich habe eine unfassbar tolle Mama, mir fehlt nichts und mir hat auch nie etwas gefehlt.
Anders ist es klar, wenn der Vater sich aus dem Staub macht, nachdem er Papa für die Kinder war. Da würde ich aber auch nicht behutsam lügen. Sowas geht gar nicht. Und das würde ich meinen Kindern auch so sagen. Dass es einfach verantwortungslos ist und ich es auch nicht verstehe. Das darf man, finde ich, auch schon kleineren Kindern sagen. Wie gesagt, es geht dann ja um Kids, die den Vater schon kannten als Papa. Sprich sie haben ein gewisses Alter.
Es sollte einfach kein Drama mehr sein. Meine beste Freundin reist demnächst nach Holland, um sich künstlich befruchten zu lassen. Sie will ein Kind ohne Mann. Die Welt ist bunt, Familienmodelle vielfältig. Wenn man das begriffen hat, dann ist ein abwesender Elternteil kein Weltuntergang mehr.
Alles Gute allen hier !

Mike
Mike
3 Jahre zuvor

In vielen Fällen werden die Väter einfach weggeworfen und aus dem Leben ihrer Kinder verbannt. Mütter ziehen nach sonstwohin weg und der Vater kann gucken wie er Unterhalt bezahlt. Ob noch was übrig ist fürs Kind zu besuchen fragt kein Mensch.
Wer mal echten Sexismus erleben will geht als Kerl vor eine Familiengericht. Verfahrensbeistand und RichterIN haben nichts besseres zu tun als den Vater zu demütigen und ihn als unfähig hinzustellen damit das volle Sorgerecht an die Mutter geht.
Die Rechtssprechung ist einfach nur Männerfeindlich.
Nachdem der Vater dann Pleite, allein und gedemütigt wird natürlich noch voller Einsatz fürs Kind erwartet. Manchen Weibern gehört echt mal richtig der Kopf gewaschen!

Prinzessin
Prinzessin
3 Jahre zuvor

Und sag dem Kind, der andere Elternteil hat Probleme?
Mein Ex hat überhaupt keine Probleme, leider. Die Probleme habe nur ich als Alleinerziehende, die keine Umgangswochenenden hat und rund um die Uhr Mutter bin. Mein Ex hat einen tollen Job, Eltern, Großeltern und Geschwister, zu denen er super Kontakt hat und die alle von uns nichts wissen wollen, weil ich im Alleingang entscheiden habe, mein Kind zu bekommen und auch noch Unterhalt fordere, ich böse. Mit seiner Neuen hat er ein weiteres Kind bekommen und ist der beste Vater, den man sich nur wünschen kann, so sagen es mir gemeinsame Freunde von früher. Trägt seine jetzige Frau auf Händen und tut alles für die neue Familie. Was erkläre ich da bitte meinem Sohn? Zumal seine kleine Halbschwester nicht einmal zwei Jahre jünger ist als er?

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Alexa
Alexa
3 Jahre zuvor

Hallo Nancy,

Genau so ist es, Väter, die sich gemeinsam mit der Mutter für ein Kind entscheiden, sind in der Regel auch da. Der Fall von Ela scheint ganz schön krass zu sein. Es gibt bestimmt viele Männer, die den Umgang als Last ansehen, Kids machen Arbeit, man sieht die stressige Ex, würde lieber mit der Neuen was unternehmen. Solche Deppen gibt es genügend. Aber alle, die ich kenne und sich so verhalten haben, haben den Kontakt nicht kategorisch abgelehnt. Wenn das Kind dann dem Papa schreibt, anruft, ein Bild malt- dann sind die doch wieder stolz wie bolle und melden sich wenigstens zurück.
Dass ein Mann von Anfang an sagt, er will eine Schwangerschaft und das betreffende Kind nicht, ist das was ganz anderes. Und sein gutes Recht, zu gehen. Zahlen muss er ja so oder so. Aber meine Meinung von Frauen, die Kinder gegen den Willen des Vaters bekommen, ist seeeehr niedrig. Die schaffen da richtig schlechte Situationen für alle Beteiligten.

Ela
Ela
3 Jahre zuvor

Hallo Paul. Doch es gibt Väter die Ihre Kinder aus freuen Stücken nicht sehen wollen. Da kommt dann der Kommentar: ich schließe mit meinem alten Leben ab und im neuen Leben haben Sie keinen Platz. Es sind nicht immer die Frauen die etwas erschweren. Es gibt auch Männer die in der Ehe die Kinder wollten und danach mit einer neuen Frau ein neues Leben anfangen, wo die Kinder keinen Platz mehr haben. Ich habe 3 Kinder und ich wäre froh, wenn der Vater die Kinder mal an einem Wochenende genommen hätte, damit ich einmal durchatmen konnte. Jetzt sind die Kinder groß und ich habe auch mal Zeit für mich. Ich habe Ihnen immer erklärt, dass sie nicht Schuld sind, aber da kann man erklären was man will, will der Vater die Kinder nicht sehen, bleibt immer ein fader Beigeschmack – egal was ich erkläre und sage.

Manuela
Manuela
3 Jahre zuvor

Hallo ich habe 2 fragen! Mein Sohn ist 8 Jahre er kommt jede Nacht zu mir ins bett,er will nicht alleine schlafen. Er kennt sein Vater sieht ihn aber sehr selten und spricht auch nicht gut über ihn.der Vater hat kaum Zeit nur für seine Kinder die bei ihn wohnen.er lebt mit den anderen kids alleine. Was soll ich tun

Nancy
Nancy
3 Jahre zuvor

Es gibt auch Männer die sich tatsächlich nicht um ihr Kind kümmern wollen mit Absicht. Weil sie nicht den Arsch in der Hose haben zu ihrer Verantwortung zu stehen. Wenn man sich gemeinsam für das Kind entscheidet und sich trennt, ist es normalerweise dem Vater ein Bedürfnis sich auch um sein Kind zu kümmern und zu unterstützen.

Paulus
Paulus
3 Jahre zuvor

Hier mal ein wichtiger Tipp von einem Vater:
Wenn wir unsere Kinder nicht sehen wollen, gibt es dafür Gründe. Entweder wir wollten betreffendes Kind nie, oder der Umgang wird uns erschwert. Kein Mann kümmert sich einfach mal so nicht um sein Kind, wenn er es denn wollte. Dann sollte man als Frau auch an sich arbeiten und sich so verhalten, dass der Kontakt möglichst unbeschwert stattfinden kann.
Und wenn man als Frau alleine gegen den Willen des Mannes entscheidet, ein Kind in die Welt zu setzen, dann sollte man sich nicht dem Kind gegenüber damit rechtfertigen, dass der Vater Probleme hat, wenn er es nicht sehen will. Das ist Unsinn. Die Wahrheit ist, dass auch Männer einen freien Willen haben und persönliche Rechte zu entscheiden, ob sie Vaterfigur für ein unwillentlich gezeugtes Kind sein wollen oder eben nicht. Mit der „Er-hat-Probleme“-Ausrede schafft man ein völlig schlechtes Bild von der Männerwelt, die dem Kind im weiteren Leben nicht helfen wird. Die Wahrheit, dass jeder über sein Leben selbst entscheiden darf, ist mit Sicherheit viel authentischer und hilfreicher. Was macht man denn sonst, wenn das Kind alt genug ist, den Vater aufsucht und feststellt, dass dieser ohne es ein ganz tolles Leben hat und es auch weiterhin nicht haben will?
Seid ehrlich, das währt am längsten.

Sylvana
Sylvana
4 Jahre zuvor

Ich kenne das. Jahrelang hab ich zu allem „ja“ gesagt, wegen der Kinder. Und jetzt nicht mehr und der Vater bricht den Kontakt ab.

Felix
Felix
4 Jahre zuvor

Nimmt man einem Elternteil die Möglichkeit auch als Elternteil zu leben, sich als Elternteil zu fühlen und degradiert es gewaltsam zur Besuchstante / zum Besuchsonkel der eigenen Kinder, dann ist immer Entfremdung und emotionaler Rückzug die Folge.

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