Wie bleibt’s zu Hause ordentlich? Aufräum-Expertinnen verraten es!

Eigentlich wissen wir das doch alle: Ordnung erleichtert das Leben und kann sogar richtig Spaß machen. Wir fühlen uns einfach instinktiv wohl, wenn alles schön aufgeräumt ist und seinen Platz hat. Schließlich ist das besonders mit Kindern alles andere als selbstverständlich, aber umso wichtiger! Doch wie schafft man es, Ordnung in den Familienalltag zu integrieren, ohne, dass es zum Stress wird?

Wir haben mit zwei Frauen gesprochen, die wissen müssen, wie es geht: Die beiden Zweifach-Mamas Ira Meindl, die viele vielleicht noch von ihrer Teilnahme bei Germany’s next Topmodel kennen, und Iweta Tarhan haben das Startup „House of little Labels” gegründet. Gemeinsam verkaufen sie mit ihrem Online-Shop kreative Ideen und Lösungen, um unkompliziert für Ordnung zu sorgen. Denn die beiden Frauen sind sich sicher: „Ordnung kann jeder und Ordnung ist schön!

Warum ist Ordnung für Familien so wichtig?

Iweta: „Wir haben selbst die Erfahrung gemacht, wie wichtig es als Mama ist, organisiert zu sein. Mit den Kindern wird die Zeit knapper, es kommen aber gleichzeitig mehr Dinge im Haushalt dazu, es muss mehr organisiert werden.”

Ira: „Man hat aber trotzdem nicht unbedingt mehr Fläche zur Verfügung, dann ist ein gutes System notwendig, um der ganzen Familie das Leben zu erleichtern. Oft wissen wir gar nicht, was wir alles besitzen. Erst wenn wir eine Struktur schaffen, erkennen wir, wie viel überhaupt da ist und können uns von dem trennen, was überflüssig ist.”

Inwiefern profitieren auch Kinder davon, wenn alles seinen Platz hat?

Ira: „In der heutigen Zeit werden Kinder mit Reizen und Eindrücken überflutet. Struktur und Ordnung im Kinderzimmer hilft ihnen dann, innerlich zur Ruhe zu finden. Ein aufgeräumtes Kinderzimmer, in dem alles seinen Platz hat, wirkt einer Überforderung entgegen.”

Iweta: „Wenn die Spielzeuge nicht immer überall herumliegen und die Kids gezielt aussuchen müssen, womit sie spielen wollen, helfen wir ihnen außerdem, einen Fokus zu setzen. Außerdem sind wir als Eltern ein Vorbild für unsere Kinder. Das heißt, sie lernen mit, wenn wir es schaffen, Ordnung zu halten. Eltern, die Struktur vorleben, zeigen ihren Kindern, wie es funktionieren kann.”

Was sind eure Tipps für mehr Ordnung im Kinderzimmer?

Iweta: „Kategorisieren, kategorisieren, kategorisieren. Das gilt im Kinderzimmer genauso wie in allen anderen Räumen. Eltern sollten sich zunächst überlegen, was die wichtigsten Bestandteile des Kinderzimmers sind und die Spielzeuge entsprechend sortieren.”

Ira: „Ich stimme an Geburtstagen und an Weihnachten immer ab, was meine Kinder von Freunden und Familie geschenkt bekommen. So vermeide ich, dass sie Dinge doppelt haben oder Spielzeug bekommen, mit dem sie nichts anfangen können.”

Iweta: „Ist das Spielzeug erstmal kategorisiert und in passende Aufbewahrungssysteme einsortiert, kann man immer mal wieder Spielsachen austauschen. Wenn ein Spielzeug langweilig geworden ist, kommt es einfach in seiner beschrifteten Box in den Keller oder auf den Dachboden. Vor dem Wochenende kann dann auch wieder was aus dem Keller zurück ins Kinderzimmer wandern und wird von den Kleinen neu entdeckt. Damit bleibt es im Kinderzimmer immer übersichtlich und es sind nur Dinge vorhanden, die gerade interessant sind.”

Wie schafft ihr es, eure Kinder für das Aufräumen zu begeistern?

Iweta: „Am besten funktioniert das spielerisch, wenn man selbst als Elternteil kreativ wird. Bei uns ist die Aufbewahrungsbox das ‚zu Hause‘ der Spielfiguren und bevor die Kinder ins Bett gehen, müssen natürlich auch die Spielsachen zurück in ihr zu Hause.”

Ira: „Wir machen immer ein Wettrennen, wer am schnellsten die meisten Bauklötze wieder einsammeln kann.”

Iweta: „Mein siebenjähriger Sohn ist aber auch schon selbst sehr ordnungsliebend und räumt gerne mit mir auf.”

Wie motiviert ihr euch, auch im Alltagsstress ordentlich zu bleiben?

Ira: „Es gehr darum, neue Gewohnheiten zu entwickeln. Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt, Dinge sofort wegzuräumen. Das fällt natürlich leichter, wenn alles seinen festen Platz hat.”

Iweta: „Trotzdem raten wir von strengen Regeln ab, damit man nicht gleich demotiviert ist, wenn es mal nicht klappt. Ordnung muss Spaß machen und sich natürlich anfühlen.”

Ira: „Gerade beim Aufräumen mit Kindern sind schon ‚Babysteps‘ ein toller Erfolg.”

Inwiefern helft ihr mit eurem Startup „House of little Labels“, dass es zu Hause endlich aufgeräumt ist?

Ira: „Wir waren zeitgleich in Elternzeit und haben uns ein wenig umgeschaut, welche Shops es in dem Bereich schon gibt, aber nichts hat so richtig zu uns gepasst. Da dachten wir uns, dass es anderen Mamas bestimmt genauso geht und haben unser eigenes Unternehmen gegründet.

Iweta: „Mit House of Little Labels bieten wir moderne und einfache Aufbewahrungsmöglichkeiten an und bringen den Labeling-Trend nach Deutschland. Durch Aufbewahrungssysteme, Organizer und Stauraum bekommt alles seinen eigenen Platz. Wir setzen dabei auch auf Marken, die in Deutschland bisher noch nicht so bekannt sind und gehören zu den ersten, die in Deutschland persönlich gestaltete Labels anbieten.”

Ira: „Das Label ist quasi der letzte Arbeitsschritt beim Aufräumen, das i-Tüpfelchen. Durch das Labeling bekommen die Aufbewahrungssysteme das passende Etikett, damit weiß jeder sofort, was drinnen ist. Wir setzen außerdem auf Nachhaltigkeit, arbeiten mit ausgewählten Lieferanten zusammen, die alle ihre eigene Geschichte mitbringen und deren Produkte uns auch persönlich ansprechen.”

Wie hat sich euer Leben durch mehr Struktur verändert?

Ira: „Iweta war schon immer ordentlich. Ich war früher ein ‚strukturierter Chaot‘, wie ich es selbst gerne nenne. Mit den Jahren habe ich aber schnell gemerkt, dass das Leben einfacher zu bändigen ist, wenn es Struktur hat. Schnell habe ich gespürt, dass ich morgens mit einem viel freieren Kopf in den Tag starten kann, wenn alles seinen Platz hat. Seitdem ich Mama bin kommt dazu, dass ich es wichtig finde, meinen Kindern Ordnung vorzuleben. ”

Iweta:„Dass es zu Hause nicht immer und überall ordentlich sein kann, wissen wir als Zweifach-Mamas nur zu gut! Ordnung muss nicht perfekt sein, jeder sollte sie für sich selbst definieren und individuell in den Alltag integrieren. Eine dauerhafte Struktur im Haushalt lohnt sich, denn sie führt zu schnelleren Abläufen im Alltag und weniger Aufräum-Marathons, also mehr Qualitytime!“

Die beiden Ordnungsexpertinnen Ira und Iweta geben Tipps gegen das Chaos im Familienalltag

Die beiden Ordnungsexpertinnen Ira und Iweta geben Tipps gegen das Chaos im Familienalltag. Foto: Amanda Dahms

Vielen Dank, Iweta und Ira, für das angenehme Gespräche und eure Tipps!

Na, Lust auf’s Aufräumen bekommen? Dann schaut doch mal im Online-Shop „House of little Labels“ von Ira und Iweta vorbei!

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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