Was kann ich gegen tränende Augen bei meinem Baby tun?

Eine echte Mama würde ihrem Baby liebend gern jedes Wehwehchen abnehmen, auch wenn es noch so klein ist. Mein Baby hat schon immer ein tränendes Auge – „Tränenwegsstenose“ im Fachjargon. Das ist nicht schlimm, aber mir tut er trotzdem leid, wenn er mich anschaut, immer ein Auge „unter Wasser“, oft kullert auch eine Träne über das Gesicht. Manchmal entzündet sich das Auge – wenn sich die ganze Zeit die Tränenflüssigkeit staut, tummeln sich da jede Menge Bakterien und haben es schön warm und feucht, und vermehren sich natürlich prächtig.

Wie kommt das eigentlich?

Im Mutterleib sind die Tränenkanäle der Babies mit Gewebe gefüllt, „hohl“ wird der Kanal erst kurz vor der Geburt. Gar nicht so selten funktioniert das nicht, es ist noch Gewebe im Tränenkanal, das ihn verstopft oder zumindest verengt. So kann die Tränenflüssigkeit nicht in die Nase abfließen (schon mal aufgefallen, dass unsere Nase immer mit läuft, wenn wir weinen? Genau deshalb!) und staut sich immer im Unterlid. Beim Schlafen trocknet sie gern dort ein und bildet eine gelbe Kruste, bei meinem Kleinen manchmal so schlimm, dass er sein Auge gar nicht öffnen kann.

Was hilft dagegen?

Bei den meisten Babies öffnet sich der Kanal von allein. Wenn es nicht allzu schlimm ist oder sich ständig entzündet, sollte man mindestens bis zum ersten Lebensjahr, oder besser die ersten anderthalb Jahre warten. Eine regelmäßige Massage hilft bei vielen Kindern, den verschlossenen Kanal zu öffnen: Dabei mit der (sauberen!) weichen Fingerkuppe und etwas Druck vom Augeninnenwinkel 10x Richtung Nase streichen. Am besten immer wiederholen, wenn das Baby auf dem Wickeltisch liegt – aber mindestens vier mal am Tag. Das Auge mit einem sauberen Waschlappen oder Kleenex-Tuch und Meerwasserlösung (gibt’s als Einwegpipetten in der Apotheke) reinigen, dabei von außen nach innen streichen.

Homöopathische Augentropfen (z.B. Euphrasia von Wala) helfen bei uns immer, wenn das Augen leicht gerötet ist. Wenn schon gelblicher Eiter zu sehen ist, lieber zum Arzt gehen.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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