Zu anstrengend? YouTuberin gibt autistischen Adoptivsohn ab

In Amerika ist sie ein echter Star: Die „YouTube-Mom“ Myka Stauffer. Die fünffache Mutter hat über 700.000 Follower. Auf ihrem YouTube-Kanal zeigt sie regelmäßig Videos aus ihrem Alltag als Mama, Haus- und Ehefrau.

 

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Ihr neuester Clip ist allerdings ein Schock für ihre Fans.

Myka und ihr Mann James erzählen darin, dass sie ihren vierjährigen Sohn Huxley in eine andere Familie abgegeben haben – und das fast drei Jahre nach seiner Adoption!

„Bei internationaler Adoption gibt es immer Ungewissheiten und Dinge, die in den Akten nicht einsehbar sind und all das. Als Huxley nach Hause kam, gab es viel mehr besondere Bedürfnisse, von denen wir nichts wussten und die man uns nicht mitgeteilt hat„, erklärt Mykas Ehemann James Stauffer.

Genaue Einzelheiten erzählt das Paar nicht, um Huxley zu schützen.

Bekannt war bisher nur, dass ihr Sohn Autist war. Sie erklären, dass es viele Therapien gegeben hätte und dass die vergangenen Monate hart gewesen seien.

Man sieht den beiden an, dass es ihnen nicht leichtgefallen ist – sie erzählen diese Neuigkeit unter Tränen. „Ich fühle mich wie eine Versagerin als Mutter, zu 500 Prozent!“ erklärt Myka. So änderte sie auch die Beschreibung ihrer Social-Media-Kanäle: Sie ist nun vierfache Mutter und nicht, wie bisher, fünffache.

Trotzdem: Nach diesem „Geständnis“ schlägt den Eltern eine Welle des Zorns entgegen.

Einige wenige Fans konnten die Entscheidung nachvollziehen. Aber viele mehr und auch viele internationale Medien üben starke Kritik: Schließlich gehörte Huxles nicht „nur“ schon seit drei Jahren zur Familie und hatte seine Adoptiveltern sicher schon sehr geliebt – diese verdienten auch eine Menge Geld mit ihm. Denn vor rund drei Jahren wurde die Adoption zum Hauptthema auf dem YouTube-Kanal.

 

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Today Huxley Wen Quan became our Official son! It hasn’t been easy lots of tears but so worth every minute. God has blessed us so much and he is such a sweet and brave little baby bear🐻

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Geld für die Adoption beschaffen, sich mit den strengen Regeln für internationale Adoptionen auseinandersetzen und schließlich den kleinen Huxley nach Hause holen – bei all dem konnten Mykas Fans vor den Monitoren mitfiebern. Und sogar die Eingriffe, die Huxley wegen seiner Entwicklungsdefizite als Folge eines Hirntumors und eines Schlaganfalls in der Gebärmutter erhielt, wurden mit der Kamera begleitet.

Und: Seitdem ist der Social Media-Accounts von den Stauffers geradezu explodiert.

Auf den Videos mit Huxley wurde Werbung geschaltet und dazu kamen mehrere hochkarätige Werbedeals. Außerdem hat Myka sich in Print- und TV-Medien als Befürworterin der internationalen Adoption etabliert. Was nun natürlich skurril erscheint.

 

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Natürlich weiß man aber nicht, wie alles wirklich war – und sollte sich kein Urteil erlauben. Auch, wenn es einem hier erst einmal schwer fällt… Was meint ihr denn dazu?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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