Wenn das Stillen zur Qual wird… Tipps einer Mama, die das durchgemacht hat

Wenn das Baby von Silke sich im Schlaf bewegte, stiegen ihr, der Mutter, die Tränen in die Augen. Gleich wird sie wach und will trinken, wusste Silke und dachte furchterfüllt an den Moment, in dem sich sie Lippen ihres Babys um ihre Brustwarzen legen würden. Eine echte Qual.

Was eigentlich so schön sein sollte, war für sie eine einzige Qual und jedes Mal, wenn beim Stillen der stechende Schmerz durch ihren Körper fuhr, überlegte sie ernsthaft, ob sie nicht lieber abstillen sollte, noch bevor es richtig angefangen hatte.

Wie sie fühlen sich viele Frauen, denn besonders in der Anfangszeit und vor dem Milcheinschuss tut das Stillen oft sehr weh. „Meine Hebamme hat mir geholfen“, so Silke, die ihre Leidenszeit inzwischen überwunden hat und ihr Baby wieder gerne und schmerzfrei stillt.

Linderung verschafften Silke vor allem drei Dinge: das richtige Anlegen, das Wechseln der Stillposition und Hilfsmittel wie Stillhütchen und Pflege-Cremes. 

Das Anlegen

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Es klingt banal, und es „lernen“ zu müssen scheint erstmal wider die Natur, die das ja so eingerichtet haben sollte, dass es intuitiv funktioniert. Das stimmt aber nicht ganz. Denn manchmal müssen die Säuglinge ein wenig „erzogen“ werden: „Wenn meine Kleine im Halbschlaf gesaugt hat, ist ihr die Brust immer ein klitzekleines Bisschen rausgerutscht“, erzählt Silke. Das darf aber nicht passieren, denn das Kind muss beim Saugen auch umliegendes Gewebe mit im Mund haben. Außerdem müssen seine Lippen gut nach außen gestülpt sein.

Im Halbschlaf nehmen viele Babys die Brustwarze nicht komplett in den Mund. Foto: Shutterstock

„Wenn mein Baby Hunger hatte und den Mund nicht von alleine weit aufgemacht hat, habe ich an seiner Unterlippe seine Reflexe stimuliert. War der Mund dann geöffnet, habe ich es am Hinterkopf gefasst und mit etwas Druck angelegt“, erklärt Silke. „Manchmal hatte sie nach ein paar Minuten wieder nur die Brustwarze im Mund, dann habe ich sie abgemacht und neu angelegt. Bald war das aber nicht mehr nötig.“

Das Lösen von der Brust

Das muss tatsächlich auch gelernt sein: „,Du ziehst weder an deinem Baby noch an der Brust herum!` hat mir meine Hebamme immer wieder eingebleut. Zum Lösen stattdessen vorsichtig einen Finger in den Mund schieben, so löst sich das Vakuum, das beim Trinken entsteht.“

Wechseln der Stillposition

Ist die Brust schon wund, schafft auch das Wechseln der Stillposition Erleichterung, denn dadurch werden die Brustwarzen nicht immer an derselben Stelle beansprucht. Mit Hilfe von (Still-)Kissen kann man sein Kind in verschiedenen Stillpositionen anlegen. Viele Mamas schwören zum Beispiel auf das Laid-Back-Nursing, bei dem die Mutter auf dem Rücken und das Neugeborene auf ihrem Bauch liegt.

Hilfsmittel

Auch vor Hilfsmitteln sollten Frauen nicht zurückschrecken, wenn das Stillen eine Qual ist. Stillhütchen beispielsweise werden über die Brust gestülpt und schonen so die Haut. Dabei ist es wichtig, dass die Stillhütchen an die Brustwarzen angepasst sind und das Kind trotzdem richtig angelegt ist. Die Lippen des Babys sollten sich am Rand des Hütchens befinden.

Pflegende Cremes gibt es inzwischen in der Drogerie und Apotheke haufenweise und auch diese haben ihre Berechtigung. Am besten geeignet sind Salben, die aus Heilwolle bzw. Wollfett – Lanolin – bestehen. Sie müssen vor dem Stillen nicht abgewischt werden und unterstützen die Heilung.

Und Silke hat noch ein paar kleinere Tipps, mit denen die Stillzeit wieder zur schönen Zeit wird: „Ich habe Muttermilch auf der Brust verteilt und trocknen lassen und war, wann immer es ging, komplett oben ohne. Außerdem habe ich versucht, möglichst oft, dafür aber nur kurz zu stillen.“

Mehr Informationen zum richtigen Anlegen und den Stillpositionen gibt hier von der „La Leche Liga Deutschland“ und dem BfR.

 

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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