Diese 7 Routinen passen perfekt zu deinem willensstarken Kind

Eltern von willensstarken Kindern müssen oftmals starke Nerven haben. Diskussionen und Auseinandersetzungen sind in vielen Familien an der Tagesordnung. Mit „Weil ich es dir sage!“ kommt man hier in der Regel nicht weit – und das ist ja auch gut so. Kinder, die ganz genau wissen, was sie wollen, brauchen das Gefühl, dass nicht ständig über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Gleichzeitig brauchen sie aber auch viel Struktur im Alltag.

Hier sind sieben liebevolle Routinen, die du leicht in deine Erziehung integrieren kannst — sie kommen der Persönlichkeit deines willensstarken Kindes entgegen und erleichtern euch beiden das Leben:

1. Morgenroutine mit zwei Optionen

Gib deinem Kind morgens jeweils nur zwei Möglichkeiten — z. B. „Zuerst anziehen oder zuerst Zähneputzen?“ oder „Das blaue oder das rote Shirt?“

Du bestimmst den Rahmen (was gemacht wird), aber dein Kind wählt die Details. Das reduziert Diskussionen und gibt deinem Kind das schöne Gefühl von Freiheit — und ihr kommt trotzdem rechtzeitig aus dem Haus.

2. Gemeinsamer Aufgabenplan

Leg ein paar Familienaufgaben fest (z. B. Pflanzen gießen, Haustier füttern, Tisch decken…). Dein Kind darf sich aussuchen, welche Aufgaben es davon übernimmt — und sie dann jeweils auf einem hübschen Plan abhaken.

Dein Kind lernt, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig fühlt sich gebraucht und spürt, dass es ein wichtiger Teil der Familie ist.

3. Der „5-3-1 Übergang“

Kündige minutenweise an, dass ein Situations-Wechsel (wie z.B. Spielzeit ist vorbei, Essen ist fertig) ansteht: In 5 Minuten, in 3, in einer… Stelle dabei jeweils eine kleine Aufgabe: „5 Minuten: Spiel beenden, 3 Minuten: Tablet schließen, 1 Minute: Sachen wegräumen.“

Kinder mögen Vorhersehbarkeit — deswegen fällt der Wechsel mit Ankündigung oft deutlich ruhiger und kooperativer aus, als es spontane Ansagen tun.

4. Gemeinsames „Plan B“-Treffen bei Konflikten

Wenn ihr euch wegen der Hausaufgaben, der Schlafenszeit etc. pp. streitet, warte ab, bis sich alle wieder beruhigt haben.

Dann könnt ihr die Situation besonnen besprechen: Zeige dein Verständnis: („Ich merke, dir fällt es schwer, konzentriert die Hausaufgaben zu machen.“), dann benenne das Problem („Oft bist du einfach schon zu müde, oder?“) und überlegt gemeinsam eine Lösung: („Die Hausaufgaben sollen künftig vor dem Abendessen fertig sein.“)

So entsteht ein Plan, der sich für alle richtig anfühlt — und dein Kind fühlt sich gesehen und ernst genommen.

5. Zusammen Hausregeln aufstellen

Setz dich mit deinem Kind zusammen, sprecht darüber, wie ihr euch zu Hause fühlt und was euch wichtig ist (Respekt, zuhören, Ordnung, Zeiten etc.). Formuliert daraus vier bis sechs klare, positive Regeln (z. B. „Wir lassen uns gegenseitig aussprechen“, „Bildschirmzeit pro tag ist x Minuten“ etc.) und hängt sie sichtbar auf.

Wenn dein Kind die Regeln mitbestimmt hat, fällt es ihm sehr viel leichter, sich daran zu halten. Denn so fühlt es sich viel schöner an, eher nach einem Familien-Projekt, als nach einem elterlichen Befehl.

6. Versöhnungs-Ritual

Wenn die Gefühle hochgekocht sind — z. B. bei einem Streit oder einem Wutausbruch — nehmt euch danach Zeit für ein kleines Ritual: Benennt den Auslöser, sprecht euch auch, überlegt gemeinsam, wie es wieder gut gemacht werden kann (wenn nötig), kuschelt miteinander.

Zeigt: Ein Streit ist blöd – aber keine Katastrophe. Es tut gut, darüber zu sprechen. Außerdem hat es nichts damit zu tun, dass man sich nicht mehr lieb hat.

7. Täglicher „Verbindungs“-CheckIn

Nimm dir jeden Tag mindestens fünf Minuten, z. B. nach dem Kindergarten oder vor dem Einschlafen, in der du und dein Kind ungestört Zeit füreinander habt. Stelle eine offene Frage („Wie war dein Tag? Was war schön, was war doof?“), hör aktiv zu — und frag, ob dein Kind einen Rat will oder einfach nur, dass du zuhörst.

Solche Routinen stärken Vertrauen, geben deinem Kind das Gefühl, gehört und verstanden zu werden — und verhindern viele Machtkämpfe, bevor sie überhaupt entstehen.

Viel Spaß beim Ausprobieren dieser schönen Familien-Momente. Die im Übrigen zu jedem Kind passen können!

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Willensstarkes Kind: Trifft das auch auf euer Kind zu?x
Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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