10 Tipps, wie du eine Eltern-Kind-Kur genehmigt bekommst

Du bist dauernd krank, zerreißt dich zwischen Familie und Job oder bist völlig erschöpft? Natürlich kann es sein, dass du einfach nur urlaubsreif bist. Dann schnell Sachen packen und für ein paar Tage weg – vorausgesetzt, es geht. Wenn dir das nicht mehr hilft runterzukommen, dann bist du vielleicht wirklich eine Kandidatin für eine Mutter-Kind-Kur. Hier die zehn wichtigsten Fragen und Antworten:

1. Was ist eine Mutter-Kind-Kur überhaupt?
Prinzipiell ist eine Kur ein drei- oder vierwöchiger Aufenthalt in einer Klinik. Es gibt dabei zwei Arten. 1. Stationäre Vorsorgemaßnahmen: Es geht darum, gesundheitliche Probleme zu verhindern, bevor sie auftreten. 2. Rehabilitations-maßnahmen: Für Eltern geeignet, die bereits so krank sind, dass es den Familienalltag beeinträchtigt. Eltern können mit oder ohne Kinder in Kur gehen. Manche Kinder (bis 12) sind nur als Begleitung dabei, manche werden auch behandelt. Inzwischen spricht man übrigens auch von Eltern-Kind-Kuren, weil natürlich auch die Papas diese in Anspruch nehmen können.

2. Wer hat Anspruch auf eine Kur?
Prinzipiell jeder. Für die Bewilligung einer Kur muss es gesundheitliche Gründe geben. Dazu zählen zum Beispiel körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Kopfschmerzen, aber auch psychische Probleme wie starke Stimmungs-schwankungen und Erschöpfung. Auch eine schwierige Familiensituation kann ein Grund sein. Wenn du „nur“ gestresst bist, weil dein Chef dich ärgert, reicht das nicht.

3. Wie bekomme ich eine Kur genehmigt?
Wenn du gesetzlich versichert bist, gehst du zum Arzt, schilderst deine Probleme und fragst nach einem Attest. Dieses wird dann an deine Krankenkasse geschickt. Die Krankenkasse muss laut Gesetz die Kur prinzipiell genehmigen. Die Prüfer werden es sich aber nicht nehmen lassen, deine Gründe und deine Situation genau zu beleuchten. Im Jahr 2015 wurden 89 Prozent der Kuren genehmigt, du hast also gute Chancen. Bist du privat versichert, solltest du im Krankenversicherungsantrag nachschauen, ob Mutter-Kind-Maßnahmen mit aufgeführt sind. Wenn ja, stellst du direkt bei deiner Krankenkasse einen Antrag.

4. Was kostet mich die Kur?
Die Kassen übernehmen prinzipiell alle Kosten. Du musst allerdings 10 Euro pro Tag zuzahlen – das ist gesetzlich geregelt. Bei den privaten Kassen wird individuell entschieden, ob und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden

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5. Muss ich für eine Kur Urlaub nehmen?
Arbeitgeber und Schulen müssen die Eltern bzw. Kinder freistellen. Natürlich kannst du auch die Ferien oder deinen Urlaub nutzen, aber da sind die Kliniken am vollsten.

6. Kann ich die Kur sofort machen?
Leider gibt es oft Wartezeiten bis zu sechs Monaten. Wenn du schnell einen Platz bekommst, solltest du diesen auch nutzen. Schließlich wird deine Situation in der Wartezeit nicht besser.

7. Darf ich bestimmen, wohin es geht?
Du kannst das Ziel im Antrag zumindest angeben. Allerdings solltest du gut begründen können, warum du gerade in diese spezielle Klinik möchtest. Ein guter Grund ist, dass sie deinen Behandlungsschwerpunkt hat, z.B sich auf psychische Probleme, Rückenschmerzen oder Asthma spezialisiert.

8. Bringt eine Kur wirklich was?
Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass eine Kur den Gesundheitszustand von Eltern und Kindern auch langfristig verbessern kann. Zum Beispiel müssen die Beteiligten danach weniger Medikamente einnehmen, sind weniger krank oder sind besser im Alltag zurechtgekommen.

9. Wie oft darf ich zur Kur?
Nach vier Jahren kann man erneut einen Antrag stellen.

10. Wo bekomme ich noch mehr Informationen her?
Schau mal auf den Seiten www.muettergenesungswerk.de oder www.familien-wegweiser.de. Außerdem gibt es über 1000 Beratungsstellen großer Wohlfahrtsverbände (z.B. Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband und Diakonisches Werk) in deiner Nähe. Sie können deine individuellen Fragen beantworten und dir beim Antrag helfen.

Viel Glück!

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