Nur ein kleiner Schnupfen? Von wegen! Die „Super-Grippe“ breitet sich rasend schnell aus und setzt viele Betroffene außer Gefecht. Auch viele Kinder stecken sich an. Auf welche Symptome du achten solltest:
Virus-Mutation ist besonders ansteckend
Seit einigen Wochen rollt die Grippe-Welle über Europa und sorgt auch bei uns in Deutschland für steigende Infektionszahlen. Grund ist eine Mutation des Influenza-Virus, die „H3N2 Sublade K“ genannt wird und extrem ansteckend ist.
In anderen Ländern wie Italien sind Krankenhäuser am Limit, dort sprechen die Ärzte sogar von einem „Flunami“, also einem Grippe-Tsunami. Und auch bei uns liegen immer mehr Menschen mit Influenza flach, auch viele Kinder sind betroffen – teilweise sogar schwer. Laut verschiedener Medienberichte haben die meisten Kinder, die aktuell wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus müssen, die Grippe.
Aber keine Panik: Auch wenn die aktuelle Influenza-Variante sehr ansteckend ist, gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass sie mehr schwere Verläufe auslöst als die Varianten in den Vorjahren.
Hat mein Kind die Super-Grippe? Diese Symptome sprechen dafür
Trotzdem: Eine Grippe-Infektion ist mehr als „nur ein Schnupfen“. Wenn dein Kind plötzlich die folgenden Symptome zeigt, solltest du deshalb am besten mit deinem Kinderarzt bzw. deiner Kinderärztin sprechen:
- Plötzlich auftretendes Fieber, das schnell steigt und auch sehr hoch werden kann
- Häufig begleitet von Schüttelfrost
- Auch Schweißausbrüche sind möglich
- Muskel- und Gliederschmerzen sind ein sehr typisches Symptom
- Starker, trockener Husten, der lange anhält
- Halsschmerzen
- Starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schnupfen (nicht unbedingt, aber möglich)
- Besonders bei Kindern häufig Übelkeit und/oder Durchfall
Wichtig: Im Gegensatz zu einer normalen Erkältung oder einem grippalen Infekt treten die Symptome bei der Super-Grippe wie bei jeder Grippe-Erkrankung meistens sehr plötzlich auf.
Die akuten Symptome halten etwa eine Woche an, allerdings kann der Husten Betroffene auch Wochen später noch quälen, und auch die Müdigkeit hält oft länger an.
Da es sich bei der Influenza genau wie bei Corona um ein Virus handelt, ist eine Behandlung mit Antibiotika wirkungslos. Allerdings kann der Arzt bzw. die Ärztin feststellen, ob dein Kind zusätzlich eine bakterielle Infektion (z. B. Lungenentzündung, Mittelohrentzündung) hat, die mit Antibiotika behandelt werden muss.
Hat mein Kind Grippe – oder doch Corona?
Einige Symptome können auch für eine Corona-Infektion sprechen. Dein Kinderarzt bzw. diene Kinderärztin kann über eine Laboruntersuchung oder einen Abstrich sicher feststellen, um welche Infektion es sich handelt. Wenn dein Kind es zulässt, kannst du auch schon zuhause zu einem Selbsttest greifen.
Zu wenig Kinder sind geimpft – Ärzte fordern neue Empfehlungen
Um sich vor einem schweren Verlauf zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Menschen mit einem erhöhten RIisiko, sich vorsorglich impfen zu lassen. Dazu gehören neben Menschen ab 60 Jahren, medizinischem Personal, Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen auch Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen – das gilt auch für Babys ab 6 Monaten.
Allerdings wird die Impfung bei Kindern bisher nicht gut angenommen, wie unter anderem das Handelsblatt eine Kinderärztin zitiert.
Mediziner fordern deshalb, die Impf-Empfehlung auch auf gesunde Kinder und Babys ab 6 Monaten auszuweiten, um sie vor einem eventuell schweren Verlauf zu schützen.
Hat die Grippe euch auch schon erwischt? Und hast du dein*e Kind*er impfen lassen?




Ja. Das komplette nestchen ist geschlossen. Influenza A. Unser Endgegner ist das hohe Fieber. 40.6 ist gang und gebe.
Und mich als Mama hat es auch erwischt. Grausam.