Taucher beschreibt die Situation als „traumatisch”
„Wir haben uns das Baby geschnappt, es war eiskalt, völlig blass, es hat sich überhaupt nicht bewegt. Ganz ehrlich, ich wusste nicht, ob es noch am Leben ist oder schon tot war.” Glücklicherweise überlebte der zwei Monate alte Säugling dank seines Einsatzes. Über den aktuellen Gesundheitszustand des Babys gibt es allerdings keine Information, ebenso ist unklar, ob seine Mutter es an Land schaffte.
Rückblickend beschreibt der Taucher die Erfahrung an der Küste vor Ceuta als traumatisch. Unzählige Personen hätten im Wasser getrieben. Viele hatten Bündel auf den Rücken geschnürt, bei denen nicht ersichtlich gewesen sei, ob es sich um Kleidung, Rucksäcke oder um Kinder gehandelt habe.
Insgesamt kamen 8.000 Migranten nach Ceuta
Inzwischen hat sich die Lage vor Ceuta wieder etwas beruhigt. Insgesamt sind 8.000 Migranten aus Marokko in der Exklave angekommen, 5600 von ihnen seien bereits wieder abgeschoben worden. Offenbar hatte der marokkanische Monarch Mohammed IV. die Grenze nach Ceuta geöffnet und damit die Flüchtlingskrise verursacht.
„Wusste nicht, ob es noch lebt”: Taucher rettet Baby aus dem Mittelmeer
Von
Lena Krause
20. Mai 2021