Was für ein Kämpfer! Frühchen Archie überlebt Sepsis und Covid

Sheree Murray (27) hat eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft und freut sich mit ihrem 21-jährigen Partner Robert Edwards auf ihren gemeinsamen Sohn.

Aber Ende November wird ihre Vorfreude getrübt. Sheree bekommt starke Schmerzen, das Paar fährt sofort in die Klinik.

55 Minuten später war Archie geboren. In der 25. Schwangerschaftswoche, mit gerade mal 765 Gramm.

Ein Schock für die Eltern. Doch das sollte längst nicht ihre größte Sorge bleiben.

Die BILD zitiert Robert: „Mein Kopf war völlig leer. Als ich das Blut sah, hatte ich noch nie in meinem Leben so viel Angst, hoffte und betete nur. Sie konnten keinen Herzschlag finden, ich dachte, ich hätte meinen erstgeborenen Sohn verloren. Es war so beängstigend. Mein Sohn war gerade da und ich fühlte mich völlig hilflos, weil ich nichts tun konnte.“

Aber schließlich haben die Ärzte Erfolg: „Als sie sagten, er hätte einen Herzschlag, war ich noch nie in meinem Leben so dankbar.“

Robert und Sheree konnten ihren Sohn aber nicht in die Arme nehmen, denn er kam direkt an ein Beatmungsgerät.

Er schaffte es nicht, selbstständig zu atmen.

Archie Edwards has fought off an E-coli infection, sepsis and coronavirus since he was born at 25 weeks.

Gepostet von BBC News am Donnerstag, 28. Januar 2021

 

„Nach vier Tagen durfte ich endlich seine Hand halten. Es fühlte sich absolut magisch an. Es war beängstigend, aber gleichzeitig magisch“, erklärt Mutter Sheree Murray.

Doch damit war noch immer nicht genug.

Mit nur fünf Wochen bekam der kleine Kämpfer eine Escherichia-Coli-Infektion (Durchfallerreger), die eine Blutvergiftung auslöste. Während der Untersuchungen kam heraus: Er hatte sich zusätzlich mit Covid-19 angesteckt. Es folgten weitere zwei Wochen Beatmung.

Sheree und Robert hofften und beteten, sie befürchteten, ihr Baby zu verlieren.

Die folgenden Wochen waren die Hölle für das Paar. Robert durfte seinen Sohn nicht sehen, er musste in Quarantäne. Und auch später durfte immer nur ein Elternteil zu dem Kleinen. „Seine Lungen waren angegriffen und ich dachte, wir würden ihn in diesen zehn Tagen verlieren. Ich hatte Todesangst. Als uns gesagt wurde, er hätte Covid, war es der gruseligste Moment unseres Lebens.“

Doch es geschehen etliche Wunder und Archie entpuppt sich als wahnsinnig stark. Er übersteht all die Katastrophen.

Aktuell erholt er sich im Krankenhaus – und hat keine Infektionen mehr.

Robert: „Er ist immer noch im Krankenhaus und wird bis etwa März bleiben. Und ich kann es kaum erwarten, ihn bei uns zu Hause zu haben, gesund und munter. Er ist unser Wunderbaby und wir könnten nicht stolzer auf ihn sein.“ Mutter Sheree: „Ich bin so glücklich über die Fortschritte, die er gemacht hat, ich bin so stolz auf ihn.“

Wenn jetzt alles gut geht, können die tapferen Eltern ihn schon bald zu sich nach Hause  holen.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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