Albträume – wie kann ich meinem Kind helfen?

Wir alle haben sie ab und an: Albträume!

Schlechte Träume, die uns nachts wach werden lassen und so sehr durcheinanderbringen, dass wir erst eine Weile brauchen, um zwischen Traum  und Realität zu unterscheiden. Unseren Kleinen, die noch nicht so viel Erfahrung mit schlechten Träumen gemacht haben, fällt das noch wesentlich schwerer. So sitzen sie plötzlich mitten in der Nacht völlig verstört aufrecht im Bett und zittern am ganzen Körper. Uns Mamas fällt es schwer, dann ruhig zu bleiben – wie können wir unserem Liebling nur helfen?

Woher kommen Albträume?

In Träumen werden Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet. Was unsere Kleinen tagsüber erleben, begegnet ihnen nachts wieder im Traum, deshalb ist auch Stress ein Faktor, der Albträume auslöst. „Wenn Kinder Albträume haben, ist das erst mal ganz normal“, sagt Familientherapeutin Stephanie Ernst. Manche Studien legen zudem nah, dass Kinder, die besonders kreativ und fantasievoll sind, häufiger träumen.

Wie kann ich als Mama helfen?

Wir Mamas leiden unter den Albträumen unserer Kleinen fast genauso wie unsere Kinder selbst. Das ist unnötig, denn eigentlich können wir ganz einfach helfen.

  1. Licht anmachen und Ruhe bewahren.
  2. Sprich mit deinem Kind und zeig ihm, dass unter dem Bett kein Monster lauert. Konfrontation mit der Realität ist hier die beste Methode! „Gerade kleine Kinder können noch nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden“, sagt Stephanie Ernst, „am besten man redet mit ihnen.“
  3. Bis dein Liebling wieder schläft, kann es eine Weile dauern. Wenn er sich gar nicht beruhigen kann, leg dich dazu. „Körperliche Nähe hilft immer. Wer als Eltern sein Bett nicht teilen mag, kann dem Kind auch anbieten, die Tür offen zu lassen“, sagt Therapeutin Ernst.
  4. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind in seinem Albtraum etwas verarbeitet, sprich mit ihm über seine Ängste! „Ich hatte mal eine Familie zur Beratung, bei denen das Kind am nächsten Tag am Frühstückstisch anfing, von dem Traum zu erzählen. Die Eltern schlugen ihm dann vor, von dem Traum ein Bild zu malen und es zu zerreißen. So nach dem Motto ‘Die Sache ist jetzt durch‘. Eine schöne Idee, wie ich finde.“
  5. Sorge zukünftig dafür, dass dein Kind entspannt ist, wenn es zu Bett geht und abschalten kann.

Wenn die Albträume auffällig lange andauern, verarbeitet dein Liebling möglicherweise ein komplexeres Problem. Kinder träumen auch nach einer Scheidung, Missbrauch und Mobbing schlecht. Sollten sich die Träume gar nicht mehr beruhigen, kann ein Kinderpsychologe helfen.