Weg mit dem Smartphone! Mit Plakaten gegen Smombie-Eltern

16730722_10155030481379283_1297452352_nSmartphones sind die Zigaretten unserer Zeit, meinen einige Gesellschafts-Kritiker. Ganz so weit muss man nicht gehen, aber eines ist sicher: Die meisten Erwachsenen verbringen zu viel Zeit am Smartphone, und das sogar dann, wenn sie sich eigentlich um etwas viel Wichtigeres kümmern sollten: Die Kinder!

Viele Erzieher klagen an: Mütter und Väter lassen nicht mal beim Abholen ihrer Sprösslinge aus der KiTa das Handy aus den Augen. Für die Kinder heißt das, dass sie nur nebenbei gehört werden, die Wiedersehensfreude ihnen einseitig vorkommt und ihre Geschichten nicht wichtig genug für die Eltern sind.

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Diese Erfahrung kann fatale Folgen für die Kinderseele und die Entwicklung haben: Laut Psychologe Michael Thiel führt die mangelnde Kommunikation zu Verzögerungen in der Sprachentwicklung, einem schlechten Selbstwertgefühl bis ins Erwachsenenalter und manchmal sogar zu Depressionen. Auch für die Bindung sind die Smartphones Gift: „Damit Kinder eine gesunde Bindung zu ihren Eltern aufbauen können, brauchen sie deren Zuwendung. Kommt diese zu kurz, können Kinder dauerhafte Bindungsstörungen entwicklen,“ sagt beispielsweise Birgit Grämke von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern.

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Sie hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und im vergangenen Herbst die Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ lanciert. Sie beruft sich unter anderem auf eine Studie von Anti-Virus Grisoft, deren Ergebnis erschreckend ist. 54 Prozent der befragten Kinder gaben dort an, deren Eltern würden sich zu oft mit dem Smartphone beschäftigen.

Die Kampagne soll dem entgegen wirken und Eltern sensibilisieren, damit diese ihre Handy-Nutzung hinterfragen. Das geschieht unter anderem mit Plakaten, die in KiTas aufgehängt werden können.

Schon früher hatten einige Erzieher diese Idee selbst, unter anderem die KiTa „Gänseblümchen“. Dort erwartete Eltern folgendes Schild:

Aktuell verbreitet sich in den sozialen Netzwerken ein Pendant aus den USA, das die selbe Aussage hat: „Sie holen hier Ihr Kind ab! SCHALTEN SIE IHR TELEFON AUS!!!! Ihr Kind ist glücklich, Sie zu sehen! Sind Sie glücklich, Ihr Kind zu sehen? Wir haben gesehen, wie Kinder versucht haben, ihren Eltern die Sachen zu zeigen, die sie fertig gemacht haben und das Elternteil ist am Telefon. Wir haben gehört, wie ein Kind ‚Mama, Mama, Mama,…..‘ sagt und das Elternteil konzentriert sich trotzdem mehr auf sein Telefon als auf sein eigenes Kind. Es ist fürchterlich. Schalten Sie Ihr Handy aus!“

Es gibt viele uneinsichtige Eltern und das Thema wird unsere Gesellschaft bestimmt noch länger beschäftigen. Dass es mit einer einmaligen Aktion nicht erledigt ist, ist sich auch Birgit Grämke aus Mecklenburg-Vorpommern bewusst. Darum sollen im März 2017 die nächsten Schritte ihrer Anti-Smartphone-Kampagne kommen.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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