5 Gründe, warum der Beckenboden so wichtig für uns Frauen ist

5 Gründe, warum der Beckenboden so wichtig für uns Frauen ist

Auch das noch!

Wir Mamas haben schon mehr als genug auf der Uhr, als dass wir uns jetzt noch Zeit für unseren Beckenboden nehmen möchten. Wir sehen das Geflecht aus Muskeln und Sehnen nicht, das unseren Unterbauch stützt, und viele von uns spüren es noch nicht mal. Irgendwie scheint es ja zu funktionieren und weh tut es auch nicht.

Warum also die ganze Aufregung? Weil es sooo wichtig für unsere Gesundheit ist!

Und das gilt nicht nur für Neu-Mamas, sondern für jede Frau: Bis zu 50 Prozent der Frauen haben nämlich im Laufe ihres Lebens Probleme mit dem Beckenboden.

Dabei muss das nicht sein! Gezielte Übungen können gut verhindern, dass der Beckenboden schwächelt bzw. ihn wieder fit machen, wenn er schon in Mitleidenschaft gezogen ist.

Auf Anhieb fallen uns diese fünf Gründe ein, die dafür sprechen, sofort mit dem Beckenboden-Training zu beginnen.

1. Urinfreie Unterhose
„Ich, inkontinent? Niemals!“ Leider ist das nicht so unmöglich wie es klingt. Wer öfter Blasenentzündungen hat, kann das wahrscheinlich schon bestätigen. „Viele Frauen spüren allerdings während der letzten Schwangerschaftswochen oder direkt nach der Geburt das erste Mal, dass ihre Blase den Urin nicht mehr richtig halten kann. Der Beckenboden ist dann besonders beim Lachen oder Laufen zu schwach,“ weißt Nadja Messingschlager von der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK).

2. Besserer Sex
Es geht nicht darum, dass es sich für ihn enger anfühlt, sondern ein fitter Beckenboden hat ganz egoistische Gründe: Wir Frauen fühlen mehr beim Sex, wenn die erogene Zonen und der Beckenboden gut zusammenspielen.

3. Rückenschmerzen ade
Das kreuz und quer laufenden Geflecht des Beckenbodens verbindet wichtige Gelenke und Knochen. „Ist es im Ungleichgewicht, bringt es alles andere auch durcheinander, was zu Fehlstellungen und -haltungen führen kann und schlimmen Rückenschmerzen,“ so Nadja Messingschlager.

4.  Gebärmuttersenkung vorbeugen
Man muss es ja nicht unbedingt der Russin Tatyana Kozhevnikova gleichtun. Die ausgebildete Sportlerin kann mit ihrer Vagina 14 Kilo Gewicht heben – was ihr einen Platz im Guiness-Buch der Rekorde bescherte.

Wer aber nicht mal eine 14 Gramm schwere Beckenbodentrainingshilfe halten kann, dem drohen ernsthafte Probleme bekommen. Die Gebärmutter kann sich in die Scheide senken (Gebärmuttersenkung) und im Extremfall sogar aus der Vagina herausragen (Gebärmuttervorfall). Durch die Senkung verschieben sich auch die umliegenden Organe wie Blase und Darm, was auch zu Inkontinenz führen kann.

5. Andere Risiken minimieren
Dem Beckenboden macht nicht nur die Schwangerschaft und Geburt zu schaffen. Wer zum Beispiel schwaches Bindegewebe hat, an Übergewicht oder Verstopfung leidet  oder mit chronischem Husten oder Asthma zu kämpfen hat, strapaziert seinen Beckenboden ohnehin. Mit dem richtigen Training verhindert man also nicht nur eine vorübergehende Beckenbodenschwäche, sondert minimiert auch den Einfluss anderer, negativer Faktoren.

Genug gute Gründe, oder?

Echte Mamas

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